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            <title>1. Ordentlicher Länderrat 2026: Alles</title>
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                <title>1. Ordentlicher Länderrat 2026: Alles</title>
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                        <title>F-02: Geschäftsordnung des Parteirats</title>
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                        <author>Länderrat (dort beschlossen am: 28.06.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(1) Der Parteirat berät den Bundesvorstand, koordiniert die Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen, Regierungsmitgliedern und den Landesverbänden zwischen den Sitzungen des Länderrates und plant gemeinsame politische Initiativen. Zur Ausführung seiner Aufgaben kann der Parteirat Beschlüsse fassen. (Satzung § 17 Abs. 1)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(2) Der Parteirat wird vom Bundesvorstand unter Angabe der Tagesordnung in der Regel fünf Tage vor der Sitzung einberufen. Zu einer außerordentlichen Sitzung tritt der Parteirat zusammen, wenn ein Fünftel seiner Mitglieder oder der Bundesvorstand dies verlangen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(3) Die Parteivorsitzenden leiten im Regelfall die Sitzungen. Die Parteiöffentlichkeit kann von den Sitzungen ausgeschlossen werden. Der Parteirat kann Gäste einladen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(4) Es gilt eine generelle Redezeitbegrenzung von drei Minuten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(5) Beschlüsse fasst der Parteirat mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern nicht die Satzung des Bundesverbandes anderes vorschreibt. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(6) Die Beschlüsse des Parteirates werden protokolliert (Bundesgeschäftsstelle). Das Protokoll gilt als genehmigt, wenn zwei Wochen nach Verschickung kein Mitglied des Parteirates widersprochen hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(7) Der Parteirat kann Arbeitsgruppen einrichten. Sie sind mit einem bestimmten Auftrag für einen bestimmten Zeitraum zu benennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(8) Im Übrigen gilt die Geschäftsordnung der Bundesdelegiertenkonferenz entsprechend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Beschlossen auf der Parteiratssitzung am 08.12.2025; lt. Satzung § 18 (3) zu bestätigen durch den Länderrat.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 13:06:04 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E-01: Wahl EGP-Congress Delegierte</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/wahl-egp-congress-delegierte-3860</link>
                        <author>Länderrat (dort beschlossen am: 28.06.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Kongress (Congress) der Europäischen Grünen Partei (EGP) hat BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN insgesamt sechs Delegiertenplätze zu besetzen. Wir schlagen dem Länderrat vor, folgende Personen zu delegieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Verfahren: Die vorgeschlagenen Personen wurden jeweils aus den entsprechenden Gremien und Organen nominiert. Eine Vorstellung der benannten Personen findet nicht statt. Der Länderrat bestätigt die Vorschläge – wie auch in den vergangenen Jahren – in einer öffentlichen Abstimmung über den Antrag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwei Delegierte des <strong>Bundesvorstandes:</strong><br>
Franziska Brantner, Sven Giegold</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vier Ersatzdelegierte des Bundesvorstandes:<br>
Pegah Edalatian, Heiko Knopf, Gesine Märtens und Felix Banaszak</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Delegierter der <strong>BAG Europa:</strong><br>
Torben Wöckner</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Drei Ersatzdelegierte der <strong>BAG Europa</strong>:<br>
Kathleen Wabrowetz, Liliane Pollmann und Sienna Leesberg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Delegierter der<strong> Grünen Jugend:</strong><br>
David Diestel</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Delegierte der deutschen <strong>Gruppe im Europaparlament:</strong><br>
Terry Reintke</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Drei Ersatzdelegierte der deutschen <strong>Gruppe im Europaparlament</strong>:<br>
Michael Bloss, Anna Cavazzini, Daniel Freund</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Delegierte der <strong>Bundestagsfraktion:</strong><br>
Chantal Kopf</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Drei Ersatzdelegierte der <strong>Bundestagsfraktion</strong>:<br>
Anton Hofreiter, Claudia Roth, Julian Joswig</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 13:04:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K-01: Verwendung Künstlicher Intelligenz bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/verwendung-kunstlicher-intelligenz-bei-bundnis-90-die-grunen-59840</link>
                        <author>Länderrat (dort beschlossen am: 28.06.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Künstliche Intelligenz ist die größte technologische Veränderung seit der industriellen Revolution. Sie verändert die Arbeit in nahezu allen Betrieben, Behörden und Organisationen. Auch in unserer Partei wird KI an vielen Stellen bereits genutzt, in der Regel jedoch außerhalb geregelter Prozesse und ohne gemeinsame Standards. Diese Realität anzuerkennen ist die Voraussetzung dafür, sie aktiv zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben sich als Partei nie davor gescheut, technologische Umbrüche anzunehmen und sie zum Maßstab grüner Werte zu machen. Genau diesen Anspruch lösen wir auch in unserer eigenen Organisation ein. Den Möglichkeiten von KI verschlossen zu bleiben, wäre fahrlässig. Sie unreflektiert zu übernehmen, wäre unklug. Wir wählen einen dritten Weg: Wir nutzen KI souverän, gestalten den Einsatz selbstbestimmt und richten ihn an unseren Werten aus: an Demokratie, digitaler Souveränität, Datenschutz, Transparenz, Nachhaltigkeit, Teilhabe, Gemeinwohlorientierung, Barrierefreiheit, Fairness und einem verantwortungsvollen, diskriminierungsfreien Umgang mit Technologie. Der Einsatz von KI darf nicht dazu führen, dass kreative und kulturelle Arbeit systematisch durch automatisierte Systeme ersetzt wird. KI soll Menschen unterstützen, nicht ersetzen, demokratische Prozesse stärken statt manipulieren und offen, nachvollziehbar sowie im Sinne des Gemeinwohls eingesetzt werden. Dabei achten wir auf Datensparsamkeit, ökologische Verantwortung, Schutz schöpferischer Leistung, offene Standards und eine starke europäische digitale Infrastruktur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die politische Arbeit unserer Partei ist text-, daten- und kommunikationsintensiv. Das gilt für die strategisch-inhaltliche Arbeit ebenso wie für Kommunikation, Mitgliederbetreuung, Wahlkampforganisation, Veranstaltungs- und Wissensmanagement und die Verwaltung. Genau dort entfaltet KI heute ihren größten Nutzen. Sie beschleunigt Recherche und Synthese, bereitet Entwürfe vor, automatisiert Routinen, übersetzt, strukturiert große Mengen an Eingaben und entlastet Mitarbeitende von kleinteiliger Arbeit. So wird Zeit frei für das, was nur Menschen können: politisches Urteil, Beziehungsarbeit, kreative und kulturelle Gestaltung.<br><br>
Die technische Landschaft ist im dauerhaften Wandel. Modelle, Anbieter und Risiken verändern sich in Wochen, nicht in Jahren. Der Bundesverband beobachtet die Entwicklung eng, aktualisiert sowohl die offenen als auch die kommerziellen Modelle gemäß einer transparenten Priorisierung und passt Ausschluss- und Anbieterlisten regelmäßig an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Umgang mit KI wird damit zu einer dauerhaften organisatorischen Aufgabe, die Austausch, Weiterbildung, Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung voraussetzt. Mit der Weiterentwicklung von KI-Systemen verändern sich auch mögliche Sicherheitsrisiken fortlaufend, sowohl bei Open-Source-Modellen als auch bei kommerziellen Anwendungen. Neue Systeme können zusätzliche Angriffsflächen schaffen oder missbräuchliche Nutzungen erleichtern. Deshalb müssen technische, organisatorische und rechtliche Risiken kontinuierlich beobachtet, bewertet und an neue Entwicklungen angepasst werden. Sicherheitsprüfung ist damit keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemeinsame Handlungsempfehlungen werden daher nie abgeschlossen sein, sondern legen einen gemeinsamen Entwicklungsprozess, Anwendungen, Regelungen und Verfahren fest, die regelmäßig evaluiert werden. Erfahrungen aus der Praxis werden aufgenommen und neue Erkenntnisse systematisch berücksichtigt. Ziel ist es, schrittweise tragfähige Standards aufzubauen, aus der Nutzung zu lernen und auf Veränderungen handlungsfähig reagieren zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Beschluss </strong><br>
