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            <title>2. Bundesfrauenrat 2022 : Alles</title>
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                <title>2. Bundesfrauenrat 2022 : Alles</title>
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                        <title>BFR-K-06-418:  Klimakrise als Menschheitsaufgabe: für Klimaschutz, für Freiheit</title>
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                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 417 bis 418 einfügen:</h4><div><p>Erderhitzung einzudämmen, ist daher nicht nur eine ökologische, sondern auch eine<br>Gerechtigkeitsfrage.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Frauen sind weltweit am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie durchschnittlich für weniger Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind als Männer. Gleichzeitig sind sie an Entscheidungen zur Bekämpfung der Klimakrise weniger beteiligt, werden von aktuell geplanten Maßnahmen stärker belastet und von Kompensationen weniger stark entlastet. So führt die Klimakrise dazu, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern weiter verschärft wird. Um dem entschieden gegenzusteuern, ist es unerlässlich, die Fragen nach Klimaschutz und Klimagerechtigkeit immer auch im Zusammenhang mit Geschlechtergerechtigkeit zu stellen.<br>Dabei birgt die Beteiligung von Frauen große gesamtgesellschaftliche Chancen, in dem ihr Wissen und Know-How in entscheidende Transformationsprozesse einbezogen werden muss - um nachhaltig zu gelingen.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 21:14:55 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-K-06-297:  Klimakrise als Menschheitsaufgabe: für Klimaschutz, für Freiheit</title>
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                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 296 bis 298 einfügen:</h4><div><p>einem bundesweiten 49-Euro-Ticket vorgelegt. Unser Ziel bleibt, dass sich die Zahl der<br>Nutzer*innen im ÖPNV bis 2030 mindestens verdoppelt. <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Damit wirklich alle Menschen, also u.a. auch Menschen, die Sorgearbeit leisten oder mobilitätseingeschränkt sind, die Möglichkeit haben an der Mobilitätswende mitzuwirken und teilzuhaben, ist ein barrierefreier Ausbau notwendig. Dazu gehören auch monetäre Barrieren, weswegen wir auch das 29- und 49 Euro Ticket für armutsbetroffene Menschen mit einem Sozialrabatt unterstützen und für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre den ÖPNV kostenfrei anbieten wollen.<br></ins>Eine Priorisierung der Mittel für den<br>Ausbau von Schienen- und Businfrastruktur ist daher dringend geboten. Neben der</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 21:10:41 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-455: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15195</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 454 bis 457:</h4><div><p>Feministische Entwicklungszusammenarbeit ist Teil der feministischen Außenpolitik und<br>bedeutet, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">den Bedürfnissen der global ausgegrenzten und vulnerabelsten Menschen endlich<br>Aufmerksamkeit zu schenken.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die Förderung und die Belange von Frauen, Mädchen und marginalisierten Gruppen in den Vordergrund zu stellen und sie gezielt in Entscheidungsprozesse einzubinden.</ins> Wir setzen uns dafür ein, dass zivilgesellschaftliche und<br>insbesondere Frauenrechtsorganisationen aus Ländern des Globalen Südens nach dem Vorbild des</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 21:05:46 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-423: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15194</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15194</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 422 bis 423 einfügen:</h4><div><p>demokratische Strukturen und Zivilgesellschaften stärken. Entwicklungspolitik verstehen wir<br>als eine gerechte und geostrategische Strukturpolitik.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Feministische Entwicklungspolitik setzt dabei an den Ursprüngen der Ungleichheit an: den ungleichen Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern, sozialen Normen und Rollenbildern.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 21:02:37 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-321: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15193</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15193</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 320 bis 322 einfügen:</h4><div><p>bei Regelbrecher*innen keine Rabatte geben. Und zu den Regeln gehören die universellen<br>Menschenrechte, das Gewaltverbot der UN-Charta und die staatliche Souveränität.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Autokratische Staaten schränken oft als erstes die Rechte von Frauen und marginalisierten Gruppen ein, daher ist es ein zentraler Gradmesser für die Demokratie, inwiefern die Rechte von Frauen und Minderheiten gewahrt werden. Dazu gehört auch der Kampf gegen und die Verfolgung von geschlechtsspezifischer Gewalt.</ins> Das<br>Paradigma „Wandel durch Handel“ ohne klare Bedingungen ist gescheitert. Unsere</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 20:55:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-244: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15192</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15192</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 243 bis 245 einfügen:</h4><div><p>Bürger*innen die gleichen einklagbaren Grundrechte erhalten. Der Abbau von Grundrechten und<br>-freiheiten darf weder belohnt noch ignoriert werden.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Die Wahrung der Rechte von Frauen und queerer Menschen sind Gradmesser für die Demokratie -</ins> <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auch innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.<br></ins>Wir begrüßen daher die überfällige<br>Aktivierung des Konditionalitätenmechanismus als eines der Instrumente zum Schutz der</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Man kann den demokratischen Zustand der EU Mitgliedsstaaten nicht diskutieren - ohne auch deren Angriffe auf Frauenrechte zu thematisieren</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 20:50:03 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-081: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15191</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 80 bis 84:</h4><div><p>Außenpolitik. Sie steht für die Umsetzung der Menschenrechte aller, die Gleichberechtigung<br>der Geschlechter, die Überwindung struktureller <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Ungleichstellung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Diskriminierung</ins> marginalisierter Gruppen –<br>beispielsweise von Indigenen, von Rassismus Betroffenen oder LSBTIQ* –, für die gerechte<br>Verteilung von Macht und Ressourcen sowie ein Leben in Würde und Selbstbestimmung aller<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">. Deshalb machen wir uns für die vollstänidige Umsetzung der Agenda 1325 ,,Frauen, Frieden, Sicherheit" stark, die wir innerhalb Deutschlands und international vorantreiben. Dazu gehört auch sexualisierte und genderbasierte Gewalt entschieden einzudämmen, die reproduktiven Rechte von Frauen zu schützen und die Sicherheit und Partizipation von Frauen und Mädchen in der Prävention gegen Konflikte, bei der Transformation von Konflikten und in Stabilisierungsprozessen in den Fokus zu nehmen</ins>.