<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antraege.gruene.de/1bfr24/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>1. ordentlicher Bundesfrauenrat 2024: Anträge</title>
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                <title>1. ordentlicher Bundesfrauenrat 2024: Anträge</title>
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            </image><item>
                        <title>R - 02: Rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/rechtliche-gleichstellung-von-regenbogenfamilien-28756</link>
                        <author>Bundesfrauenrat (dort beschlossen am: 04.05.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat setzt sich zum Regenbogenfamilientag am 5. Mai 2024 für die rechtliche Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Familienformen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von den drei queerpolitischen Vorhaben der Ampelkoalition neben der Abschaffung des Blutspendeverbots für Schwule und der Einführung des Selbstbestimmungsgesetz ist die Reform des diskriminierenden Abstammungsgesetzes bislang die einzige, die noch fehlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da sie hauptsächlich Frauen und Kinder betrifft, ist die Verzögerung des ursprünglich als erster dieser drei Vorhaben geplanten Reform aus feministischer Perspektive umso beklagenswerter. Häufig werden die Bedürfnisse von Frauen und Kindern in politischen Prozessen nachrangig behandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesfrauenrat setzt sich dafür ein, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Änderung des Abstammungsrechtes zügig umgesetzt wird und angesichts der immensen Bedeutung für die Betroffenen, sowohl Eltern als auch Kinder, priorisiert wird.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 06 May 2024 15:24:37 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R - 02: Rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2674</link>
                        <author></author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat setzt sich zum Regenbogenfamilientag am 5. Mai 2024 für die rechtliche<br>
Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Familienformen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von den drei queerpolitischen Vorhaben der Ampelkoalition neben der Abschaffung des<br>
Blutspendeverbots für Schwule und der Einführung des Selbstbestimmungsgesetz ist die Reform<br>
des diskriminierenden Abstammungsgesetzes bislang die einzige, die noch fehlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da sie hauptsächlich Frauen und Kinder betrifft, ist die Verzögerung des ursprünglich als<br>
erster dieser drei Vorhaben geplanten Reform aus feministischer Perspektive umso<br>
beklagenswerter. Häufig werden die Bedürfnisse von Frauen und Kindern in politischen<br>
Prozessen nachrangig behandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesfrauenrat setzt sich dafür ein, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Änderung </strong><strong><strong>des Abstammungsrechtes zügig umgesetzt wird und angesichts der immensen Bedeutung für die </strong><strong>Betroffenen, sowohl Eltern als auch Kinder, priorisiert wird.</strong></strong></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 06 May 2024 15:20:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R - 01: Selbstbestimmung und reproduktive Rechte </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/selbstbestimmung-und-reproduktive-rechte-20937</link>
                        <author>Bundesfrauenrat (dort beschlossen am: 04.05.2024)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/selbstbestimmung-und-reproduktive-rechte-20937</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein Grundrecht, das für alle Frauen und Mädchen gelten muss, ebenso für alle anderen Personen, die schwanger werden können. Das ist seit jeher die Position von Bündnis 90/ Die Grünen.<br>
Dazu gehört das Recht auf Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen, die elementarer Bestandteil einer guten Gesundheitsvorsorge sind, realisiert werden und in den Leitstungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden müssen.<br><br>