Der Bundesverband und die Landesverbände erarbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Digitalstrategie Handlungsempfehlungen für den Einsatz von KI in der politischen Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende Prinzipien sollen dafür leitend sein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Souveränität </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Einsatz von KI im Bundesverband folgt dem Grundsatz digitaler Souveränität, wie ihn die 51. Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover (November 2025) im Beschluss „Digitale Souveränität stärken&quot; festgehalten hat. Wir wollen frei entscheiden können, welche Technologien wir einsetzen, auf welcher Infrastruktur sie laufen und welche Daten sie verarbeiten. Wir vermeiden neue Abhängigkeiten und bauen bestehende ab. Was aus Mitgliedsbeiträgen finanziert wird, soll der Partei und ihren Strukturen langfristig zugutekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Self-Hosted KI-Interfaces als Standard </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eingesetzt werden selbst betriebene, auf Open Source basierende KI-Interfaces. Sie laufen auf souverän kontrollierter Infrastruktur, lokal oder bei einem europäischen Auftragsverarbeiter, und greifen in der Standardkonfiguration auf offene, frei verfügbare Modelle zurück.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wo Anwendungsfälle die Fähigkeiten offener Modelle erkennbar überschreiten, kann das interne Interface um geprüfte kommerzielle Modelle europäischer Anbieter erweitert werden. In zu begründenden Ausnahmefällen können geprüfte kommerzielle KI-Plattformen auch direkt und außerhalb der eigenen Sandbox genutzt werden. Das betrifft Anwendungsfälle, in denen plattformspezifische Funktionen erforderlich sind, die sich technisch nicht über die eigene Schnittstelle abbilden lassen, etwa fortgeschrittene multimodale Werkzeuge, spezialisierte Recherche- und Analysefunktionen oder die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen auf einer gemeinsamen Plattform.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die direkte Nutzung kommerzieller Modelle ist die Ausnahme, nicht die Regel. Für sie gelten zusätzliche Auflagen.<br><br><strong>Energie- und Ressourcenverbrauch. </strong>Bei der Auswahl und Nutzung von KI-Systemen wird deren Energie- und Ressourcenverbrauch transparent berücksichtigt. Bevorzugt werden ressourcenschonende und energieeffiziente Lösungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wahrung von Urheber- und Leistungsschutzrechten.</strong> Der KI-Einsatz respektiert geistiges Eigentum. Inhalte werden nicht ohne Berechtigung verarbeitet oder reproduziert, fremde Werke werden nicht ungekennzeichnet übernommen. Bei der Auswahl von Modellen werden Anbieter bevorzugt, die ihre Trainingsdaten transparent machen und Urheber*innen angemessen beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausschluss von Diskriminierung. </strong>KI-Systeme dürfen nicht eingesetzt werden, wo sie Diskriminierung erzeugen oder verfestigen. Modelle und Anwendungen werden auf Verzerrungen geprüft, insbesondere auf rassistische, sexistische, antisemitische, queerfeindliche oder behindertenfeindliche Muster. Auffällige Modelle werden nicht eingesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreiheit.</strong> KI-Werkzeuge in der BGSt werden so ausgewählt und konfiguriert, dass sie für Mitarbeitende mit Behinderungen zugänglich sind. Barrierefreiheit nach den geltenden Standards (BITV, WCAG) ist verbindliches Auswahlkriterium. Wo KI-Werkzeuge Barrieren senken können, etwa bei Texterstellung, Übersetzung oder Bildbeschreibung, werden sie aktiv dafür eingesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Transparenz </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wesentlich KI-erstellte Inhalte werden, wo es für Empfänger*innen oder die Öffentlichkeit relevant ist, gekennzeichnet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Beschaffungsregeln</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Politisch oder ideologisch manipulierte KI-Modelle sind ausgeschlossen und die Liste der empfohlenen KI-Modelle wird regelmäßig überprüft. KI wird DSGVO- und AI-Act-konform eingesetzt; Anwendungen, die in die Rechte von Mitarbeitenden oder Mitgliedern eingreifen, sind ausgeschlossen. In der Beschaffung gilt „Open Source first“, offene Standards und die Vermeidung von Abhängigkeiten. Energie- und Ressourceneffizienz sind verbindliche Auswahlkriterien. Europäische Anbieter werden bevorzugt; Ausnahmen müssen begründet und dokumentiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Weiterbildung </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bundesverband und Landesverbände bauen für Anwendungsfälle, Schulungen, Sicherheits- und Datenschutzfragen eine Unterstützungsstruktur auf.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 13:03:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-01: Nah am Menschen, stark im Wandel</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/nah-am-menschen-stark-im-wandel-57502</link>
                        <author>Länderrat (dort beschlossen am: 28.06.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland im Sommer 2026: Ein erschöpftes, gereiztes, Orientierung suchendes Land geht in die Sommerferien. Ein Land, das nach Halt sucht, sich Sorgen um den Zusammenhalt macht. Viele haben das Gefühl, dass die Gemeinschaft auseinanderdriftet, dass nicht mehr selbstverständlich ist, was uns lange getragen hat. Gleichzeitig kommen viele Menschen zusammen, um gemeinsam etwas zu schaffen, sei es im Job, in Vereinen oder in der Nachbarschaft. Menschen arbeiten gemeinsam an Projekten, unterstützen sich im Alltag oder schauen einfach gemeinsam Fußball. Sie investieren, allen politischen Fehlentscheidungen zum Trotz, in die Transformation, beweisen Risikobereitschaft und übernehmen Verantwortung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist keine normale Zeit, kein normales Jahr, kein normaler Sommer. Es ist der Sommer, in dem sich Demokrat*innen darüber bewusst werden müssen, was es zu bewahren, was es zu erkämpfen gilt. Es ist der Sommer, in dem sie alle Überzeugung, alle Kraft, alle Kreativität, alle Entschlossenheit mobilisieren müssen. In Sachsen-Anhalt steht die Frage im Raum, ob erstmals seit 1945 eine Partei in der Traditionslinie der Nationalsozialisten, eine verfassungsfeindliche Partei, nicht nur Diskursmacht erhält, sondern auch Regierungsmacht übertragen bekommt. Dieses Szenario ist den Umfragen zufolge weder ausgemacht noch ausgeschlossen. Es kann aber auch ganz anders kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Resignation, für Fatalismus und Trägheit gibt es keinen Anlass, ganz im Gegenteil. Wir sind davon überzeugt, dass sich dieser Einsatz lohnt und dass er wirkt. Als Demokrat*innen gehen wir selbstbewusst und mit geradem Rücken und skizzieren, was sich alles erreichen lässt. Wir wollen das Versprechen erneuern, dass Veränderung Verbesserung bedeuten kann. Hoffnung ist keine naive Haltung, Hoffnung ist eine politische Praxis. Hoffnung heißt nicht: „Alles wird gut.“ Hoffnung heißt: Es ist noch nicht entschieden und Handeln ändert etwas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In dieser Zeit braucht es eine Bundesregierung, die das Land stabilisiert, die Halt und Orientierung gibt und die Hoffnung und Zuversicht stiftet. Die Verunsicherung ist real. Und sie hat handfeste Gründe. Viele Menschen sorgen sich vor einer Ausweitung des Krieges in Europa. Diese Sorge nehmen wir ernst, und wir geben darauf eine klare Antwort: Sicherheit entsteht nicht durch Beschwichtigung, sondern durch verantwortungsvolle Stärke. Wir stehen solidarisch an der Seite der Menschen in der Ukraine und aller Menschen, die unter kriegerischen Konflikten leiden. Wir wissen, dass Deutschlands Sicherheit in einem geeinten, handlungsfähigen Europa, das sich klar zur Unterstützung der Verteidigung der Ukraine verpflichtet, am besten aufgehoben ist. Europäische Zusammenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern unser stärkster Schutz gegen Aggressoren von außen und gegen das Chaos, das Trump in die Welt bringt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sicherheit heißt für uns auch Sicherheit vor wirtschaftlichem Abstieg, Sicherheit in der Energieversorgung, ein verlässlicher Sozialstaat. Für nicht wenige ist allein durch gestiegene Sprit- und Kerosinkosten der lange geplante Urlaub nicht drin oder wird eingeschränkt. Die Unsicherheit, was im Herbst, im Winter oder im nächsten Jahr an zusätzlichen Belastungen kommen mag, ist groß. Unsere Volkswirtschaft in einer andauernden strukturellen Krise, die Sorge um wirtschaftlichen und in der Folge auch persönlichen Abstieg treibt die Menschen um.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen vor zentralen Weggabelungen: Lernen wir aus den Fehlern der Vergangenheit und lösen wir uns aus der Abhängigkeit von Öl und Gas? Oder machen wir das Gegenteil, schlicht der Ideologie halber oder als Kniefall vor dem fossilen Lobbyismus? Gibt es noch Entlastung für die besonders unter den Preisen leidenden Menschen? Oder landen die mühsam zusammengesuchten Steuergelder am Ende doch zu relevantem Anteil bei den Mineralölkonzernen und nicht in den Portemonnaies der Bürger*innen? Erneuert die Politik das Versprechen, dass das Leben für die Menschen funktioniert, dass der Alltag bezahlbar ist</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>dass der Staat seinen Aufgaben nachkommt und jede und jeder den gleichen Zugang zu seinen Angeboten und Institutionen hat? Oder bleibt der zeitnahe Facharzttermin ein Privileg für Besserverdienende, die Kita-Betreuung vor Ort ein Glücksspiel, die Mobilität ohne kostengünstiges 9-Euro-Ticket weiterhin eine Frage des Geldbeutels und der Fahrplan eine grobe Orientierung?