<br>Zahlreiche Forschungen belegen einen starken Zusammenhang zwischen Geschlechtergerechtigkeit</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 20:45:18 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12-007: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15190</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 12.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626/15190</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_426_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 6 bis 8 einfügen:</h4><div><p>er als Bedrohung der eigenen Machtbasis. Die auf dem Selbstbestimmungsrecht beruhende<br>regelbasierte internationale Ordnung hat er aufgekündigt.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Vergewaltigung, Ermordung von Zivilist*innen sowie Plünderungen sind Kriegsverbrechen und müssen als solche bezeichnet und geahndet werden.</ins> Als Demokrat*innen verteidigen die<br>Ukrainer*innen in diesem Krieg daher nicht nur ihr eigenes Territorium, sondern die Freiheit</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 20:38:58 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R-01: Versorgungslage verbessern - Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/versorgungslage-verbessern-schwangerschaftsabbruche-entkriminalisier-30548</link>
                        <author>Ulle Schauws</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der legale und sichere Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist ein elementarer Teil der reproduktiven Gesundheit und ein unveräußerliches Menschenrecht von Frauen, das selbstverständlich unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status gilt und ermöglicht werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen die ersatzlose Streichung des §219a StGB als ersten wichtigen Schritt in Richtung reproduktive Selbstbestimmung. Diese Streichung ermöglicht, dass ungewollt Schwangere sich nun angemessen und sachlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren können. Ärzt*innen können endlich ohne Angst vor Strafanzeigen oder entsprechend rechtlichen Folgen über Schwangerschaftsabbrüche, die sie anbieten und durchführen, informieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als nächster Schritt muss die immer schwieriger werdende medizinische Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen in den Blick genommen werden, da die Zahl von Ärzt*innen, die Abbrüche durchführen, enorm zurückgegangen ist. Ungewollt Schwangere müssen oftmals weite Wege auf sich nehmen, eben weil die Versorgungslage in vielen Regionen nicht gewährleistet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für diesen Missstand sorgt maßgeblich die weiter bestehende Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Dadurch, dass diese im Strafgesetzbuch geregelt (§218 StBG) sind, werden Betroffene kriminalisiert und gesellschaftlich stigmatisiert. Die Verortung im Strafgesetzbuch hat auch zur Folge, dass ungewollt Schwangere derzeit selbst für die Kosten des Abbruchs aufkommen müssen, da ein strafrechtlich geregelter Eingriff nicht von den Krankenkassen übernommen werden kann.<br><br>
Dies führt auch dazu, dass die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen derzeit kein Teil der medizinischen Ausbildung ist. Die unterschiedlichen Methoden und die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen werden auch auf Grund der gesetzlichen Lage Medizinstudierenden im Studium nicht vermittelt. Es wird höchste Zeit, auf die so notwendige Verbesserung der Aus-, Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch hinzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dringend angezeigt ist jetzt, Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches zu regeln, um den Zugang für Betroffene zu erleichtern sowie darüber hinaus mit einer Entkriminalisierung dafür zu sorgen, dass der gesellschaftliche Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen enttabuisiert und entstigmatisiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Recht auf Beratung muss dabei unbedingt erhalten bleiben. Die Finanzierung der Arbeit der Familienplanungs- und Schwangerschaftskonfliktberatung ist auszubauen und abzusichern, damit Betroffene sich schnell und unkompliziert informieren und freiwillig beraten lassen können.<br>
Auch der Schutz der Beratungsstellen und Praxen vor sogenannten Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegner*innen muss durch wirksame gesetzliche Maßnahmen sichergestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordert der Bundesfrauenrat die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag verabredete Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin umgehend einzusetzen. Dabei müssen die Regulierungen bezgl. des § 218 prioritär behandelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat fordert, dass sich im Arbeitsprozess der Kommission die Expertise und die Erfahrungen einer Bandbreite von Expert*innen widerspiegeln muss. Wichtig ist zudem, dass neben Expert*innen aus der Wissenschaft und Politik auch Vertreter*innen aus der Praxis sowie der großen zivilgesellschaftlichen Verbände miteinbezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat erwartet, dass die Kommission einen Abschlussbericht erstellt, der konkrete Handlungsempfehlungen enthält und diese als Publikation veröffentlicht. Mit der Einsetzung muss ein klarer Zeitplan für den Beginn und das Ende der Arbeit der Kommission feststehen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 18:18:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-ES-01: Sichere Energieversorgung für den Winter</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/sichere-energieversorgung-fur-den-winter-53979</link>