Die Entscheidung, ob eine Frau eine Schwangerschaft abbricht oder nicht, ist allein ihre. Schwangere brauchen für diese Entscheidung gute Beratungs- und Versorgungsstrukturen, die sie unterstützen und keine Bevormundung oder Drohungen mit dem Strafrecht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen daher sehr, dass die Bundesregierung mit der Einsetzung der interdisziplinären Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin einen wichtigen Schritt gegangen ist, um auszuloten, ob und wie eine Regelung außerhalb des Strafrechts aussehen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vorgestellten Empfehlungen sind hinsichtlich des Umgangs mit Abbrüchen in der Frühphase der Schwangerschaft eindeutig: Einstimmig stellt die Kommission fest, dass Abbrüche in dieser Phase rechtmäßig und erlaubt sein sollten. Für die mittlere Phase der Schwangerschaft stehe dem Gesetzgeber ein Gestaltungsspielraum zu und lediglich in der Spätphase würde der Schutz des ungeborenen Lebens so stark an Bedeutung gewinnen, dass Abbrüche hier nur in Ausnahmen erlaubt werden und grundsätzlich rechtswidrig bleiben sollten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bericht der Kommission lässt aber auch einigen Spielraum für die Gesetzgebung. Darüber müssen wir in eine produktive und breite Debatte kommen, die wir respektvoll und fair führen wollen. Diese Debatte führen wir mit dem Ziel, die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen endlich sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem gehören zur zeitnahen Debatte über eine Entkriminalisierung auch die elementar wichtigen Verbesserungen wie der kostenfreie Zugang zu Verhütungsmitteln und die dringend notwendigen medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch. Diese müssen deutlich ausgebaut werden, um die sich verschlechternde Versorgungslage durch Ärzt*innen (siehe ELSA Studie), die Abbrüche durchführen, langfristig zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat stellt fest:<br>
Die Empfehlungen der Kommission zeigen deutlich, dass die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in der frühen Schwangerschaft möglich und notwendig ist. Alle notwendigen Regelungen hierzu können außerhalb des Strafrechts getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Empfehlung begrüßen wir und setzen uns für entsprechende rechtliche Änderungen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine gute Beratungs- und Versorgungsstruktur ist notwendig. Wie im Bericht beschrieben, leistet sie einen wichtigen Beitrag, um die Frauen bei der Abwägung für oder gegen die Fortsetzung einer Schwangerschaft und danach zu unterstützen. Diese Beratung muss freiwillig und ergebnisoffen erfolgen. Die Beratungsstruktur muss abgesichert und bezüglich der Niedrigschwelligkeit und Barrierefreiheit des Angebots ausgebaut werden. Zudem sind ausreichende Angebote für Menschen aller geschlechtlicher Identitäten, die schwanger werden können, sicherzustellen.<br>
Die Absicherung einer vielfältigen Beratungsstruktur kann durch einen Rechtsanspruch auf unverzügliche Beratung gewährleistet werden. Zur weiteren Absicherung des Beratungsangebots schlägt die Kommission vor, eine Verpflichtung der Ärzt*innen vorzunehmen, die ungewollt Schwangere vor einem Schwangerschaftsabbruch über die Möglichkeit einer zeitnahen und ergebnisoffenen Beratung zu informieren. Das kann eine sinnvolle Ergänzung sein, die, je nach Phase der Schwangerschaft, zeitnah geprüft werden muss. Der Schutz minderjähriger Schwangerer sollte besondere Berücksichtigung finden.<br>
Wir teilen auch die Position der Kommission, dass nicht selbstbestimmte und unsichere Abbrüche strafrechtlich verfolgt werden müssen. Dazu gehören die Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs gegen den Willen der Frau, die Nötigung zur Vornahme oder Unterlassung eines Abbruchs, die Durchführung eines Abbruchs durch nicht qualifizierte Personen sowie die vorsätzliche und fahrlässige Schädigung des Ungeborenen durch Dritte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden uns weiterhin auf allen Ebenen für die umfassende Selbstbestimmung von Frauen und legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche einsetzen. Denn wir haben auf Bundesebene die historische Chance, mit der SPD und der FDP eine überfällige Reform umzusetzen.<br>
Die Expert*innen sind sich einig: Der Paragraph 218 in seiner jetzigen Form hat nichts im Strafgesetzbuch zu suchen. Und für diese Position gibt es auch die nötigen gesellschaftlichen Mehrheiten. Wir haben eine klare Position und werden nun auf unsere Koalitionspartner zugehen und fordern sie auf, den Kommissionsbericht ernstzunehmen und die Entkriminalisierung zeitnah mit uns auf den Weg zu bringen.<br>
Wir fordern die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen auf, im Rahmen ihrer parlamentarischen Möglichkeiten die darüber hinausgehende notwendige Debatte mit der Öffentlichkeit zu führen und darauf hinzuwirken, dass die Empfehlungen der Kommission zügig in politisches Handeln übersetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer es mit dem Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung, mit der liberalen Gesellschaft und Freiheit ernst meint, hat mit dem Kommissionsbericht jetzt eine gute Grundlage, um endlich zu handeln!</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 06 May 2024 15:16:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A - 01: Istanbulkonvention für geflüchtete Frauen konsequent umsetzen – Rechtsruck und Antifeminismus entgegenstehen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/istanbulkonvention-fur-gefluchtete-frauen-konsequent-umsetzen-rechts-49886</link>