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesregierung setzt der Verunsicherung leider wenig entgegen, sondern befeuert sie durch ständigen Streit. Tatkraft und Lösungskompetenz, Kompromissfähigkeit und Weitsicht fehlen. Die Koalitionspartner haben sich ineinander verhakt, sind von inneren Kämpfen ermattet, bewegungsunfähig, nervös und kraftlos. Das Einzige, worauf sich Union und SPD verlässlich verständigen können, sind Rückschritte im Klimaschutz – auch auf Kosten unserer Sicherheit und des Geldbeutels der Bürger*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn der Bundeskanzler über Mathematik und Demografie spricht, hören viele Menschen: Kälte. Härte. Kahlschlag. Kein Wunder, dass Gewerkschaften und Sozialverbände gegen den drohenden Abbau sozialer Rechte und sozialer Standards Sturm laufen. Denn das, was von der Regierung in diesen Tagen als Reform präsentiert wird, führt in Wahrheit nur dazu, dass das Leben sehr vieler Menschen schlechter und schwerer wird.Deshalb gilt unsere Solidarität den Familien und Arbeitnehmer*innen und all denen, die sich für sie einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es braucht eine klare Perspektive, wofür es sich zu kämpfen lohnt, was erreicht werden kann, wenn alle mitmachen. Eine Perspektive, dass die Belastungen gerecht ausgestaltet und fair verteilt und eben nicht einseitig bei denen abgeladen werden, die sich am wenigsten wehren können. Diese Perspektive, dieser Aufbruch fehlt. So kann man ein Land in der Krise nicht regieren, so kann man es nicht aus der Krise führen. Das Ergebnis ist eine lange nicht dagewesene Verhärtung der politischen Debatten, innerhalb der Koalition, zwischen den Sozialpartnern und in der Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während die Regierung aktuell nur Privilegien und Reichtum schützt, selbst aber keine Reformen schafft, sind wir bereit, gerecht zu reformieren, zu hinterfragen und haben Lust darauf, Neues zu gestalten. Wir sehen die Zukunft nicht nur als Risiko, sondern vor allem als große Chance. Deshalb wollen wir diese Zuversicht raubende Dynamik des schwarz-roten Regierungsalltags durchbrechen und ihr einen hoffnungsstiftenden Zukunftsmut entgegensetzen. Bei den nötigen Reformen geht es darum, den Sozialstaat zu erhalten und an den Stellen, an denen er heute noch nicht ausreichend Schutz für die Menschen bietet, zu stärken, und nicht abzubauen. Bei den Belastungen heißt das, zuerst bei denen anzusetzen, die sie am ehesten schultern können – und nicht bei denen, die ohnehin kaum noch über die Runden kommen. Es heißt, Privilegien und Reichtum nicht unangetastet zu lassen, während alle anderen den Gürtel enger schnallen sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei ist für uns klar, dass historische Errungenschaften der Arbeiter*innenbewegung wie beispielsweise der gesetzliche Kündigungsschutz oder die gesetzliche Tageshöchstarbeitszeit erhalten bleiben müssen, auch wenn wir Beschäftigten ermöglichen wollen, bei der Erbringung ihrer Arbeitszeit in Absprache mit ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern individuelle und flexible Modelle festzulegen. Gerechte Reformen bedeuten, dort anzusetzen, wo Vermögen seit Jahren wachsen und nicht da, wo arbeitende Menschen immer stärker unter Druck stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Volle Kraft voraus</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Rückenwind aus dem Frühjahr gehen wir voller Motivation in die anstehenden Wahlkämpfe. In Hannover und Lüneburg wollen wir die Rathäuser verteidigen. In Berlin wollen wir das Rote Rathaus gewinnen. Unser Einsatz bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern entscheidet nicht nur darüber, wie viele Prozente BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN jeweils erreichen wird – sondern ob überhaupt noch eine stabile Regierung unter Demokrat*innen in Magdeburg und Schwerin gebildet werden kann. Dieser Verantwortung und politische Tragweite, die weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts und Mecklenburg-Vorpommerns hinausreicht, sind wir uns bewusst. Wir glauben fest an den Wiedereinzug in beide Landtage. Wir geben dafür heute ein klares Versprechen: Diese Wahlen sind nicht die Wahlen der beiden Landesverbände allein. Es sind unsere Wahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir erleben eine Gesellschaft, der nicht egal ist, in welchem Land wir leben. Die unzähligen kleinen und großen Demonstrationen nach dem Treffen Rechtsextremer in Potsdam 2024 oder der gemeinsamen Abstimmung der Union mit Rechtsaußen im Bundestag 2025 haben gezeigt, dass das Land Haltung beweist. Wir wollen diese Kraft der Zivilgesellschaft stärken und den Menschen ein Angebot machen für Demokratie und Freiheit und gegen Rechtsextremismus einzutreten. Wir erleben eine Partei, die so motiviert ist wie noch nie. Dutzende Kreisverbände und hunderte Einzelpersonen aus dem ganzen Land nehmen Urlaubstage, um im Wahlkampf zwischen Rügen und Saale-Unstrut mit anzupacken. Die Spendenbereitschaft ist enorm. Unsere Landesverbände sind hochmotiviert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir bauen auf der Strukturarbeit auf, die im letzten Jahr eine neue Intensität und Dimension erlangt hat. Die Zahl der Kreisverbandspartnerschaften steigt kontinuierlich. Diente der erste Ostkongress im letzten Jahr zur kritischen Bestandsaufnahme und Analyse, zeigt der diesjährige Kongress erste Konsequenzen auf. Die Präsenz des Bundesverbands in den ostdeutschen Landesverbänden hat sich spürbar gesteigert, der neu eingerichtete Vorstandsbeirat tagt und berät zu grüner Kommunikation, Sichtbarkeit vor Ort und einer stärkeren Wirksamkeit grüner Politik. Abgeordnete aus Bundestag und Europäischem Parlament haben neue Büros in Brandenburg und Thüringen eröffnet. Wir begrüßen es, wenn weitere Abgeordnete dem folgen und neue Formate der Wahlkreis-Arbeit erproben und z.B. Beratungs- oder Sprechstunden anbieten. Programmatik, Haltung und Kommunikation der Bundespartei haben sich gewandelt. Wir sind zunehmend vor Ort ansprechbar und stehen an der Seite der Menschen, die sich jeden Tag für die Demokratie und eine freie Gesellschaft einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Beschluss setzen wir genau dort an. Wir werben bei den Wähler*innen nicht nur dafür, die taktisch beste Wahl zu sein, um eine Machtübertragung an Rechtsextreme zu verhindern. Wir haben konkrete Vorschläge, die das Leben in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, in Berlin und im ganzen Land verbessern, im Hier und Jetzt und für das Morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind uns der unterschiedlichen Entwicklungen in verschiedenen Regionen bewusst. Ja, es gibt strukturelle Unterschiede. Doch der Abbau der Unterschiede ist nicht nur eine Entwicklung für diese Region, er ist Herausforderung für Alle. Es geht darum, strukturelle Gerechtigkeitslücken zu schließen und neue Perspektiven zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Energie, die sich rechnet </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Saubere Energie ist nicht Verzicht, sondern der günstigste Weg zu bezahlbarem Strom, neuer Wertschöpfung und guten Arbeitsplätzen vor Ort. Wir sorgen dafür, dass die Kostenvorteile der günstigen Erneuerbaren endlich dort ankommen, wo die Energiewende gemacht wird – gerade in Ostdeutschland. Das ist gerecht: In den ostdeutschen Ländern decken die Erneuerbaren schon rund 75 Prozent der Stromversorgung – weit mehr als der Bundesschnitt von rund 56 Prozent. Mehr als ein Drittel der rund 30.000 Windenergieanlagen an Land stehen im Osten – pro Kopf dreimal so viele wie anderswo, beim Solarstrom fast doppelt so viel. Die ostdeutschen Länder sind Energieregionen und sollen es bleiben. Gleichzeitig gilt: Wer die Energiewende so trägt, soll zuerst von ihr profitieren. Als Bündnisgrüne haben wir die EEG-Beteiligung der Kommunen von 0,2 Cent je Kilowattstunde umgesetzt. Das bringt Geld für Schulen, Feuerwehr und Kitas. Jetzt braucht es Beteiligungsgesetze in allen Ländern– gut, dass es sie jetzt schon an vielen Stellen gibt. Vor Ort hat das spürbare Vorteile: von günstigeren Strompreisen bis zu Cash in die kommunalen Kassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür setzen wir auf regionale Preissignale, dynamische Netzentgelte und Energy Sharing. Regionale Preissignale machen Wind- und Sonnenstrom dort günstig, wo die Anlagen stehen – effizienter, günstiger, mit direkter Teilhabe. Die genaue Zahl der Regionen bzw. auch ein langfristiger Übergang zu knotenscharfen Preisen (Nodal Pricing) ist dabei so zu gestalten, dass der Zuschnitt die Netze entlastet, die Systemsicherheit und Stabilität stärkt, unsere industriellen Kerne erhält, neue Produktionen ermöglicht und den Markt liquide hält. Eine Aufteilung in nur zwei Gebotszonen lehnen wir klar ab: Anders als ein netzscharfer Zuschnitt folgt sie keiner Engpassgrenze, sondern einer politischen Linie – sie würde das Land spalten, ohne die Kostenvorteile für alle zu heben. Gleichzeitig steuern wir mit dynamischen Netzentgelten Flexibilität und netzdienliche Speicher marktwirtschaftlich. Wer Strom nutzt, wann und wo er entsteht, wird belohnt. Dafür starten wir eine Digitalisierungsoffensive für die Netze mit Standards für digitale Anschlussverfahren, transparenten Informationen und einem geordneten Verfahren zur Priorisierung knapper Anschlusskapazitäten. Individuelle Netzanschlussvereinbarungen zwischen Netzbetreiber und Netznutzenden genauso wie die sogenannte Überbauung schaffen zusätzliche Kapazität, um bestehende Netze bestmöglich zu nutzen und Ausbau zu vermeiden. Mit Energy Sharing teilen Bürger*innen, Genossenschaften und Betriebe selbst erzeugten Strom in der Nachbarschaft. Das ermöglichen wir endlich und machen es, wo netzdienlich, finanziell attraktiv und niedrigschwellig zugänglich. Erneuerbare-Energien-Anlagen, Batteriespeicher, Rechenzentren oder Industriebetriebe sollen nicht länger auf den Netzausbau warten müssen. Dafür synchronisieren wir Anschluss- und Ausbauplanung und beschleunigen Planungs- und Genehmigungsverfahren für Netze konsequent weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen ermöglichen und nicht abwürgen, wie es bei Umsetzung der aktuellen Vorschläge der Bundesregierung zum Netzengpassmanagement drohen würde. Wir wollen, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern, den kommunalen Akteuren sowie den Energiemarktakteuren verlässliche Regeln entwickelt, die die regionalen Unterschiede beim Stand der Energiewende und dem Netzausbau berücksichtigen. Auch die Verteilnetzplanung muss dafür verbindlicher werden. Wir müssen die Pflicht der Netzbetreiber zum bedarfsgerechten Ausbau erhalten, um die Energiewende nicht zu gefährden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Märkten, die die Realität im Netz abbilden, sorgen wir für grüne Energie aus der Region, für die Region. All das macht Strom günstiger, Heizen, Kühlen und Elektromobilität wird bezahlbarer. So verdrängen wir über eine schnellere Elektrifizierung Öl und Gas. Hierfür haben wir im vergangenen Herbst bereits umfassende Beschlüsse vorgelegt. Davon profitiert das ganze Land: weniger Netzengpässe und teure Noteingriffe, weniger neue Gas-Kraftwerke, ein stabiles Stromsystem auch in unruhigen Zeiten, die Systemkosten fallen für alle. Die wenigen Back-up-Kraftwerke, die wir für die Systemstabilität noch brauchen, laufen zu Beginn mit Gas, dann mit grünem Wasserstoff.<br><br>