                        <author>Bundesvorstand (beschlossen am: 09.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/sichere-energieversorgung-fur-den-winter-53979</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Angriff Russlands auf die Ukraine bedeutet unermessliches Leid für die Menschen in der Ukraine, eine Bedrohung für die europäische Sicherheitsordnung und Risiken für die weltweite Ernährungssicherheit. Er bringt aber auch große Herausforderungen für unsere Energieversorgung mit sich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der von zahlreichen Vorgängerregierungen forcierten Abhängigkeit Deutschlands von russischen fossilen Energieträgern, vor allem von russischem Gas, wurde Vladimir Putin ein Instrument an die Hand gegeben, um direkten Einfluss auf unsere Versorgungssicherheit, unseren Wohlstand und unsere Wirtschaft zu nehmen. Längst hat die russische Regierung mithilfe willkürlicher Drosselungen oder Abschaltungen der Gaslieferungen einen Wirtschaftskrieg mit Europa begonnen. Wir unternehmen daher in der Ampel-Koalition jede Anstrengung, Deutschland aus der energiepolitischen Abhängigkeit Russlands zu befreien und die Energieversorgung in unserem Land zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei setzen wir Grüne mit aller Kraft auf den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Einsparung. Sie sind der beste Beitrag, um die dreifache Herausforderung aus Klimaschutz, Energiesicherheit und Bezahlbarkeit zu bewältigen. Gleichzeitig muss Deutschland gezwungenermaßen für die Übergangszeit verstärkt auf fossile Energien zurückgreifen – Kohlekraftwerke etwa, die in den Markt zurückkehren, oder LNG-Gas, für dessen Anlandung schwimmende und auf Wasserstoff umrüstbare feste Terminals gebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Politik tragen wir Grüne in der Koalition mit SPD und FDP, weil wir uns unserer Verantwortung für das Land bewusst sind und uns die Aggression Putins dazu zwingt, eine konsequente Klimapolitik mit der Notwendigkeit der Versorgungssicherheit in Einklang zu bringen. Die Ampelkoalition arbeitet zugleich mit Hochdruck daran, die Bürger*innen und die Wirtschaft vor den Verwerfungen der Energiekrise zu schützen. Mit mittlerweile drei Entlastungspaketen, die wir als Grüne maßgeblich mitgestaltet haben, unterstützen wir Menschen und Unternehmen in Zeiten dramatischer Preisanstiege.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vorrang für erneuerbare Energien</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig haben sich im vergangenen Sommer energiepolitische Krisenlagen aufeinandergeschichtet, die zusätzlich zu den ausbleibenden Gaslieferungen auch eine Gefahr für die Stabilität des europäischen Stromnetzes in diesem Winter befürchten lassen. So standen zeitweise über die Hälfte aller französischen Atomkraftwerke still, die Stromproduktion aus Wasserkraft war aufgrund der klimakrisenbedingten Dürre in vielen europäischen Ländern auf einem Tiefstand und das dürrebedingte Niedrigwasser auf dem Rhein ermöglichte nur eingeschränkt den Transport von Kohle an die entsprechenden Kraftwerke. Die Verflechtungen mit unseren europäischen Nachbarn beeinflussen sowohl die Menge des zur Verfügung stehenden Stroms als auch die Flexibilität im gegenseitigen Austausch – und damit die Stabilität des Netzes. Hinzu kommt, dass durch den insbesondere auch von der CSU verzögerten Netzausbau Strom, vor allem aus erneuerbaren Energien, nicht ausreichend von Nord nach Süd transportiert werden kann. Dadurch drohen Engpässe insbesondere in Süddeutschland. Bitter rächt sich nun, dass die bayerische Staatsregierung den Ausbau der Windkraft und der Übertragungsleitungen massiv bekämpft hat. Damit hat die CSU nicht nur für das Land Bayern eine schwierige Situation geschaffen, sondern für die Bundesrepublik insgesamt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Verantwortung für die Menschen in unserem Land und die Versorgungssicherheit gebietet es, die Situation in diesem Winter sachlich und problemorientiert zu bewerten. Um die Diskussion zu versachlichen, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen zweiten Stresstest zur Netzstabilität in Auftrag gegeben, in dem verschiedene Krisenszenarien für den Winter 2022/23 berechnet wurden. Der Stresstest hat ergeben, dass eine krisenhafte Situation im Stromsystem für diesen Winter zwar sehr unwahrscheinlich ist, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Damit besteht mit geringer Wahrscheinlichkeit die Gefahr von Lastunterdeckungen oder gar Stromausfällen aufgrund von Netz-Stresssituationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um dieser Gefahr vorzubeugen, steht ein Bündel von Maßnahmen zur Verfügung. Dazu gehört die zusätzliche Stromproduktion durch Windenergie, Photovoltaik und Biogasanlagen, die Erhöhung von Transportkapazitäten über die vorhandenen Stromnetze, die Nutzung von alternativen Kraftwerksreserven und die Aktivierung von Leistungsreserven bei Kohlekraftwerken sowie die Erweiterung des Lastmanagements in enger Absprache mit der Industrie. Außerdem werden besonders die Träger öffentlicher Gebäude zum Energiesparen angehalten und alle Stromverbraucher*innen, vom Anlagenbetreiber über Ladenbesitzer*innen bis hin zu Privatleuten, bei ihren Bemühungen unterstützt. Maßnahmen zur Energieeffizienz und Energieeinsparung werden verstärkt. All das ist entscheidend, um die Versorgungssicherheit in diesem Winter zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Ergebnis des Stresstestes ist eindeutig: Die Atomkraft ist nicht die Lösung für das drohende Energieproblem in diesem Winter, sondern es braucht ein ganzes Maßnahmenbündel, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Bezogen auf die Atomkraft hat der Stresstest die lauten Stimmen widerlegt, die im Weiterbetrieb der drei noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke die Lösung aller Probleme sehen. Denn insgesamt spielt die Atomenergie selbst im Worst-Case Szenario im Vergleich zu den anderen dringenden Maßnahmen nur eine untergeordnete Rolle, wenn es darum geht, in kritischen Situationen die Netzsicherheit zu gewährleisten. So erweist sich der Beitrag der AKW für die Versorgungssicherheit insgesamt als begrenzt, ihr Beitrag zum Einsparen von Gas und zur Dämpfung der Strompreise als marginal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine befristete Einsatzreserve für den Notfall</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den äußersten Notfall, so unwahrscheinlich er auch sein mag, wollen wir dennoch vorsorgen und auf alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für die Netzstabilisierung zurückgreifen können. Deswegen stimmen wir zu, eine konditionierte, zeitlich begrenzte und von der Atomaufsicht strikt überwachte AKW-Einsatzreserve zu schaffen. Damit endet die Laufzeit der verbliebenen drei Atomkraftwerke regulär zum 31. Dezember dieses Jahres. Die beiden AKW im Süden des Landes, Isar 2 und Neckarwestheim 2, werden jedoch bis Frühjahr 2023 weiter in Betriebsbereitschaft gehalten und stehen so – ohne neue Brennelemente – zur Verfügung, um, falls nötig, einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes in Süddeutschland zu leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Entscheidend ist für uns, dass keine neuen Brennelemente beschafft werden. Sie sind für eine Einsatzreserve nicht erforderlich; neuer, gefährlicher Atommüll wird nicht produziert. Nur für einen begrenzten Zeitraum und nur für die zwei süddeutschen AKW ist ein eng konditionierter Einsatz zur Abwehr einer konkreten Gefahr für die Versorgungssicherheit vorzusehen und damit noch vertretbar. Das AKW Emsland wird zum 1. Januar 2023 endgültig abgeschaltet und zurückgebaut. Für den norddeutschen Raum stehen andere Instrumente zur Verfügung, um die Netzstabilität zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Risiken im Stromsystem für den kommenden Winter unterscheiden sich wesentlich vom