                        <author>Bundesfrauenrat (dort beschlossen am: 04.05.2024)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/istanbulkonvention-fur-gefluchtete-frauen-konsequent-umsetzen-rechts-49886</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Istanbul-Konvention verankert den Schutz von Frauen und Mädchen endlich gesetzlich für alle Frauen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus in Deutschland und der EU. Dies schließt die Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen geflüchtete Frauen ein.Deshalb begrüßen wir sehr, dass die Europäische Union selbst der Istanbul-Konvention beigetreten ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kürzlich beschlossenen Asylrechtsverschärfungen im Rahmen der Reform des „Gemeinsamen europäischen Asylsystems“ (kurz: GEAS) stehen unseres Erachtens nicht im Einklang mit den Vorgaben der Istanbul-Konvention. Diese gibt eine sensible Prüfung individueller Schutzgründe durch geschultes Personal in Asylverfahren vor. Schnellverfahren an den Außengrenzen verhindern dies und somit das Erkennen oder geltend machen geschlechtsspezifischer Fluchtgründe. Denn damit Frauen erlebte geschlechtsspezifische Gewalt als Fluchtgrund äußern können, braucht es geschultes Personal, genug Zeit, Feinfühligkeit und eine sichere, unterstützende Umgebung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden daher weiterhin Druck ausüben, damit Frauen diese Unterstützung zukommt. Solange GEAS in der nun beschlossen Form gilt und umgesetzt wird, werden wir dafür eintreten, dass das vorgesehene Menschenrechtsmonitoring tatsächlich und wirksam eingesetzt wird und den besonderen Schutzbedarf von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen in den Blick nimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen, die vor geschlechtsspezifischer Gewalt, wie sexualisierter Gewalt, Femiziden, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung, fliehen und auf ihrer Flucht oft wieder Gewalt erleben, in Europa endlich Schutz und Zuflucht finden, statt der Willkür in Hafteinrichtungen ausgeliefert zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Deutschland muss die Umsetzung der Istanbul-Konvention noch konsequenter forciert werden. Der Kontrollausschuss des Europarats GREVIO weist in seinem ersten Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland zahlreiche Umsetzungslücken auf, und zwar besonders bezüglich geflüchteter Frauen. Wir Grüne setzen uns daher dafür ein, dass in der Migrations- und Flüchtlingspolitik ein besonderer Fokus auf den Schutz von Frauen gelegt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Einklang mit GREVIO verlangen wir den Einsatz unserer Regierung für die sichere Unterbringung asylsuchender FLINTA sowohl in Deutschland als auch an den Außengrenzen der EU. Dafür muss unter anderem die Anwendung des Gewaltschutzgesetzes in Unterkünften für Geflüchtete sichergestellt werden. Außerdem fordern wir die proaktive Thematisierung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe in Asylverfahren an den Außengrenzen und in Deutschland, und zwar durch geschultes, sensibles Personal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es muss außerdem gewährleistet werden, dass der Aufenthalt einer (geflüchteten) Frau in Deutschland nicht durch das Lösen aus einer Gewaltbeziehung gefährdet ist. Betroffene von Partnerschaftsgewalt, deren Aufenthaltsstatus von dem Aufenthaltsstatus ihres Ehemanns abhängt, sollen schneller einen eigenständigen Aufenthaltstitel erhalten können, damit sie sich aus Gewaltbeziehungen lösen können. Der Aufenthalt in einem Frauenhaus weit weg vom zugeordneten Wohnort muss möglich sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die schnelle, wirksame und vorbehaltlose Umsetzung der Istanbul-Konvention steht Dank unserer Grünen Verhandler*innen im Koalitionsvertrag. Wir fordern alle Mandatsträger*innen und Parteifunktionär*innen von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN dazu auf, sich im Einklang mit unserem Grundsatzprogramm weiter für ein humanitäres Asylrecht und die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention für geflüchtete Frauen in Deutschland und Europa einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat setzt sich dafür ein, dassdie Asylrechtsverschärfungen nicht als das neue Normal oder gar als Erfolg gelten. Wir schließen uns der BAG Frauenpolitik an, die die Zustimmung zur GEAS-Reform als antifeministischen Rückschritt und eine Bestärkung des rechten Populismus in Europa bezeichnet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung,dass ein ständiger Diskurs über Abschottung und Asylrechtsverschärfungen eine starke Verschiebung in der Migrationspolitik verursacht hat. Dies nutzt insbesondere rechtsextremen Parteien und fördert Rassismus und Gewalt in der Gesellschaft. Als intersektional feministische Partei können wir dies nicht akzeptieren. Um dem Rechtsruck und dem einhergehenden Antifeminismus entgegenzuwirken, ist es notwendig, klare Haltung für die Menschenrechte zu zeigen und für die Umsetzung und Einhaltung der Istanbul-Konvention zu kämpfen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 06 May 2024 15:05:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R - 02: Rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2654</link>