Regionale Preissignale setzen Anreize zudem für die Produktion grünen Wasserstoffs, gerade dort, wo viel erneuerbare Energien vor Ort vorhanden sind. Wir wollen die Elektrolyse von Wasserstoff weiter anreizen, um die klimafreundliche Modernisierung von Industrieregionen wie dem Mitteldeutschen Chemiedreieck mit zigtausenden Industriearbeitsplätzen voranzutreiben und den Beschäftigten eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Die Grundlage für künftige Erfolge haben wir bereits in der letzten bündnisgrünen Regierungsbeteiligung gelegt: Die längste umgewidmete und zusammenhängende Wasserstoffpipeline „Flow“ von Lubmin nach Bobbau, von Mecklenburg-Vorpommern nach Sachsen-Anhalt, zeigt beispielhaft, wie mit der Umstellung fossiler Erdgasleitungen zur Wasserstoffpipeline gewachsene Strukturen in Industrieregionen zukunftsfest gemacht werden.<br><br>
Wir brauchen den Wasserstoff auch für die geplanten Gaskraftwerke. Da der Kohleausstieg marktgetrieben schneller vorangeht, brauchen wir auch hier gesicherte Leistung. Es ist ein schwerer Fehler, dass die Kraftwerksstrategie von Katherina Reiche die Bedarfe der ostdeutschen Länder nicht berücksichtigt und keine Vorgaben für die Umstellung auf grünen Wasserstoff macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade im Sommer gilt: Wer sein E-Auto mittags lädt, dem schickt die Sonne keine Rechnung. Mit dem Solarbonus geben wir 600 kostenlose Sonnenstunden an Haushalte und Betriebe weiter. Regionen mit über 100 Prozent erneuerbarer Erzeugung bekommen 300 Stunden extra. Wo Strom günstig und sauber ist, siedeln sich Rechenzentren, grüner Wasserstoff und neue Industrien an. Das bedeutet Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze vor Ort. Gleichzeitig gilt: Kein bestehender Industriestandort wird schlechtergestellt; stromintensive Betriebe – egal wo – schützen wir vor Mehrkosten, etwa über einen Industriestrompreis finanziert mit den Effizienzgewinnen der Reform. So macht sich die Energiewende mit schwarzen Zahlen auf der Stromrechnung bezahlt – fair für die Regionen, günstiger für alle, stark für den Standort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Starke Wirtschaft durch Innovation</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir streiten für einen starken Wirtschaftsstandort. Dafür braucht es weniger Bürokratie, günstigere Energie, mehr Fachkräfte, gute Arbeitsbedingungen und ausreichend Investitionen in Infrastruktur. Aber die Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaft sind Forschung an neuen Technologien und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Neue Unternehmen mit modernen, nachhaltigen Technologien helfen auch dabei, strukturelle Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland abzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grüne Wirtschaftspolitik dient den Menschen und vereint Innovation, Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit: regionale Wertschöpfung statt fragiler Abhängigkeiten, eigene Technologieführerschaft statt verlängerter Werkbank, nachhaltige Investitionen statt kurzsichtiger Profitorientierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innovation entsteht im Mittelstand. Wir wollen Investitionen fördern, indem wir Gewinne, die in Forschungs-, Innovations-, oder Modernisierungsinvestitionen fließen, besserstellen als Gewinne, die ausgeschüttet werden. Wir setzen uns konsequent für den Mittelstandsfonds ein, der durch öffentliches und gehebeltes privates Kapital eine wichtige Lücke bei der Finanzierung von mittelständischen Investitionen schließen würde. Außerdem braucht der Mittelstand Fairness in der Unternehmensbesteuerung, die wir durch konsequente Besteuerung von multinationalen Konzernen erreichen wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innovation entsteht in Start-Ups. Wir wollen es Pensionskassen und Versicherungen ermöglichen, stärker in Venture-Capital-Fonds zu investieren und so Wachstumsfinanzierung für Start-Ups bereitzustellen. Damit ein europäisches Start-Up künftig nicht 27-mal Recht, Steuern und Bürokratie neu anwenden muss, wenn es in Europa wachsen will, fordern wir eine schnelle Einführung einer neuen europäischen Rechtsform als sogenanntes 28. Regime.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innovation entsteht in der Forschung. Es braucht eine gezielte Stärkung der Hochschulfinanzierung. Wir wollen erreichen, dass Staat und Unternehmen deutlich mehr als 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investieren. Um Ausgründungen und IP-Transfers aus Hochschulen zu fördern, verschaffen wir den Start-Up-Factories einen Schub und stärken die EXIST-Hochschulförderung in der Breite.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Entlastung, die da ankommt, wo sie gebraucht wird</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Menschen mit geringen und mittleren Einkommen leiden am meisten unter steigenden Preisen. Sie brauchen strukturelle Entlastung und das klare Zeichen, dass sich Mehrarbeit auch finanziell lohnt. Der Staat muss den arbeitenden Menschen ein armutsfestes Einkommen ermöglichen. Menschen müssen von ihren Löhnen leben können. Das ist nicht nur ein Gebot der grundlegenden Gerechtigkeit, sondern auch Voraussetzung für Teilhabe an der Gesellschaft und Motor der Binnennachfrage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den jährlichen Grundfreibetrag um 500 Euro anheben. Das bedeutet für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern eine Entlastung von rund 120 bis 150 Euro im Jahr. Den Arbeitnehmerpauschbetrag wollen wir auf 1.500 Euro erhöhen und so auch für eine deutliche Bürokratieentlastung sorgen. Für sehr hohe Einkommen wollen wir eine neue Tarifstufe einführen. Ab einem zu versteuernden Einkommen von 120.000 Euro soll diese bei 45 Prozent starten und ab 250.000 Euro bei 48 Prozent liegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um sowohl diejenigen mit kleinen und mittleren Einkommen als auch Unternehmen zu entlasten, müssen wir auch die Sozialabgaben angehen und ihren Anstieg bremsen. Die Bundesregierung hat zum Beispiel die Chance verpasst, die Krankenkassenbeiträge um 2 Prozentpunkte zu senken. Das hätte eine vierköpfige Familie mit mittlerem Einkommen um rund 800 Euro pro Jahr entlastet. Wir unterstützen jene Vorschläge der Kommission zur Modernisierung des Sozialstaats, die dazu führen, dass Sozialleistungen Menschen einfacher und verständlicher erreichen und die gleichzeitig Einsparpotenziale bieten. Entscheidend sind einheitliche Definitionen, Vereinfachung, Digitalisierung und Automatisierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende und Familien mit Kindern sind von steigenden Preisen überdurchschnittlich betroffen. Sie brauchen unsere vorrangige Unterstützung. Die Anrechnungsregeln beim Unterhaltsvorschuss sollen so reformiert werden, dass künftig mindestens die Hälfte des Kindergeldes bei den Alleinerziehenden ankommt. Das Ehegattensplitting soll für neue Ehen weiterentwickelt und der Splittingvorteil auf die Übertragbarkeit des Grundfreibetrags begrenzt werden. Das eingesparte Geld soll durch eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrags bei den Familien bleiben, wodurch gerade Familien mit geringem Einkommen profitieren. Um die Vereinbarkeit von Job, Haushalt und Betreuung zu erhöhen, führen wir ein Gutscheinmodell ein, mit dem Familien Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen erhalten. Außerdem wollen wir die steuerliche Abzugsfähigkeit von Kinderbetreuungskosten deutlich erhöhen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts der zweiten fossilen Energiepreiskrise in wenigen Jahren braucht es auch hier Entlastungen an der richtigen Stelle. Die Stromsteuer muss endlich für alle gesenkt werden, für Haushalte sowie für kleine und mittlere Unternehmen, nicht nur für die große Industrie. Das entlastet sofort und setzt gleichzeitig den richtigen Anreiz Richtung Elektrifizierung. Eine Senkung der Netzentgelte durch geringere Kosten beim Netzausbau und die Einführung eines Amortisationskontos, dass die Kosten über mehrere Generationen verteilt, würde die Menschen und Betriebe zusätzlich bei der monatlichen Stromrechnung entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fast die Hälfte der Bürger*innen hat keine 2.000 Euro an Rücklagen. Sie stehen bereits aufgrund einer kaputten Waschmaschine mit dem Rücken zur Wand. Wir wollen den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro auf 2.000 Euro erhöhen, den Zuschuss der Arbeitnehmer-Sparzulage fürs Fondssparen deutlich erhöhen und die private Altersvorsorge durch einen Bürgerfonds mit automatischer Teilnahme für alle bei Nichtwiderspruch stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit diese Entlastungen finanziert werden können, müssen wir die existierenden, offensichtlichen Gerechtigkeitslücken im Steuersystem schließen. Bei der Erbschaftssteuer wollen wir die 300-Wohnungen-Regelung und die 26-Millionen-Regel abschaffen. Gewinne aus Krypto-Verkäufen müssen endlich besteuert werden. Digitalkonzerne dürfen nicht länger ihre Gewinne ins Ausland verschieben können, sondern sollen künftig 10 Prozent Digitalsteuer auf Umsätze in Deutschland entrichten. Und ein stärkerer Einsatz gegen Finanzkriminalität versteht sich eigentlich von selbst. Der jährliche Schaden durch Steuerhinterziehung wird immerhin auf über 100 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Darüber hinaus braucht es weitere Instrumente für mehr Verteilungsgerechtigkeit, insbesondere, um die Ungleichheiten zwischen Ost- und Westdeutschland anzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bildung und Kultur vor Ort: Zukunftschancen für alle!