Winter 2023/24, weil durch die längere Vorlaufzeit bereits beschlossene Maßnahmen dann stärker wirken und noch weitere umgesetzt werden können. So erhöhen wir bis dahin die Gas-Importkapazität über schwimmende LNG-Terminals so stark, dass keine Gasmangellage an den Gaskraftwerken mehr zu befürchten ist. Wir steigern die Verfügbarkeit von Strom aus Biogas-Anlagen und aus anderen Erneuerbaren. Ebenso verbessern wir die Leistungsfähigkeit der Stromnetze, die Kraftwerkskapazitäten und flexible Lasten. Wir setzen auf Energieeffizienz und Unterstützung beim Energiesparen. Damit werden bis Herbst 2023 die Unsicherheitsfaktoren deutlich reduziert und die Versorgung bleibt auch in Extremszenarien gesichert. Eine Verlängerung der Einsatzreserve über Frühjahr 2023 hinaus oder eine Wiederbelebung im Winter 2023/24 ist deshalb ausgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Einsatz der Reserve ist nicht voraussetzungslos. Sie kann im Winter 2022/23 und nur dann eingesetzt werden, wenn klar zu befürchten ist, dass die Voraussetzungen eines Krisenszenarios vorliegen und auch unter Ausnutzung anderer Maßnahmen eine kritische Situation weiterhin droht. Die gesetzlichen Regelungen müssen sicherstellen, dass die Sicherheit der Anlagen gewährleistet ist, Sicherheitsaspekte oberste Priorität haben und die Betreiber nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Atomausstieg bleibt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einsatzreserve ist eine verantwortungsvolle, angemessene, zeitlich begrenzte und zielgenaue Lösung, um auf ein Extremszenario vorbereitet zu sein und einer möglichen Netzinstabilität im kommenden Winter vorzubeugen. Sie trägt aber auch dem Risiko Rechnung, das der Einsatz von Atomkraft bedeutet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist klar: Der Atomausstieg bleibt. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie. Weiterhin ist für die Entsorgung des hochradioaktiven Abfalls keine Lösung in Sicht. Auch haben sich die Behauptungen von der Atomkraft als verlässlicher und günstiger Energiequelle immer wieder als Märchen entpuppt – davon zeugt einmal mehr der dramatische Ausfall der französischen AKW. Deutschland hat sich aus guten Gründen entschlossen, aus der Atomkraft auszusteigen. Atomkraft ist die Vergangenheit, nicht die Zukunft unserer Energieversorgung. Die Zukunft ist erneuerbar.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 14:11:08 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-K-06:  Klimakrise als Menschheitsaufgabe: für Klimaschutz, für Freiheit</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/klimakrise-als-menschheitsaufgabe-fur-klimaschutz-fur-freiheit-43732</link>
                        <author>Bundesvorstand (beschlossen am: 02.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/klimakrise-als-menschheitsaufgabe-fur-klimaschutz-fur-freiheit-43732</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Klimakrise ist jetzt. Der Sommer hat uns erneut vor Augen geführt: Wetterextreme häufen<br>
sich und werden immer gefährlicher. Die Hitzewellen des Jahres 2022 hatten Regionen auf<br>
allen Kontinenten wochenlang im Griff, auch hier in Deutschland hatten wir mit<br>
Temperaturrekorden zu kämpfen. Symptomatisch erlebten wir in Brandenburg und Sachsen<br>
gefährliche Brände; es waren Evakuierungen und Löscharbeiten notwendig, die unsere<br>
Rettungskräfte an ihre Grenzen brachten. In weiten Teilen Europas wurden Flüsse zu<br>
Rinnsalen. Auch in Spanien und Italien loderten verheerende Waldbrände in ungekanntem<br>
Ausmaß, während Länder wie Pakistan von schier unbändigen Überschwemmungen heimgesucht<br>
wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Flut im Ahrtal ist derweil erst ein Jahr her – eine Katastrophe, deren Zerstörungen wir<br>
bis heute bewältigen müssen. Menschen trauern um ihre Angehörigen, noch immer sind viele<br>
ohne neue dauerhafte Unterkunft und haben Angst vor neuen Starkregenereignissen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Weltklimarat IPCC hat berechnet, dass Extremtemperaturen, die sich ohne die<br>
menschengemachte Klimaerhitzung einmal pro Jahrzehnt entwickeln würden, heute fast dreimal<br>
so oft passieren, länger andauern und mit bis zu 1,2 Grad deutlich heißer sind. Die Folge:<br>
Gefahr für Leben und Gesundheit der Menschen und eine zunehmende Zahl von Hitzeopfern. So<br>
war der Juni 2022 weltweit der drittheißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen, in Europa<br>
sogar der zweitheißeste. Auch die Weltmeere erhitzen sich in einem dramatischen Tempo.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die drohende Heißzeit und der drastische Verlust biologischer Vielfalt stellen nicht weniger<br>
als unsere Lebensgrundlagen in Frage und sind damit die größten Gefahren für unsere Zukunft.<br>
Hitze und Dürre haben einschneidende Folgen für Mensch und Natur, für die Umwelt, für<br>
Infrastruktur und Wirtschaft. Die mit der Überhitzung und mit dem gravierenden Arten-<br>
Aussterben verbundenen multiplen Krisen verstärken sich gegenseitig, schränken unsere<br>
Handlungsfähigkeit – und damit unsere Freiheit ein. Das zunehmend unwirtliche Klima und der<br>
Verlust gesunder Natur bedrohen das Leben und die Heimat von Millionen von Menschen schon<br>
heute. Das gilt umso mehr für die kommenden Generationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vor anderthalb Jahren wurde erneut klar: Die<br>
Klima-Frage ist eine Frage der Erhaltung unserer Freiheit. Ein Leben in Frieden, Freiheit<br>
und Sicherheit ist in Deutschland und weltweit nur durch konsequenten Klimaschutz möglich.<br>
Und: Die Menschen in den Ländern, die am wenigsten dazu beigetragen haben, leiden am meisten<br>
unter den Folgen der Klimakrise. Klimaschutz ist deshalb immer auch ein Beitrag zu mehr<br>
globaler Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Weltgemeinschaft hat sich im Pariser Klimaabkommen darauf festgelegt, die Erderhitzung<br>
auf deutlich unter 2 Grad, möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Die Bundesregierung hat sich das<br>
Ziel gesetzt, Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen. Wir Grüne stehen dafür, die<br>
notwendigen Schritte in allen Sektoren und auf allen politischen Ebenen zu gehen, damit das<br>
gelingt. Dafür wurden wir in die Verantwortung gewählt. Dieser Aufgabe fühlen wir uns<br>
verpflichtet. Das ist der Grund, warum wir Politik machen. Es ist die Aufgabe unserer Zeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Ziel fest im Blick</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausgangslage könnte kaum herausfordernder sein. Der Ausstoß von Treibhausgasen wurde in<br>
der Vergangenheit nur unzureichend gemindert. Wichtige klimapolitische Ziele, die wir uns in<br>
Deutschland und weltweit gesetzt haben, werden absehbar verfehlt werden. In den letzten<br>
Jahren ist zu viel versäumt und bewusst behindert worden. Es wurden viel zu wenige und meist<br>
wirkungsschwache Anstrengungen unternommen, die erneuerbaren Energien auszubauen, uns von<br>
fossilen Energieträgern unabhängiger zu machen, nachhaltigen Wohlstand zu schaffen und<br>