                        <author>Anke Dörsam (Sprecher*innen der BAG Lesbenpolitik)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2654</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat setzt sich zum Regenbogenfamilientag am 5. Mai 2024 für die rechtliche<br>
Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Familienformen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von den drei queerpolitischen Vorhaben der Ampelkoalition neben der Abschaffung des<br>
Blutspendeverbots für Schwule und der Einführung des Selbstbestimmungsgesetz ist die Reform<br>
des diskriminierenden Abstammungsgesetzes bislang die einzige, die noch fehlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da sie hauptsächlich Frauen und Kinder betrifft, ist die Verzögerung des ursprünglich als<br>
erster dieser drei Vorhaben geplanten Reform aus feministischer Perspektive umso<br>
beklagenswerter. Häufig werden die Bedürfnisse von Frauen und Kindern in politischen<br>
Prozessen nachrangig behandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Bundesfrauenrat setzt sich dafür ein, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Änderung </strong><br><strong><strong>des Abstammungsrechtes zügig umgesetzt wird und angesichts der immensen Bedeutung für die </strong><br><strong>Betroffenen, sowohl Eltern als auch Kinder, priorisiert wird.</strong></strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Ungleichbehandlung von Regenbogenfamilien</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit dem 1. Oktober 2017 wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Kinder<br>
leben in diesen Paarkonstellationen von Anfang an, jedoch nicht mit demselben rechtlichen<br>
Schutz wie die Kinder in heterosexuellen Ehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zur Bundestagswahl traten Bündnis 90/Die Grünen mit folgendem von den queerpolitischen<br>
Arbeitsgemeinschaften erarbeiteten und von der Bundesdelegiertenkonferenz beschlossenen<br>
Wahlprogramm an: „Zwei-Mütter-Familien sollen nicht mehr durch das<br>
Stiefkindadoptionsverfahren müssen, darum streben wir an, das Abstammungsrecht zu<br>
reformieren, sodass die Co-Mutter analog zu Vätern in Ehen zwischen einem Mann und einer<br>
Frau automatisch als zweites rechtliches Elternteil gilt. Das Abstammungsrecht muss zudem<br>
die Elternschaft von Menschen mit Geschlechtseintrag „divers“ berücksichtigen. Bei<br>
Kinderwunsch sollen alle Paare und alleinstehende Frauen die Möglichkeit einer<br>
Kostenerstattung für die künstliche Befruchtung erhalten.<strong>“</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch verschiedene Gerichte hielten die Ungleichbehandlung von Kindern in<br>
gleichgeschlechtlichen Paarkonstellationen als verfassungswidrig fest, u.a. verstoßend gegen<br>
folgende Punkte:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Art. 3 GG</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung<br>
der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender<br>
Nachteile hin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache,<br>
seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen<br>
benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt<br>
werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Art. 6 GG</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit dem 27. April 2023 sind sechs Verfahren zur rechtlichen Gleichstellung von Kindern, die<br>
in gleichgeschlechtliche Ehen geboren werden, beim Bundesverfassungsgericht anhängig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Entscheidung wird mit dem Verweis, dass der Gesetzgeber in der Pflicht sei, das<br>
Abstammungsrecht zu reformieren, vertagt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Koalitionsvertrag der Ampel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Laut Robert Habeck stellt der gesellschaftspolitische Teil des Koalitionsvertrags den<br>
„Glutkern“ der Ampel dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach 16 Jahren CDU-geführter Bundesregierung einigten sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und<br>
FDP auf einen Koalitionsvertrag, dessen Titel „Mehr Fortschritt wagen“ den Titel des<br>
Koalitionsvertrages der ersten sozialliberalen Koalition und Willy Brandt zitiert: Mehr<br>
Demokratie wagen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In ihm ist auf Seite 101 festgehalten: „Wenn ein Kind in die Ehe zweier Frauen geboren wird,<br>