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung ist die Grundlage unserer demokratischen Gesellschaft und unserer innovativen Wirtschaft. Bildung ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Bei der Bildung zu kürzen, ist nicht nur eine soziale Bankrotterklärung, sondern wird unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig enorm schaden. Für uns ist klar: Jedes Kind hat den Anspruch auf gute Bildung .</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade in sehr ländlichen Regionen wird dieser Anspruch durch Schulschließungen, Unterrichtsausfälle und mangelnde Kinderbetreuung gefährdet. Es braucht mehr Investitionen in Bildungseinrichtungen vor Ort, etwa durch eine Ausweitung des Startchancen-Programms. Auch in sehr ländlichen Regionen sollte die nächste Kinderbetreuung idealerweise nicht weiter als 15 Minuten entfernt sein und örtliche Grundschulen erhalten bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bibliotheken gehören zu den für alle zugänglichen Orte für Bildung und Begegnung. Sie unterstützen gerade dort, wo Kinder zu Hause weniger Möglichkeiten haben. Wir wollen, dass Bibliotheken flächendeckend erreichbar sind und ihre unabhängige Arbeit fortsetzen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Projekte des Bundesprogramms “Demokratie leben!” sorgen für Demokratiebildung und helfen, mit unterschiedlichen Ansichten und Meinungen umzugehen. Sie nehmen unsere Geschichte des Nationalsozialismus als immerwährende Verantwortung in den Blick und das Erbe der friedlich gebliebenen Revolution. Damit sind sie ein sehr wichtiger Ort von Bildung und Begegnung mit kompetenten Mitarbeitenden, die gerade auf dem Land im Osten Deutschlands erhalten bleiben müssen. Deshalb müssen das Bundesprogramm “Demokratie leben!” und weitere Demokatieförderprojekte erhalten und perspektivisch gestärkt werden. Auch die Förderrichtlinien müssen weiterhin klar erkennbare Schwerpunkte im Kampf gegen Rechtsextremismus aufweisen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kultur macht unser Zuhause aus. Gerade auf dem Dorf sind Kulturangebote oftmals, neben der Freiwilligen Feuerwehr oder der kirchlichen Jugendarbeit, die einzigen Orte neben der Schule, die Anknüpfungspunkte für Gemeinschaft und Engagement sind. Ob Chor oder Tanz, Malen oder Blaskapelle - mit der Kulturstiftung des Bundes oder vom Bund unterstützen Programmen wie „Land lebt doch“ oder „Neulandgewinner“ können solche ländlichen Projekte immer wieder gut unterstützt werden. Wir wollen dafür sorgen, dass sie künftig so ausgestattet sind, dass gute Projekte nicht am Geld scheitern, zumal in Ostdeutschland sehr viel weniger private Spenden oder Stiftungsgelder landen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öffentliche Räumen an denen Menschen gern zusammenkommen, weil sie unabhängig ihrer finanziellen Situation Zugang haben, sich wohlfühlen und austauschen können, sind existenziell für die Demokratie und müssen daher unsere Priorität sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auf geht’s!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland im Herbst 2026, wie wird es aussehen? Die Wahlen im September können eine große Wirkung über die jeweiligen Länder hinaus haben. Gleichzeitig ist es nicht weniger entscheidend, wie der Rest des Landes, wie die Politik darauf reagiert. Es geht nicht allein darum, die Demokratie zu verteidigen – es geht darum, sie zu leben, sie als alltägliche Haltung, vor allem auch als Tätigkeit zu begreifen. Ihr Versprechen zu erneuern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir lieben unsere Demokratie. Sie braucht aber jeden Tag die Bereitschaft, sich selbst zu hinterfragen, für Offenheit im Diskurs einzutreten und den Menschen im Gegenüber zu sehen. Das ist unser Bündnisgedanke: Den Menschen zuzuhören und Fragen zu stellen, anderen Meinungen Raum zu geben und gleichzeitig unsere Positionen deutlich zu machen und für Zustimmung werben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nein, Deutschland ist nicht pauschal veränderungsmüde. Die Menschen sind es nicht. Viele, sehr viele, sind – ganz im Gegenteil – erneuerungsbegierig. Sie wollen den Kern dessen erhalten, was ihre Heimat prägt: Tradition und Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Geborgenheit und Sicherheit. Und sie wissen, dass sich dafür Dinge wandeln müssen, dass wir einiges ändern müssen. Sie sind bereit für Erneuerung. Wir sind es auch.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 13:01:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S-01: Statut gegen sexuelle Belästigung bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/statut-gegen-sexuelle-belastigung-bei-bundnis-90-die-grunen-62724</link>
                        <author>Länderrat (dort beschlossen am: 28.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/statut-gegen-sexuelle-belastigung-bei-bundnis-90-die-grunen-62724</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Präambel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sexuelle Belästigung, verbal, nonverbal oder körperlich, widerspricht den Grundwerten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Statut bekräftigt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Anspruch, eine Partei zu sein, in der sich alle Menschen frei von sexueller Belästigung politisch engagieren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Statut dient dem Schutz der persönlichen Integrität, Würde und sexuellen Selbstbestimmung aller Parteimitglieder.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Partei ergreift daher organisatorische, präventive und intervenierende Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Meldungen wegen sexueller Belästigung werden ernst genommen, vertraulich behandelt und im Rahmen dieses Statuts einer sachgerechten Klärung zugeführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die zuständigen Anlaufstellen unterbreiten meldenden Personen ein vertrauliches Gesprächsangebot und informieren umfassend über Unterstützungsangebote sowie über mögliche weitere Schritte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beschwerdestellen wirken darauf hin, durch persönliche Gespräche eine faire und respektvolle Klärung herbeizuführen. Eine neutrale Moderation hilft dabei, meldende Personen zu unterstützen, ohne dass gemeldeter Personen vorverurteilt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch die Schiedsgerichte der Partei können zudem Ordnungsmaßnahmen in Fällen sexueller Belästigung verhängt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Somit stärkt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eine Kultur von Respekt und Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 1 Ziele und Anwendungsbereich</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Strukturen gegen sexuelle Belästigung dienen dem Schutz und dem Wohl aller Parteimitglieder.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Strukturen gegen sexuelle Belästigung dienen der Aufarbeitung von Fällen sexueller Belästigung zwischen Parteimitgliedern oder zwischen Mitgliedern der Grünen Jugend und Parteimitgliedern im Parteikontext, insbesondere in Parteigremien oder auf Parteiveranstaltungen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Soweit eine Zuständigkeit des Arbeitgebers gemäß § 13 Abs. 1 AGG besteht, findet dieses Statut keine Anwendung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Auch Nichtmitglieder können sich im Falle sexueller Belästigung im Parteikontext, insbesondere auf Parteiveranstaltungen, an die Anlaufstelle wenden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Dieses Statut gilt für alle Landesverbände und den Bundesverband. Es findet auch dann Anwendung, wenn die Arbeit der Anlauf- oder Beschwerdestelle von einem geeigneten Dienstleister ausgeführt wird. Weitergehende Regelungen können die Landesverbände selbstständig treffen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Sexuelle Belästigung liegt vor, wenn ein unerwünschtes sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen oder sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betroffenen Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Dieses Statut findet auch bei digitaler sexueller Belästigung Anwendung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 2 Vertraulichkeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Anlauf- und Beschwerdestellen arbeiten vertraulich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Alle Informationen aus Gesprächen mit der Anlauf- oder Beschwerdestelle, insbesondere die Identitäten der Beteiligten, sind vor dem Zugriff unbeteiligter Dritter zu schützen (Vertraulichkeit).