konsequente Maßnahmen zum Schutz des Klimas umzusetzen. Sonst wären wir jetzt besser<br>
vorbereitet auf die aktuellen Krisen. Umso größer und dringender ist der Handlungsbedarf in<br>
den kommenden Jahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig zwingt uns der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine –<br>
mit all seinen Folgen für die Versorgungssicherheit – neue Wege zu gehen. Zum festgesetzten<br>
Ziel, Deutschland klimaneutral zu machen, kommt nun hinzu, die Abhängigkeiten von russischen<br>
Energiequellen schnellstmöglich zu beenden und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für<br>
Verbraucher*innen und Wirtschaft, Industrie und öffentliche Einrichtungen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür drosseln wir den Gasverbrauch, diversifizieren unseren Energieimport und bauen<br>
schwimmende wie feste LNG-Anlandepunkte. Die festen wollen wir bis 2030 auf Wasserstoff<br>
umrüsten. Für den Notfall bleiben zudem Kohlekraftwerke etwas länger in der Reserve. Vor<br>
allem aber vervielfachen wir das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Um die<br>
Energieversorgung in Deutschland komplett darauf umzustellen, intensivieren wir die<br>
Effizienzmaßnahmen und reduzieren unseren Verbrauch durch Energieeinsparungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade weil wir jetzt schwierige Schritte gehen müssen, ist es so wichtig, dass wir<br>
schneller werden beim Ausbau der Erneuerbaren. Das Tempo der Emissionsminderungen muss sich<br>
gegenüber dem Status quo in den kommenden Jahren insgesamt mehr als verdoppeln und dann bis<br>
2030 nahezu verdreifachen, damit wir die Ziele im Bundesklimaschutzgesetz erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch eine fehlgeleitete Energiepolitik im vergangenen Jahrzehnt ist die sichere<br>
Energieversorgung in Deutschland gegenwärtig eine der größten Herausforderungen. Eine<br>
zentrale Ursache liegt in der fundamentalen Abhängigkeit von Russlands fossilen<br>
Energieträgern, für welche die vorangegangenen Regierungen die Verantwortung tragen. Die<br>
energiepolitische Abhängigkeit von Russland schwächt Deutschland und Europa, mindert unsere<br>
Freiheit, unsere Unabhängigkeit und senkt unsere Fähigkeit, nachhaltig, also im Einklang mit<br>
den planetaren Grenzen und der Freiheit zukünftiger Generationen zu wirtschaften. Die<br>
konsequente politische Schlussfolgerung daraus ist der beschleunigte Ausstieg aus der Kohle<br>
bereits im Jahr 2030 und eine Stromversorgung, die 2035 auf 100 Prozent Erneuerbaren<br>
basiert. Das ist nicht nur von zentraler Bedeutung für das Klima und die Frage der<br>
Energieunabhängigkeit, sondern auch, um den Anstieg der Energiekosten zu bremsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mit Plan und Pragmatismus zum Ziel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir konnten in den ersten Monaten der Ampel-Regierung schon vieles auf den Weg bringen. Wir<br>
haben im Bund und in Europa zahlreiche Blockaden gelöst und Deutschland zum Motor in Sachen<br>
erneuerbarer Energieerzeugung gemacht. Das beschlossene Gesetzespaket zur Novelle des<br>
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Bundesnaturschutzgesetzes, das Wind-auf-See-<br>
Gesetz und das Wind-an-Land-Gesetz werden den Ausbau der erneuerbaren Energien unter Wahrung<br>
hoher ökologischer Schutzstandards endlich wieder deutlich beschleunigen. Begleitend werden<br>
wir mit nationalen Artenhilfsprogrammen alles Notwendige tun, um betroffene Bestände in<br>
einen guten Erhaltungszustand zu bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bedingungen für den Bau neuer Windkraftanlagen, für mehr Solar auf den Dächern und für<br>
mehr Bürger*innenenergieprojekte wurden massiv verbessert. Zwei Prozent der Landesfläche<br>
sollen künftig für Windenergie genutzt werden und Ökostrom-Anlagen bekommen gegenüber<br>
anderen Nutzungsformen eine deutlich höhere Priorität. Dazu wurde im EEG festgeschrieben,<br>
dass Erneuerbare von überragendem öffentlichem Interesse und auch im Interesse der<br>
öffentlichen Sicherheit sind. Damit werden Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt.<br>
Jetzt gilt es, diese neuen Möglichkeiten konsequent vor Ort und in den Ländern umzusetzen,<br>
damit in den kommenden Jahren 200 Gigawatt (GW) Photovoltaik gebaut werden, bei Wind an Land<br>
100 GW und bei Wind auf See mindestens 30 GW.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf europäischer Ebene haben wir die Weichen für mehr Klimaschutz im Verkehr gestellt. Wir<br>
haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass für neu zugelassene Pkw der fossile<br>
Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2035 der Vergangenheit angehört. Denn insbesondere im Verkehr<br>
gibt es aufgrund von jahrzehntelangem Stillstand enormen Nachholbedarf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland soll 80 Prozent des Stroms bis zum Jahr 2030 und 100 Prozent bis 2035 aus<br>
erneuerbaren Energien erzeugen – und im gleichen Maße unabhängig von fossilen Importen<br>
werden. Gleichzeitig schließen wir endlich die Lücke zwischen Notwendigkeit und Realität:<br>
Wären wir bereits heute so weit, wie es klimapolitisch notwendig wäre, wären wir bedeutend<br>
weniger abhängig von Putins Öl und Gas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne gehen diesen gesetzten Auftrag mit Mut, Kooperationswillen und<br>
Verantwortungsbewusstsein an. Als Teil der Bundesregierung und als Partei, die dem<br>
Gemeinwohl verpflichtet ist – und Verantwortung für die ganze Gesellschaft übernimmt. Wir<br>
müssen die Klimaziele erreichen, um die Freiheit und Würde der Menschen zu bewahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben im Koalitionsvertrag erreicht, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr ein<br>
Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg bringt, das alle für das Erreichen der Klimaziele<br>
2030 notwendigen Gesetze, Verordnungen und Maßnahmen umfasst. Gerade angesichts der sich<br>
immer weiter verschärfenden Klimakrise muss die Bundesregierung dieses Programm nun<br>
unverzüglich vorlegen; alle Bundesministerien und Koalitionspartner sind aufgefordert,<br>
konstruktiv und ohne Scheuklappen die notwendigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem sollten, wie im Koalitionsvertrag verabredet, die einzelnen Sektoren ihrer<br>
Verantwortung gerecht werden. Denn mit diesen Maßnahmen setzen wir das klare Signal, dass<br>
wir die Klimaziele in allen Sektoren erreichen müssen. Paris-konforme Klimaneutralität lässt<br>
sich nur erreichen, wenn die Emissionen in allen Sektoren schnell beendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade wegen des Krieges gegen die Ukraine und der immer stärker wahrnehmbaren Folgen der<br>
Klimakrise mögen manche zweifeln, ob all das zu erreichen ist. Schon wieder sagen manche,<br>
dass es jetzt Wichtigeres gebe. Aber genau diese Haltung hat uns an den Punkt gebracht, an<br>
dem wir jetzt stehen. Die Klimakrise wartet nicht. Ob sie zur Klimakatastrophe wird oder<br>