sind automatisch beide rechtliche Mütter des Kindes, sofern nichts anderes vereinbart ist.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Dringlichkeit der Reform</strong><br><br>
Es besteht Sorge in den Regenbogenfamilienzentren, dass das historische Zeitfenster, das die<br>
aktuelle Legislaturperiode bedeutet, verstreichen könnte, und diese aus menschlicher und<br>
gleichstellungspolitischer Perspektive dringende Reform weiter verschleppt werden könnte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Reform des Abstammungsrechtes und die Gleichstellung von Regenbogenfamilien ist längst<br>
überfällig, so sehr, dass viele Bundesbürger*innen, Mitglieder der Grünen Partei und sogar<br>
Hebammen gar nicht wissen, dass diese Ungleichstellung weiterhin besteht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sie äußert sich nicht nur in der langwierigen, kostspieligen, in einem vulnerablen Moment<br>
wie der Zeit nach der Geburt eines Kindes in die Intimsphäre eingreifenden und<br>
diskriminierenden Prozedur eines Adoptionsverfahrens, das für diese Familienkonstellation<br>
gänzlich ungeeignet ist, sondern auch in der Ungleichbehandlung von<br>
Kinderwunschbehandlungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1990800">https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1990800</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://cms.gruene.de/uploads/assets/Wahlprogramm-DIE-GRUENEN-Bundestagswahl-2021_barrierefrei.pdf">https://cms.gruene.de/uploads/assets/Wahlprogramm-DIE-GRUENEN-Bundestagswahl-2021_barrierefrei.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/ein-familienrecht-das-vielfalt-unterstuetzt-die-reform-zum-abstammungsrecht-kommt">https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/ein-familienrecht-das-vielfalt-unterstuetzt-die-reform-zum-abstammungsrecht-kommt</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/kinderdiskriminierung-beenden-abstammungsrecht-reformieren">https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/kinderdiskriminierung-beenden-abstammungsrecht-reformieren</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.lsvd.de/de/ct/9288-Buendnis-fuer-Gleiche-Rechte-fuer-Regenbogenfamilien#:~:text=Das%20geltende%20Abstammungsrecht%20verwehrt%20Kindern,aber%20bisher%20nicht%20t%C3%A4tig%20geworden">https://www.lsvd.de/de/ct/9288-Buendnis-fuer-Gleiche-Rechte-fuer-Regenbogenfamilien#:~:text=Das%20geltende%20Abstammungsrecht%20verwehrt%20Kindern,aber%20bisher%20nicht%20tätig%20geworden</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.lsvd.de/de/politik/lebensrealitaeten/regenbogenfamilien-anerkennen">https://www.lsvd.de/de/politik/lebensrealitaeten/regenbogenfamilien-anerkennen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://lesbenring.de/lesbenthemen/regenbogenfamilien/">https://lesbenring.de/lesbenthemen/regenbogenfamilien/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.nodoption.de/faq">https://www.nodoption.de/faq</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.spiegel.de/panorama/heldin-des-alltags-oktober-die-anwaeltin-lucy-chebout-streitet-fuer-lesbische-paare-a-852ac068-b0ef-4e95-9326-a80b0b2846d7">https://www.spiegel.de/panorama/heldin-des-alltags-oktober-die-anwaeltin-lucy-chebout-streitet-fuer-lesbische-paare-a-852ac068-b0ef-4e95-9326-a80b0b2846d7</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/rechtliche-diskriminierung-queerer-familien-kommt-jetzt-die-reform-des-abstammungsrechts-10997365.html">https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/rechtliche-diskriminierung-queerer-familien-kommt-jetzt-die-reform-des-abstammungsrechts-10997365.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://verfassungsblog.de/pferd-auf-dem-flur/">https://verfassungsblog.de/pferd-auf-dem-flur/</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Apr 2024 23:10:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R - 01: Selbstbestimmung und reproduktive Rechte </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2652</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrtat (dort beschlossen am: 22.04.2024)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2652</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein Grundrecht, das für alle Frauen und Mädchen gelten muss. Das ist seit jeher die Position von Bündnis 90/ Die Grünen.<br>
Dazu gehört das Recht auf Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen, die elementarer Bestandteil einer guten Gesundheitsvorsorge sind und realisiert werden müssen.<br><br>