</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Dritte*r ist jede natürliche Person, die nicht unmittelbar am Verfahren beteiligt ist, sowie Gliederungen und Organe der Partei.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 3 Strukturen gegen sexuelle Belästigung </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Strukturen gegen sexuelle Belästigung beinhalten die Anlaufstellen (§ 4), die Beschwerdestellen (§ 7), die Schiedsgerichte (§ 13) und die Beauftragte gegen sexuelle Belästigung (§ 15).</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Anlauf- und Beschwerdestellen haben unterschiedliche Zuständigkeiten und agieren getrennt voneinander. Sie sind personell unterschiedlich besetzt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 4 Anlaufstellen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Landesverbände und der Bundesverband richten Anlaufstellen ein.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Anlaufstelle ist paritätisch besetzt mit mindestens zwei ehrenamtlichen Ansprechpersonen oder einem Dienstleister.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die örtliche Zuständigkeit der Anlaufstellen richtet sich grundsätzlich nach dem Landesverband der meldenden Person. Die Anlaufstelle des Bundesverbandes ist zuständig, wenn das anlassgebende Verhalten in Gremien oder auf Veranstaltungen des Bundesverbandes stattgefunden hat.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Jede Anlaufstelle baut Netzwerke zu lokalen externen Hilfs- und Beratungsstrukturen auf (Bspw. Frauen- oder Opferberatungsstellen) und tragen diese in einem Verzeichnis zusammen. Bei Bedarf kann die meldende Person an eine dieser spezialisierten Beratungsstellen vermittelt werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Für die Sichtbarkeit der Stelle und die lokalen Zugangswege ist der jeweilige Landes- beziehungsweise der Bundesverband verantwortlich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Die Anlaufstellen sind zu Evaluationszwecken dazu verpflichtet, der Beauftragten gegen sexuelle Belästigung einen jährlichen, anonymisierten Tätigkeitsbericht vorzulegen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 5 Ansprechpersonen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Ehrenamtliche Ansprechpersonen werden für eine Dauer von zwei Jahren von dem jeweiligen Vorstand eingesetzt, oder vom Landesparteitag, beziehungsweise der Bundesversammlung, gewählt. Eine Wiederernennung bzw. Wiederwahl ist möglich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Als Ansprechperson kann nur eingesetzt oder gewählt werden, wer in der Landesgeschäftsstelle und/oder innerhalb der Parteistrukturen auf Landes-, Bundes- oder Europaebene keine Personalverantwortung trägt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Voraussetzung für die Aufnahme der Tätigkeit als Ansprechperson ist die schnellstmögliche Teilnahme an einer Schulung im Sinne des § 16 dieses Statuts. Darüberhinausgehende fachliche Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 6 Arbeitsweise der Anlaufstelle </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Anlaufstellen fungieren als niedrigschwellige Kontakt- und Informationsmöglichkeit für meldende und hinweisgebende Parteimitglieder.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Anlaufstelle macht meldenden Menschen ein vertrauliches Gesprächsangebot um ausführlich über die bestehenden Strukturen, Handlungsmöglichkeiten, Prozesse sowie auch bestehende Grenzen zu informieren.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Für eine umfassende inhaltliche Beratung, die über eine reine Information hinausgeht, muss die meldende Person ihren vollständigen Namen mitteilen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Anlaufstelle stellt keine Strafanzeigen, es sei denn es besteht eine gesetzliche Pflicht. Sobald der Verdacht einer Straftat entsteht, muss die jeweilige Person über die Option informiert werden, Strafanzeige zu erstatten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 7 Beschwerdestellen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Landesverbände und der Bundesverband richten Beschwerdestellen ein. Diese bearbeiten eingehende Beschwerden wegen sexueller Belästigung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Beschwerdestelle ist paritätisch besetzt mit mindestens zwei ehrenamtlichen Vertrauenspersonen oder einem Dienstleister.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Zuständigkeit der Beschwerdestellen richtet sich grundsätzlich nach dem Landesverband der meldenden Person. Die Beschwerdestelle des Bundesverbandes ist zuständig, wenn das zugrundeliegende Verhalten der Meldung in Gremien oder auf Veranstaltungen des Bundesverbandes stattgefunden hat. Ehrenamtliche Vertrauenspersonen bearbeiten nur Verfahren, bei denen keine Besorgnis der Befangenheit besteht. Die Vertrauensperson ist beispielsweise befangen bei Verfahren aus dem eigenen Landesverband, oder wenn eine persönliche Beziehung zu einer der beteiligten Personen besteht.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Beschwerdestellen sind zu Evaluationszwecken dazu verpflichtet, der Beauftragten gegen sexuelle Belästigung einen jährlichen, anonymisierten Tätigkeitsbericht vorzulegen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 8 Vertrauenspersonen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Ehrenamtliche Vertrauenspersonen werden für eine Dauer von zwei Jahren von dem jeweiligen Vorstand eingesetzt oder vom Landesparteitag, beziehungsweise der Bundesversammlung, gewählt. Eine Wiederernennung ist möglich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Als Vertrauensperson kann nur eingesetzt oder gewählt werden, wer in der Landesgeschäftsstelle und/oder innerhalb der Parteistrukturen auf Landes-, Bundes- oder Europaebene keine Personalverantwortung trägt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Voraussetzung für die Tätigkeit als Vertrauenspersonen ist die schnellstmögliche Teilnahme an einer Schulung im Sinne des § 16 dieses Statuts. Darüberhinausgehende fachliche Vorkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 9 Arbeitsweise der Beschwerdestelle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Beschwerdestelle arbeitet unparteiisch. Eingehende Beschwerden werden objektiv und umfassend bearbeitet.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die konkrete Vorgehensweise wird den beteiligten Parteien transparent gemacht.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Ziel der Arbeit von Beschwerdestellen ist die einvernehmliche Beilegung der Beschwerde. Dabei kann eine Verständigung auf freiwillige Maßnahmen erfolgen. Ergebnis der Gespräche kann auch die Rücknahme der Beschwerde sein.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Beschwerdestelle sensibilisiert die gemeldete Person für die Wirkung des eigenen Handelns und strebt im Fall von sexuell belästigendem Verhalten eine Verantwortungsübernahme an. Dabei werden die Grundwerte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aufgezeigt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Die Beteiligten bekennen sich schriftlich zu der Vertraulichkeit. Ist die Vertraulichkeit des Verfahrens gebrochen, werden die Beteiligten darüber informiert und das Verfahren beendet.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Die Beschwerdestelle bearbeitet keine Beschwerden, die Straftatbestände des § 177 StGB (sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung), des § 238 StGB (Nachstellung), Verbrechen im Sinne des § 12 Abs. 1 StGB oder die Anwendung physischer Gewalt zum Gegenstand haben. In diesen Fällen wird auf externe Beratungsstellen sowie die Möglichkeit, Strafanzeige zu erstatten hingewiesen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Die Beschwerdestelle kann keine Sanktionen gegen Parteimitglieder verhängen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 10 Beschwerdeverfahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Beschwerde erheben kann jedes Parteimitglied, das sich von sexueller Belästigung betroffen fühlt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Beschwerde muss schriftlich erfolgen und mindestens folgende Angaben enthalten:
<ol><li>den Vor- und Nachnamen der meldenden Person,</li><li>den Kreisverband der meldenden Person</li><li>den Vor- und Nachnamen der gemeldeten Person,</li><li>den Ort,</li><li>das Datum und</li><li>eine Beschreibung des Verhaltens.</li></ol></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Personen, die das Schrifterfordernis nicht selbstständig erfüllen können, erhalten von der Beschwerdestelle angemessene Unterstützung, um ihr Beschwerderecht barrierefrei wahrnehmen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li value="3">Die Beschwerdestelle prüft eingehende Beschwerden auf Plausibilität. Ist die Beschwerde plausibel, informiert die Beschwerdestelle die gemeldete Person über den konkreten Inhalt der Beschwerde. Diese wird um eine Stellungnahme gebeten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Vertrauenspersonen führen Einzel- und/oder gemeinsame Gespräche mit meldender und gemeldeter Person.