nicht, entscheiden wir, hier und heute. Wir entscheiden es unter schwierigen Bedingungen,<br>
aber mit aller Entschlossenheit. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Kopf in den Sand zu<br>
stecken. Vielmehr ist es unsere Verantwortung, unsere Pflicht, zielgerichtet, pragmatisch<br>
und ohne Tabus, beherzt und konsequent das zu tun, was nötig ist, um uns alle vor der<br>
Klimakatastrophe zu bewahren. Dafür arbeiten wir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch das schaffen wir nicht allein, auch nicht als Regierungspartei. Wir brauchen dafür<br>
nicht nur die Unterstützung unserer Koalitionspartner, unserer internationalen Partner*innen<br>
und unserer Partner*innen in Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft, in Ländern und Kommunen,<br>
sondern auch den Druck der Zivilgesellschaft, der Bewegungen und Verbände, die uns immer<br>
wieder daran erinnern, was noch mehr nötig und möglich wäre. Und wir brauchen das Vertrauen<br>
und die Mithilfe der Menschen in diesem Land. Die Menschheitskrise Erderhitzung betrifft uns<br>
alle, und nur gemeinsam können wir sie in den Griff bekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimaschutz gestalten: gemeinsam, fair, gerecht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimaschutz und die konsequente Transformation hin zu einer klimaneutralen Zukunft kann nur<br>
gelingen, wenn wir sie für alle möglich machen. Wie das gehen kann, haben wir im Sommer<br>
gesehen, als es mit dem 9-Euro-Ticket plötzlich für viele Menschen erschwinglich war,<br>
öffentlichen Nahverkehr zu nutzen und damit auch noch Geld für andere Ausgaben zu sparen.<br>
Gerade Menschen mit geringen Einkommen müssen den Mehrwert der Transformation spüren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Energiewende – und damit die 100-prozentige Versorgung aus Ökostrom – ist der Garant für<br>
bezahlbare Energiepreise für alle sowie für Energiesicherheit. Auch deswegen werden wir<br>
schneller beim Ausbau. Gerade jetzt muss ein CO2-Preis mit einem sozial-gerechten Ausgleich<br>
dafür sorgen, dass notwendige Entlastung finanziert und eine klimagerechte Wirtschaft<br>
gefördert werden können. Zu einer solchen sozial gerechten Rückzahlung der Einnahmen aus dem<br>
CO2-Preis gehört das Klimageld, das wir – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – gemeinsam<br>
mit unseren Koalitionspartnern umsetzen wollen. Das Finanzministerium muss dazu bis Ende des<br>
Jahres einen Mechanismus vorlegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimaschutz sozial gerecht umzusetzen heißt auch, dass klimagerechtes Wirtschaften und die<br>
Dekarbonisierung der Industrie wettbewerbsfähig werden. Dafür braucht es grüne Leitmärkte<br>
und Investitionssicherheit, zum Beispiel durch Beschaffungsquoten für klimaneutrale<br>
Grundstoffe und Klimaschutzverträge, sogenannte Carbon Contracts for Difference, die den<br>
Unterschied zwischen dem aktuellen CO2-Preis und den tatsächlichen CO2-Vermeidungskosten<br>
finanzieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit und mit konkreten Maßnahmen zur Erreichung der Sektorziele hat die Industrie die<br>
Planungssicherheit, die sie braucht, um die Produktion klimaneutral umzubauen. Die<br>
tiefgreifende Transformation der gesamten Industrie, speziell der Grundstoffindustrie und<br>
aller energieintensiven Branchen, nutzen wir als Innovationstreiber für nachhaltige<br>
Technologien und für den Ausbau einer Kreislaufwirtschaft, die auf erneuerbaren Energien<br>
basiert. Um künftig deutlich unabhängiger von Technologieimporten zu werden, stoßen wir eine<br>
Strategie für eine gemeinsame unabhängige europäische Industriepolitik zur Herstellung von<br>
Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien an. Europa kann sich in großen Teilen sowohl<br>
selbst aus heimischen erneuerbaren Energiequellen versorgen, als auch die dafür notwenige<br>
Technik wieder verstärkt selbst produzieren. Damit sichern wir die Energiewende ab und<br>
gestalten sie sozial ausgewogen durch gut bezahlte, zukunftsfeste Arbeitsplätze.<br>
Gleichzeitig werden wir mit anderen Ländern Energiewende-Partnerschaften auf Augenhöhe<br>
forcieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Niedriger Energieverbrauch und erneuerbare Energieerzeugung in Gebäuden verringern<br>
finanzielle Risiken und liefern einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur<br>
Energiewende. Darum unterstützen wir Solardächer und machen sie zum Standard – beginnend mit<br>
Neubauten sowie öffentlichen und Gewerbegebäuden; perspektivisch ausgeweitet auf den<br>
Bestand. Wir verbessern dazu endlich wieder die Rahmenbedingungen für Bürger*innen-<br>
Energiegemeinschaften, entbürokratisieren den Mieterstrom und stärken kommunale Beteiligung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunen und Landkreise werden wir bei Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise<br>
und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterereignisse unterstützen. Wir<br>
fördern Initiativen sowohl zur Dach- und Fassadenbegrünung als auch zur Entsiegelung von<br>
Flächen, um den Wasserhaushalt besser zu regulieren. Ein gesundes Wohnumfeld und der Schutz<br>
der Bevölkerung in Katastrophenlagen hat für uns oberste Priorität und muss gewährleistet<br>
werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Energiemarkt, Netzausbau und Arbeitsmarkt: Erneuerbare im Mittelpunkt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2035 zu erreichen, brauchen wir ein neues<br>
Energiemarktdesign, das vollständig auf Erneuerbaren fußt. Zugleich steigt für die nötige<br>
Sektorenkopplung die Notwendigkeit eines stabilen, leistungsfähigen Stromnetzes weiter an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher werden wir den Plan für den Ausbau der Übertragungsnetze kontinuierlich an neue<br>
Herausforderungen anpassen und mit dem Rück- und Umbau des Gasnetzes sowie dem Aufbau eines<br>
grünen Wasserstoffnetzes koordinieren. Gemeinsam mit den Betroffenen werden wir die Prozesse<br>
so intensivieren, dass kürzere Verfahren zu einer besseren Planung und Beteiligung der<br>
Menschen vor Ort führen. Die Netzentgelte werden wir so reformieren, dass sie die<br>
Transformation zur Klimaneutralität fördern und die Kosten des Ausbaus der erneuerbaren<br>
Energien fair verteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beim Ausbau des Verteilnetzes wird eine vorausschauende Planung zur Pflicht und eng an den<br>
Ausbau von E-Mobilität, Wärmepumpen und Erneuerbaren gekoppelt. Netzanschlüsse werden<br>
schneller gebaut und digitalisiert. Flexible Strom- und Wärmespeicher in Dörfern und<br>
Quartieren sichern die Versorgung und minimieren den notwendigen Netzausbau. Schließlich<br>
wollen wir Stromspitzen kostengünstig zur Wärmeerzeugung und zur Umwandlung in andere<br>
Energieträger einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine auf 100 Prozent Erneuerbaren basierende Energieversorgung funktioniert nur europäisch.<br>
Das über ganz Europa die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, das kommt selten vor.<br>