Die Entscheidung, ob eine Frau eine Schwangerschaft abbricht oder nicht, ist allein ihre. Schwangere brauchen für diese Entscheidung gute Beratungs- und Versorgungsstrukturen, die sie unterstützen und keine Bevormundung oder Drohungen mit dem Strafrecht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen daher sehr, dass die Bundesregierung mit der Einsetzung der interdisziplinären Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin einen wichtigen Schritt gegangen ist, um auszuloten, ob und wie eine Regelung außerhalb des Strafrechts aussehen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vorgestellten Empfehlungen sind hinsichtlich des Umgangs mit Abbrüchen in der Frühphase der Schwangerschaft eindeutig: Einstimmig stellt die Kommission fest, dass Abbrüche in dieser Phase rechtmäßig und erlaubt sein sollten. Für die mittlere Phase der Schwangerschaft stehe dem Gesetzgeber ein Gestaltungsspielraum zu und lediglich in der Spätphase würde der Schutz des ungeborenen Lebens so stark an Bedeutung gewinnen, dass Abbrüche hier nur in Ausnahmen erlaubt werden und grundsätzlich rechtswidrig bleiben sollten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bericht der Kommission lässt aber auch einigen Spielraum für die Gesetzgebung. Darüber müssen wir in eine produktive und breite Debatte kommen, die wir respektvoll und fair führen wollen. Diese Debatte führen wir mit dem Ziel, die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen endlich sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat stellt fest:<br>
Die Empfehlungen der Kommission zeigen deutlich, dass die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in der frühen Schwangerschaft möglich und notwendig ist. Alle notwendigen Regelungen hierzu können außerhalb des Strafrechts getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Empfehlung begrüßen wir und setzen uns für entsprechende rechtliche Änderungen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine gute Beratungs- und Versorgungsstruktur ist notwendig. Wie im Bericht beschrieben, leistet sie einen wichtigen Beitrag, um die Frauen bei der Abwägung für oder gegen die Fortsetzung einer Schwangerschaft zu unterstützen. Diese Beratung muss freiwillig und ergebnisoffen erfolgen. Die Beratungsstruktur muss abgesichert und bezüglich der Niedrigschwelligkeit und Barrierefreiheit des Angebots ausgebaut werden. Dies kann durch einen Rechtsanspruch auf Beratung gewährleistet werden. Zur weiteren Absicherung des Beratungsangebots ist es sinnvoll, eine Verpflichtung der Ärzt*innen vorzunehmen, die Schwangere vor einem Schwangerschaftsabbruch auf die Möglichkeit einer zeitnahen und ergebnisoffenen Beratung zu informieren.<br>
Wir teilen auch die Position der Kommission, dass nicht selbstbestimmte und unsichere Abbrüche strafrechtlich verfolgt werden müssen. Dazu gehören die Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs gegen den Willen der Frau, die Nötigung zur Vornahme oder Unterlassung eines Abbruchs, die Durchführung eines Abbruchs durch nicht qualifizierte Personen sowie die vorsätzliche und fahrlässige Schädigung des Ungeborenen durch Dritte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden uns weiterhin auf allen Ebenen für die umfassende Selbstbestimmung von Frauen und legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche einsetzen. Denn wir haben auf Bundesebene die historische Chance, mit der SPD und der FDP eine überfällige Reform umzusetzen.<br>
Die Expert*innen sind sich einig: Der Paragraph 218 in seiner jetzigen Form hat nichts im Strafgesetzbuch zu suchen. Und für diese Position gibt es auch die nötigen gesellschaftlichen Mehrheiten. Wir haben eine klare Position und werden nun auf unsere Koalitionspartner zugehen und fordern sie auf, den Kommissionsbericht ernstzunehmen und die Entkriminalisierung zeitnah mit uns auf den Weg zu bringen.<br>
Wir fordern die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen auf, im Rahmen ihrer parlamentarischen Möglichkeiten die darüber hinausgehende notwendige Debatte mit der Öffentlichkeit zu führen und darauf hinzuwirken, dass die Empfehlungen der Kommission zügig in politisches Handeln übersetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer es mit dem Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung, mit der liberalen Gesellschaft und Freiheit ernst meint, hat mit dem Kommissionsbericht jetzt eine gute Grundlage, um endlich zu handeln!</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Apr 2024 16:42:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A - 01: Istanbulkonvention für geflüchtete Frauen konsequent umsetzen – Rechtsruck und Antifeminismus entgegenstehen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2648</link>