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 11 Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>In besonders herausfordernden Fällen kann sich die Vertrauensperson fachlich beraten lassen, um die Meldung im Anschluss selbstständig weiter bearbeiten zu können. Die Identitäten der Beteiligten werden dabei nicht genannt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Alternativ kann die Beschwerde an einen Dienstleister abgegeben werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 12 Übergabe der Beschwerde an einen Dienstleister </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beschwerde soll an einen Dienstleister abgegeben werden, wenn</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>sich eine oder mehrere Beschwerden gegen Mandatsträger*innen auf Bundes-, Landes- oder Europaebene oder Kandidat*innen für Mandate auf Bundes-, Landes- oder Europaebene richten,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>der Beschwerdestelle mehr als zwei Beschwerden gegen dieselbe Person bekannt werden oder</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>wenn sich aus der Beschwerde mehr als zwei unmittelbar Beteiligte ergeben.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 13 Ordnungsmaßnahmen wegen sexueller Belästigung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Auf Antrag kann das örtlich zuständige Landesschiedsgericht Ordnungsmaßnahmen gemäß § 24 der Bundessatzung wegen sexueller Belästigung verhängen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Antragsbefugt sind Parteimitglieder, die selbst unmittelbar von sexueller Belästigung betroffen sind.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Landesverband, in dem die gemeldete Person Mitglied ist. Rechtsmittelinstanz ist das Bundesschiedsgericht.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 14 Durchsetzung von Ordnungsmaßnahmen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Sofern Ordnungsmaßnahmen durch das Schiedsgericht verhängt werden, informiert dieses die Landesgeschäftsstelle über die konkret verhängte(n) Maßnahme(n).</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Landesgeschäftsstelle informiert die Gremien und Personen, deren Kenntnis für die Durchsetzung der Maßnahme erforderlich ist.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 15 Beauftragte gegen sexuelle Belästigung </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Ernennung der Beauftragten gegen sexuelle Belästigung richtet sich nach § 30 Abs. 4 der Bundessatzung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Beauftragte ist zuständig für:<br>
1. die Qualitätssicherung der Strukturen gegen sexuelle Belästigung<br>
2. die Koordination der Anlauf- und Beschwerdestellen<br>
3. die Organisation regelmäßiger Schulungen und Supervisionen für ehrenamtliche Ansprech- und Vertrauenspersonen<br>
4. den Aufbau von Präventionsarbeit, insbesondere durch die Organisation von Infoveranstaltungen, und einem Awareness-Konzept für Veranstaltungen<br>
5. den Austausch mit der Grünen Jugend bei Weiterentwicklung eigener Strukturen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Beauftragte ist nicht an der Einzelfallbearbeitung beteiligt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Beauftragte wird angemessen ausgestattet. Für eine interne Vertretungsregelung wird gesorgt.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 16 Schulungen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Ehrenamtliche Ansprech- und Vertrauenspersonen werden mindestens einmal jährlich geschult.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Schulung setzt sich zusammen aus einem zweitägigen Präsenz-Training sowie regelmäßigen gemeinsamen Supervisionen online.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 17 Datenschutz </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die schriftliche Korrespondenz zwischen Ansprech- oder Vertrauenspersonen mit am Verfahren Beteiligten erfolgt ausschließlich über dafür eingerichtete, gesicherte und zugriffsbeschränkte Postfächer.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Alle erhobenen persönlichen Daten werden sechs Monate nach der Beendigung des Verfahrens automatisch gelöscht.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Besteht der Verdacht einer Straftat, kann eine Aufbewahrung für die Dauer, die zur Klärung und Wahrung berechtigter Interessen erforderlich ist, erfolgen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 18 Evaluation</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Jahr nach Inkrafttreten ist das Statut zu evaluieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>§ 19 Inkrafttreten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Statut tritt durch Beschluss des Länderrats zum 15. Oktober 2026 in Kraft.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 10:31:46 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-01-319: Nah am Menschen, stark im Wandel</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3432/amendment/25193</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3432/amendment/25193</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 318 bis 319 einfügen:</h4><div><p>gute Projekte nicht am Geld scheitern, zumal in Ostdeutschland sehr viel weniger private Spenden oder Stiftungsgelder landen.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Dritte Orte, an denen sich Menschen konsumfrei und niedrigschwellig aufhalten und austauschen können sind existenziell für die Demokratie und müssen daher unsere Priorität sein.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:42:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K-01-085: Verwendung Künstlicher Intelligenz bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3428/amendment/25189</link>
                        <author>Landesvorstand LV Sachsen (dort beschlossen am: 23.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3428/amendment/25189</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 84 bis 85 einfügen:</h4><div><p>Auswahl von Modellen werden Anbieter bevorzugt, die ihre Trainingsdaten transparent machen und Urheber*innen angemessen beteiligen.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Im Rahmen der Weiterentwicklung der KI-Strategie werden auch die Auswirkungen auf Künstler*innen, Kreative, Freischaffende und die Kultur- und Kreativwirtschaft berücksichtigt. Der Einsatz von KI darf nicht dazu führen, dass kreative und kulturelle Arbeit systematisch durch automatisierte Systeme ersetzt wird. Menschliche Kreativität, kulturelle Vielfalt und professionelle schöpferische Leistungen bleiben unverzichtbare Bestandteile der Parteiarbeit. Die Beauftragung kreativer Leistungen soll bevorzugt Teil grüner Praxis bleiben, sofern möglich und angemessen.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:12:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K-01-080: Verwendung Künstlicher Intelligenz bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3428/amendment/25188</link>
                        <author>Landesvorstand LV Sachsen (dort beschlossen am: 23.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/motion/3428/amendment/25188</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 79 bis 80 einfügen:</h4><div><p>Die direkte Nutzung kommerzieller Modelle ist die Ausnahme, nicht die Regel. Für sie gelten zusätzliche Auflagen.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br><strong>Verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen und ökologischer Wirkung.</strong> Bei der Auswahl und Nutzung von KI-Systemen wird deren Energie- und Ressourcenverbrauch berücksichtigt und transparent bewertet. Bevorzugt werden ressourcenschonende und energieeffiziente Lösungen. Zudem wird auf einen reflektierten und sparsamen Einsatz von KI geachtet, bei dem Nutzen und Ressourcenaufwand in einem angemessenen Verhältnis stehen.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:06:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-099: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25187</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 26.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25187</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">In Zeile 99 löschen:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Faire Regeln für mobile Beschäftigung</strong></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 09:47:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-265: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25183</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25183</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 265 bis 266 einfügen:</h4><div><p>Dieses <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">bestehende EU-</ins>Recht muss für alle Menschen in Europa gleichermaßen gelten: für mobile Beschäftigte, Saisonarbeiter*innen, Grenzpendler*innen, entsandte </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 270 bis 271 einfügen:</h4><div><p>Entscheidend ist nicht, ob ein Lebensweg in nationale Kategorien passt, sondern ob Rechte tatsächlich für alle zugänglich, bekannt und durchsetzbar sind<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">. Damit dieses Recht auch weiterhin Bestand behalten kann und Akzeptanz erfährt, muss jeglicher Missbrauch dieses Rechts unterbunden werden</ins>.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-262: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25182</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25182</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 261 bis 263 einfügen:</h4><div><p>Freiheit, sondern als soziales und demokratisches Bürger*innenrecht. Unser Ziel ist ein Europa, das gleiche <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">grundlegende </ins>Rechte, gleiche Würde und echte Teilhabe für Menschen verwirklicht, die von Freizügigkeit Gebrauch machen.