Daher müssen wir die europäischen Netze stärken und die Erneuerbaren in ganz Europa zum<br>
Standard machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein passgenaues und damit sektorenübergreifendes Energiemarktdesign, das die ganze<br>
Akteursvielfalt im Blick hat, ist das Herzstück eines vollständig auf Erneuerbaren<br>
basierenden Energiesystems. Die Verwerfungen in der aktuellen Krise zeigen einmal mehr, dass<br>
hier dringender Handlungsbedarf besteht, den wir zusammen mit Wissenschaft und Wirtschaft<br>
adressieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von den letzten Bundesregierungen wurde eine unübersichtliche Bürokratie aufgebaut, die den<br>
Ausbau der Erneuerbaren ausbremste. Diese bauen wir systematisch ab. Insbesondere<br>
Privatleute und Bürger*innenenergie-Gemeinschaften befreien wir von den Fallstricken<br>
unkalkulierbarer Ausschreibungen und Anmeldungsprozessen. Die Erneuerbaren machen wir damit<br>
zum Gewinnerthema auf dem Land und in der Stadt. Kommunen werden bei Windkraft stärker<br>
beteiligt und die Menschen vor Ort können sich zu fairen Bedingungen bei Solarprojekten<br>
engagieren. Alle profitieren von sanierten Kindergärten und ausgebauten Radwegen. Das<br>
schafft Akzeptanz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch zum Stromnetz, dem Rückgrat der Sektorenkopplung, wollen wir einen fairen Zugang für<br>
alle. Die Stromleitungen brauchen eine effiziente Auslastung, um die Kosten gering zu<br>
halten. Die Landwirtschaft wird dazu mit Agri-PV und flexiblen Biogasanlagen noch stärker<br>
Teil der Energiewirtschaft, der Verkehr zum flächendeckenden Großabnehmer – und über<br>
Rückeinspeisung zum wichtigen Stabilisator unserer Netze. Die Gebäudewirtschaft liefert<br>
Solarstrom vom Dach und heizt mit Wärmepumpen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wärmewende: effizient und erneuerbar</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>40 Prozent der Klimagase werden in Deutschland durch Gebäude ausgestoßen. Wir legen deshalb<br>
einen Schwerpunkt auf ökologisches Heizen, Bauen und vor allem Sanieren. Nur so können wir<br>
es schaffen, die kumulierte Lücke von 152 Millionen Tonnen CO2 zu den Klimazielen der<br>
Bundesregierung bis 2030 im Gebäudebereich zu schließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist deshalb klima-, energie- und sicherheitspolitisch nicht haltbar, dass die Gasheizung<br>
die vorherrschende Wärmetechnik bleibt, mit einem Marktanteil von aktuell über 70 Prozent.<br>
Und sie entwickelt sich auch für die Verbraucher*innen immer mehr zur Kostenfalle. Heizen<br>
muss zügig klimaneutral werden. Deshalb haben wir die Förderung von Gasheizungen<br>
eingestellt; ab 2024 gilt eine Mindestquote von 65 Prozent Erneuerbaren für neue Heizungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die gesetzlichen Mindesteffizienzstandards im Neubau und Bestand werden wir mit der Reform<br>
des Gebäudeenergiegesetzes anheben und auf den Klimaschutzpfad bringen. Erneuerbare Energie<br>
für Wärme und Kühlung soll schnell das neue Normal werden. Perspektivisch wollen wir jedes<br>
neue und möglichst viele sanierte Gebäude zu Plusenergiehäusern machen. Denn auch<br>
erneuerbare Energien müssen wir effizient einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir können die Klimaziele nur mit konsequent ressourcenschonendem und nachhaltigem Bauen<br>
erreichen. Bei jeder Planung sollte ab sofort der gesamte Stoff- und Energieverbrauch für<br>
Bau, Betrieb und späteren Rückbau berücksichtigt werden. Wir setzen uns auch hier für den<br>
Einstieg in die Kreislaufwirtschaft ein, mit dem Ziel einer kompletten stofflichen Wieder-<br>
oder Weiterverwertung. Damit energie- und ressourcenschonend sowie giftfrei gebaut wird,<br>
braucht es eine Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen, ein Gebäude-Ressourcen-<br>
Gesetz sowie verbindliche Klimaschutzstandards bei allen gesetzlichen Vorgaben, Normen und<br>
Bauordnungen. Um Gebäude kreislaufgerecht planen, bauen und modernisieren zu können, wollen<br>
wir einen digitalen Gebäude-Materialpass einführen. So werden unsere Gebäude und<br>
Bauschuttdeponien zu Rohstoffquellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Modernisierung des Gebäudebestandes zügig und konsequent voranzubringen, setzen wir<br>
uns sowohl für eine deutliche Steigerung der bereitgestellten Fördermittel als auch für eine<br>
Ausrichtung von Förderrichtlinien auf die Klimaschutzwirkung der Maßnahme, auf mehr<br>
Nachhaltigkeit und auf Ressourceneffizienz ein. Hinsichtlich der verwendeten Baustoffe<br>
brauchen die Programme im Sinne einer Holzbau-, Leichtbau- und Rohstoffsicherungsstrategie<br>
des Bundes eine klare Ausrichtung auf mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns für einen wirksamen Schutz von Mieter*innen bei der Wärmewende ein. Wir<br>
wollen die Kosten für klimafreundliche Modernisierungen zwischen Vermieter*innen und<br>
Mieter*innen – auch mittels staatlicher Unterstützung – fair aufteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Ergänzung des Wohngeldes um das Klimawohngeld wollen wir allen ermöglichen, in<br>
klimafreundlichen Wohnungen zu leben. Die Heizkostenkomponente muss dringend der aktuellen<br>
Entwicklung angepasst werden. Dazu wollen wir den Heizkostenzuschuss im Wohngeld während der<br>
Energiekrise verstetigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell bezahlen allein die Mieter*innen die Umlage des CO2-Preises für Heizung und<br>
Warmwasser. Wir begrüßen deshalb die gemeinsame Gesetzesinitiative für eine gerechte<br>
Neuverteilung des CO2-Preises abhängig vom Sanierungsgrad zwischen Mieter*innen und<br>
Vermieter*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die Energieeffizienz ist es maßgeblich, bestehende Systeme zu verknüpfen. Es braucht<br>
Quartierslösungen beispielsweise auf Basis von Wärmenetzen, die mit erneuerbaren Quellen wie<br>
Abwärme, Geo- oder Solarthermie gespeist werden und bereitgestellte Energie vor Ort<br>
speichern. Auch die Fern- und Nahwärme muss dekarbonisiert werden. Dazu wollen wir ihre<br>
Förderung an klimaneutralen und gleichzeitig effizienten Lösungen ausrichten, wie an der<br>
Kombination von niedrigerer Temperatur und Wärmepumpen, und dazu die Wirtschaft in die<br>
Wärmesysteme einbinden. Für die Umsetzung dieser Systeme sind die Kommunen zentral. Wir<br>
begrüßen daher die Initiativen der Bundesregierung, die verbundenen klimaneutralen<br>
Energiesysteme über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze auszubauen und die<br>
kommunale Wärmeplanung zu stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nachhaltige Mobilität ist ein Schlüssel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere der Verkehrssektor ist derzeit nicht auf Kurs, um die Klimaziele zu erreichen.<br>
Hier wiegen die Konsequenzen der verfehlten Politik dreier CSU-Verkehrsminister besonders<br>
schwer und es gibt große Defizite bei der schnellen, dauerhaften Minderung der Emissionen.<br>
Umso wichtiger ist es, jetzt konsequent eine neue Politik zu verfolgen. Kurzfristige<br>