                        <author>Theda de Morais Dourado (KV Düsseldorf)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/motion/2648</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Istanbul-Konvention verankert den Schutz von Frauen und Mädchen endlich gesetzlich für alle Frauen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus in Deutschland und der EU. Dies schließt die Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen geflüchtete Frauen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kürzlich beschlossenen Asylrechtsverschärfungen des „Gemeinsamen europäischen Asylsystems“ (kurz: GEAS) widersprechen unseres Erachtens diesem gesetzlichen Auftrag. Die Istanbul-Konvention gibt eine sensible Prüfung individueller Schutzgründe durch geschultes Personal in Asylverfahren vor. Schnellverfahren an den Außengrenzen verhindern dies und somit das Erkennen oder geltend machen geschlechtsspezifischer Fluchtgründe. Denn damit Frauen erlebte geschlechtsspezifische Gewalt als Fluchtgrund äußern können, braucht es genug Zeit, Feinfühligkeit und eine sichere, unterstützende Umgebung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, dass Frauen, die vor geschlechtsspezifischer Gewalt, wie sexualisierter Gewalt, Femiziden, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung, fliehen und auf ihrer Flucht oft wieder Gewalt erleben, in Europa endlich Schutz und Zuflucht finden, statt der Willkür in Hafteinrichtungen ausgeliefert zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Deutschland muss die Umsetzung der Istanbul-Konvention noch vehementer forciert werden. Der Kontrollausschuss des Europarats GREVIO weist in seinem ersten Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland zahlreiche Umsetzungslücken auf, und zwar besonders bezüglich geflüchteter Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Einklang mit GREVIO verlangen wir den Einsatz unserer Regierung für die sichere Unterbringung asylsuchender FLINTA sowohl in Deutschland als auch an den Außengrenzen der EU. Dafür muss unter anderem die Anwendung des Gewaltschutzgesetzes in Unterkünften für Geflüchtete sichergestellt werden. Betroffene von Partnerschaftsgewalt, deren Aufenthaltsstatus von dem Aufenthaltsstatus ihres Ehemanns abhängt, sollen einen eigenständigen Aufenthaltstitel erhalten können, damit sie sich aus Gewaltbeziehungen lösen können. Außerdem fordern wir die proaktive Thematisierung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe in Asylverfahren an den Außengrenzen und in Deutschland, und zwar durch geschultes, sensibles Personal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die schnelle, wirksame und vorbehaltlose Umsetzung der Istanbul-Konvention steht Dank unserer Grünen Verhandler*innen im Koalitionsvertrag. Wir fordern alle Mandatsträger*innen und Parteifunktionär*innen von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN dazu auf, sich im Einklang mit unserem Grundsatzprogramm weiter für ein humanes Asylrecht und die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention für geflüchtete Frauen in Deutschland und Europa einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat akzeptiert die Asylrechtsverschärfungen nicht als das neue Normal oder gar als Erfolg. Wir schließen uns der BAG Frauen an, die die Zustimmung zur GEAS-Reform als antifeministischen Rückschritt und eine Bestärkung des rechten Populismus in Europa bezeichnet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass immer weitere Zugeständnisse den Diskurs und das Machbare in der Migrationspolitik verschoben haben und weiter verschieben werden. Dies nutzt rechten Parteien und fördert Rassismus und Gewalt in der Gesellschaft. Als intersektional feministische Partei können wir dies nicht akzeptieren. Um dem Rechtsruck und dem immer einhergehenden Antifeminismus entgegenzuwirken, ist es notwendig, klare Haltung für die Menschenrechte zu zeigen und für die Umsetzung und Einhaltung der Istanbul-Konvention zu kämpfen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Schon jetzt zeigt die Praxis, dass insbesondere geflüchtete Frauen und andere vulnerable Gruppen in Lagern an den Außengrenzen häufig Gewalt erleben. Die Asylrechtsverschärfungen durch die GEAS-Reform werden diese diese Situation massiv verstärken. Das Bündnis Istanbul-Konvention, das aus zahlreichen Frauenrechtsorganisationen und weiteren Verbänden besteht, lehnt die GEAS-Reform vehement ab. Zu erwarten sei nicht eine bessere Asylpolitik, sondern eine weitere Eskalation der Gewalt an den EU-Außengrenzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Menschen, für die ein &quot;Grenzverfahren&quot; vorgesehen ist, sollen an der EU-Außengrenze bald wochenlang unter haftähnlichen Bedingungen verbringen. In den verriegelten Lagern werden absehbar sowohl die Rechtsschutzmöglichkeiten als auch der Zugang zu Beratung und adäquater medizinischer oder psychologischer Unterstützung stark eingeschränkt sein. Diese Grenzverfahren sollen für Schutzsuchende aus Ländern mit einer Anerkennungsquote von unter 20% verpflichtend sein, sind aber auch für andere Gruppen möglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für queere Menschen, wie bspw. lesbische oder trans Frauen, ist es in einem Lager oft nicht sicher, sich zu outen. So können sie queerfeindliche Verfolgung als Fluchtgrund oft nicht nennen. Das kann zu einer zu schnellen Abschiebung oder dem Verbleib in einer Hafteinrichtung führen, in der sie nicht sicher sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die GEAS-Reform soll der Antrag auf Schutz außerdem nicht mehr formlos möglich sein, sondern nur vor bestimmten Behörden. Das heißt, eine Person, die die Grenze übertritt und einem Soldaten formlos mitteilt, dass sie Schutz sucht, soll noch keinen Status als Asylsuchende haben. Dies verstärkt Machtgefälle und Abhängigkeit und somit das Risiko für geschlechtsspezifische Gewalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Reform, den wir kritisch sehen, ist das Konzept der sogenannten “sicheren Drittstaaten”. Es erlaubt, geflüchtete Menschen in Länder abzuschieben, in denen die Genfer Flüchtlingskonvention nicht vorbehaltlos gelten muss. So schickt dieser sogenannte sichere Drittstaat eine schutzsuchende Frau im schlimmsten Fall zurück in hier Heimatland, es kommt also zur Kettenabschiebung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das bedeutet: Frauen werden in Grenzverfahren absehbar sowohl mehr Gewalt, als auch überproportional ungerechtfertigten Abschiebungen ausgesetzt sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt einer Politik der Abschreckung streben wir nach einer menschenrechtsbasierten, feministischen Politik, die Evidenzen anerkennt. Diese zeigen, dass Abschreckung und Schikane nichts außer Leid bewirken und vermeintliche Pull-Faktoren kein Grund für Flucht sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unsere Abgeordneten im EU-Parlament haben mit aller Kraft versucht, die massiven Verschlechterungen für Schutzsuchende durch die GEAS-Reform zu verhindern. Sie brauchen unsere Unterstützung und Rückenwind.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Apr 2024 23:50:08 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T 01: Vorschlag zur Tagesordnung</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1bfr24/vorschlag-zur-tagesordnung-46653</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrtat (dort beschlossen am: 07.03.2024)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1bfr24/vorschlag-zur-tagesordnung-46653</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ordentlicher Bundesfrauenrat 2024, 4. – 5. Mai 2024, Berlin</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vorschlag zur Tagesordnung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Samstag 4.5.2024</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>9:30 Uhr Ankommen/ Akkreditierung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10 Uhr <strong>Beginn der Sitzung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Begrüßung und Formalia</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Politische Rede und Aussprache</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ricarda Lang, </strong>Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Antifeminismus und Rechtsruck als Gefahr für unsere Demokratie <strong>Ricarda Lang</strong>, N.N.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Grüne Maßnahmen gegen Hass</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Emily Büning</strong>, Politische Geschäftsführerin</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Der Schutz unserer Demokratie auf den Straßen und Parlamenten, Frauenpolitik im Vorfeld<br>
der Landtagswahlen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>mit <strong>Lucie Hammecke</strong>, Abgeordnete im Sächsischen Landtag, <strong>Katja Meier</strong>, sächsische<br>
Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, <strong>Madeleine<br>
Henfling</strong>, MdL (angefragt)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Reproduktive Selbstbestimmung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ergebnisse der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung<br>
mit <strong>Lisa Paus</strong>, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Prof. Dr.<br><strong>Liane Wörner</strong>, LL.M. (UW-Madison)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 18:30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anschließend Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sonntag 5.5.2024</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>9:30 Uhr Ankommen und Formalia</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 Für ein Europa, das Frauen schützt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Terry Reintke</strong>, Unsere Europäische Spitzenkandidatin<br><strong>Anna Krenz,</strong> Gründerin von Dziewuchy Berlin (angefragt), N.N.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Vorstellung der Vielfaltserhebung der Partei<br><strong>Pegah Edalatian</strong>, Stellvertretende Bundesvorsitzende und vielfaltspolitische Sprecherin</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 9 Verschiedenes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 14 Uhr</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Apr 2024 11:39:31 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>