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:13:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-235: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25181</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25181</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 234 bis 236 löschen:</h4><div><p>Ausbildung oder eine andere Lebensrealität erfolgt. Integrationskurse und berufsbezogene Sprachkurse sind <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">keine freiwillige Zusatzleistung, sondern </del>Teil öffentlicher Teilhabe und Arbeitsmarktinfrastruktur. Sie ermöglichen Menschen, </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 238 bis 240 löschen:</h4><div><p>kommunizieren, Bildungswege ihrer Kinder zu begleiten und ihre Qualifikationen einzubringen. Deshalb setzen wir uns für einen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">kostenlosen, </del>bedarfsgerechten und statusunabhängigen Zugang zu Sprach- und Integrationskursen ein.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:12:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-218: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25179</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25179</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 217 bis 218:</h4><div><p>Zusammenhalt. Ein starkes Europa entsteht nicht durch Ausschluss, sondern durch gleiche <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">grundlegende </ins>Rechte, soziale Sicherheit<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> und</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">,</ins> wirksamen Schutz vor Ausbeutung<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit</ins>.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:08:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-203: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25178</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25178</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 202 bis 205 einfügen:</h4><div><p>grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Behörden gestärkt werden. Arbeitgeber*innen müssen <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">bei der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften </ins>zu mehr Transparenz verpflichtet werden: Miet- und Arbeitsverträge müssen voneinander entkoppelt und <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">eine Übersetzung </ins>in der Herkunftssprache zur Verfügung gestellt werden. Die Grundsätze der Europäischen Säule sozialer Rechte </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:07:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-180: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25177</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25177</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 179 bis 181 einfügen:</h4><div><p>setzen uns außerdem aktiv dafür ein, demokratische Teilhabe nicht allein an die Staatsangehörigkeit zu knüpfen, sondern stärker am Lebensmittelpunkt <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">und ständigen Wohnsitz in der Union </ins>auszurichten. Wer dauerhaft hier lebt, arbeitet und Verantwortung übernimmt, </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:06:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-150: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25176</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25176</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 149 bis 151:</h4><div><p>Bis Juli 2025 wurde sie von 60 Staaten ratifiziert. Deutschland gehört weiterhin zu den <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">wenigen demokratischen Einwanderungsländern</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Ländern</ins>, die diesen zentralen Menschenrechtsvertrag bislang nicht ratifiziert haben. Die Konvention garantiert </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:03:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-139: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25175</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25175</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 138 bis 140:</h4><div><p>Beschäftigtengruppen, die häufig im privaten Raum arbeiten und deshalb <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">besonderer</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">besonders gefährdet sind</ins> Isolation, Abhängigkeit und Gewalt ausgesetzt <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">sind</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zu sein</ins>, dürfen nicht unsichtbar bleiben. Das gilt etwa für Au-pairs oder sogenannte Live-Ins in der </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:01:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-117: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25174</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25174</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 117 bis 121:</h4><div><p><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Statt Beschäftigte gegeneinander auszuspielen, </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Faire Regeln für mobile Beschäftigte</strong><br>Für Plattformarbeiter*innen </ins>wollen wir würdige Arbeitsbedingungen schaffen.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Werkvertrags-</del> <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">und </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Sub-</ins>Subunternehmermodelle in der sogenannten letzten Meile der Paketzustellung müssen beendet werden. Die großen Paketdienstleister <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">müssen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sollten</ins> die Zusteller*innen, die ihr Kerngeschäft ausüben, grundsätzlich direkt beschäftigen. Das Arbeitsschutzkontrollgesetz hat in der </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 129 bis 133:</h4><div><p>durchgesetzt werden. Pflege darf nicht länger auf dem Rücken von Frauen aus Ostmitteleuropa organisiert werden. <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Gegen </ins>Scheinselbstständigkeit und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">sogenannte</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">ausbeuterische</ins> Dienstleistungsverträge, die faktisch 24-Stunden-Pflege und permanente Verfügbarkeit erzwingen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">müssen beendet werden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">wollen wir entschieden vorgehen</ins>. Der von BMAS, BMG und der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung eingesetzte Arbeitskreis zur </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 20:00:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-112: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25173</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25173</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 112 bis 116:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Während die Beschränkung dieser Rechte noch vor wenigen Jahren von allen demokratischen Parteien klar abgelehnt wurde, werden solche Forderungen im Zuge des gesellschaftlichen Rechtsrucks zunehmend salonfähig. Diesen Angriffen erteilen wir eine klare Absage. Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine der größten sozialen Errungenschaften Europas.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Diesen Angriffen erteilen wir eine klare Absage. Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine der größten sozialen Errungenschaften Europas. Wir wollen EU-Mitbürger*innen in Deutschland vor Ausbeutung schützen, ohne die durch die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit festgelegten, bestehenden Zugänge zu Sozialleistungen in Frage zu stellen. Egal ob eine Arbeitnehmerin aus Österreich in Frankreich arbeitet oder ein Saisonarbeiter aus Georgien in Rumänien: Unionsbürger*innen und Menschen aus Drittstaaten brauchen umfassenden Schutz vor Diskriminierung und Ausbeutung, wenn sie in einem anderen EU-Land arbeiten.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 19:57:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-02-100: Freizügigkeit verwirklichen: Gleiche Rechte, gute Arbeit und soziale Sicherheit in Europa </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25172</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 25.06.2026)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/1lr26/freizugigkeit-verwirklichen-gleiche-rechte-gute-arbeit-und-soziale-s-48579/25172</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_718_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 100 bis 111:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Mit großer Sorge beobachten wir Angriffe auf die Rechte mobiler Beschäftigter. Bereits in den vergangenen Jahren wurden soziale Rechte von EU-Bürgerinnen schrittweise eingeschränkt. So wurden durch die gesetzlichen Regelungen aus dem Jahr 2016, insbesondere die Ansprüche arbeitsuchender Unionsbürger*innen auf Leistungen der Grundsicherung, erheblich begrenzt. Heute erleben wir erneut politische Vorstöße, die den Zugang zu sozialen Leistungen erschweren oder die Arbeitnehmer*innenfreizügigkeit selbst infrage stellen: Ausnahmen vom Mindestlohn in der Saisonarbeit, Debatten über die Kürzung des Kindergeldes für Kinder im Ausland. Begleitet wird dies von rassistischen Ressentiments, insbesondere antiziganistischen und antiosteuropäischen Narrativen, sowie pauschalen Vorwürfen des Sozialmissbrauchs, die dazu dienen, den Zugang zu Grundsicherung und sozialen Rechten weiter zu erschweren.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Heute erleben wir politische Vorstöße, die den Zugang zu sozialen Leistungen erschweren oder die Arbeitnehmer*innenfreizügigkeit grundsätzlich infrage stellen: Begleitet wird dies von rassistischen Ressentiments, insbesondere antiziganistischen und antiosteuropäischen Narrativen, sowie pauschalen Vorwürfen des Sozialmissbrauchs.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 19:55:00 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>