Maßnahmen wie die Einführung einer Klimaabgabe auf Pkw-Neuzulassungen, der soziale und<br>
klimagerechte Umbau des Dienstwagenprivilegs oder ein Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket<br>
sind unbedingt erforderlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der EU-Beschluss zum Ende des fossilen Verbrennungsmotors ab 2035 ist ein riesiger Erfolg<br>
für den Klimaschutz und für grüne Umweltpolitik. Er gibt den Autoherstellern, aber auch den<br>
Ladenetzbetreibern endlich Planungssicherheit. Die Dekarbonisierung der Antriebe hat damit<br>
einen klaren europäischen Rahmen. Pkw werden in Zukunft batterieelektrisch fahren. Damit<br>
nutzen wir die effizienteste Technologie, denn auch im Verkehr muss gelten: Auch aus<br>
erneuerbaren Quellen geerntete Energie ist ein knappes Gut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel von 15 Millionen vollelektrischen Pkw bis 2030<br>
weist den Weg. Dazu braucht es zusätzliche fiskalische Maßnahmen wie eine Klimaabgabe für<br>
Pkw-Neuzulassungen, eine deutliche Beschleunigung des Ladesäulenausbaus und eine intensive<br>
Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gewerkschaften zur Transformation der Automobilindustrie.<br>
Denn für alle Betroffenen gilt: Klimaneutralität kann, richtig gestaltet,<br>
Menschheitsaufgabe, Standortvorteil und Jobmotor zugleich sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von maßgeblicher Bedeutung für eine funktionierende Mobilitätswende ist ein attraktives<br>
öffentliches Angebot als Alternative zum eigenen Fahrzeug. Das 9-Euro-Ticket war dabei ein<br>
großer Erfolg. Über 30 Millionen Menschen nutzten das Ticket monatlich im Nahverkehr und<br>
rund 80 Prozent der Befragten haben sich für eine Fortsetzung ausgesprochen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Erfolg des 9-Euro-Tickets zeigt, dass auch kurzfristige Maßnahmen für den ÖPNV direkte<br>
Klimaerfolge bringen. Deshalb wollen wir eine möglichst zeitnahe Folgelösung. Wir haben<br>
dafür ein Konzept für eine Kombination aus einem landes- bzw. verbundweiten 29-Euro- und<br>
einem bundesweiten 49-Euro-Ticket vorgelegt. Unser Ziel bleibt, dass sich die Zahl der<br>
Nutzer*innen im ÖPNV bis 2030 mindestens verdoppelt. Eine Priorisierung der Mittel für den<br>
Ausbau von Schienen- und Businfrastruktur ist daher dringend geboten. Neben der<br>
Verkehrsvermeidung und der Förderung von Rad- und Fußverkehr ist dies das effektivste<br>
Mittel, um die Mobilitätswende schnell umzusetzen. Dazu müssen wir unsere Infrastruktur<br>
umbauen, um diese an unsere Klimaziele anzupassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere die Schiene wurde jahrzehntelang vernachlässigt. Es bedarf massiver<br>
Investitionen in Erhalt, Kapazitätsausbau und Elektrifizierung. Der Deutschland-Takt als<br>
Zielvorgabe für ein qualitativ hochwertiges, angebotsorientiertes System stellt für uns<br>
hierfür eine gute Grundlage dar, die nun endlich durch eine angemessene Bereitstellung von<br>
Finanzmitteln für Investition und Betrieb sowie für Planungskapazitäten auf den Weg gebracht<br>
werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erhöhung der Regionalisierungsmittel ist unabdingbar, damit die Länder die Qualität des<br>
öffentlichen Nahverkehrs erhalten und verbessern können. Dies kann über den Abbau<br>
umweltschädlicher Subventionen und eine ökologische Reform des Dienstwagenprivilegs<br>
finanziert werden. Der Bundesverkehrswegeplan muss dringend klimagerecht überarbeitet und<br>
reformiert werden, damit zukünftige Investitionen nicht mehr in den teuren Neubau von<br>
Autobahnen fließen. Dem klaren Vorrang der Schiene muss hier Rechnung getragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Tempolimit auf Autobahnen bleibt für uns weiter ein schnell wirkendes und nahezu<br>
kostenloses Instrument, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und unsere Klimabilanz<br>
zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klima schützt Natur schützt Klima</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der natürliche Klimaschutz hat Klimapotentiale, die an die Umstellung auf erneuerbare<br>
Energien heranreichen. Das hat auch der jüngste IPCC-Bericht bestätigt. Im Umkehrschluss<br>
droht bei einer weiteren Zerstörung natürlicher Kohlenstoffspeicher die Naturzerstörung zu<br>
einem nicht mehr aufzuhaltenden Beschleuniger der Klimakrise und des Artenaussterbens zu<br>
werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beide Krisen befeuern sich gegenseitig und können nur gemeinsam gelöst werden. Nur, wenn wir<br>
gesunde Natur schützen, stärken und wiederherstellen, können wir die notwendigen Klima- und<br>
Biodiversitätsziele erreichen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir in der Bundesregierung<br>
mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz 4 Milliarden Euro in konkrete Maßnahmen zum<br>
Schutz, zur Stärkung und Wiederherstellung gesunder Natur investieren und die relevanten<br>
Maßnahmen beschleunigen. Das ist dreifach gut angelegtes Geld: für mehr Biodiversität, für<br>
mehr Klimaschutz und für mehr Klimavorsorge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesunde Wälder und Auen, Böden und Moore, Meere und Gewässer, Grünflächen in der Stadt: All<br>
diese Ökosysteme können einen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz leisten. Sie können<br>
Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und langfristig speichern. Gleichzeitig sind sie<br>
wertvoller Lebensraum für bedrohte Arten und damit essentielle Voraussetzung im Kampf gegen<br>
das Artenaussterben. Außerdem leistet der natürliche Klimaschutz einen wichtigen Beitrag zur<br>
Klimavorsorge, denn gesunde Böden regulieren den Wasserhaushalt. Intakte Auen halten das<br>
Wasser zurück und tragen so zum Hochwasserschutz bei. Je besser der Zustand von Ökosystemen<br>
ist, desto widerstandsfähiger sind sie gegenüber Extremwetterereignissen wie Trockenheit<br>
oder Starkregen – und desto mehr können sie zu unserem Schutz beitragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schwerpunkte im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz sind eine Renaturierungsoffensive<br>
für Flüsse, Auen, Wälder und Seegraswiesen sowie der nationale Moorschutz. Wir wollen so<br>
viele Moorböden wie möglich schnell und umfassend wiedervernässen – und ein Ende der<br>
Torfnutzung. Landwirtschaftliche Betriebe werden wir bei Maßnahmen zur Wiedervernässung und<br>
bei der Einführung angepasster Bewirtschaftungsweisen unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen ist ein zentrales Ziel<br>
für den natürlichen Klimaschutz. Mit der Wiederherstellung dieser Ökosysteme soll im Sinne<br>
der Vorsorge Wasser wieder stärker in der Landschaft gehalten und die schnelle Entwässerung<br>
großer Flächen reduziert werden. Um einen naturnahen Wasserhaushalt zu erreichen, wollen wir<br>
mit der Bundesregierung noch in diesem Jahr eine rahmengebende Nationale Wasserstrategie<br>
beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Meeres- und Küstenökosysteme sind ein wichtiger Baustein des natürlichen Klimaschutzes.<br>
Denn die Weltmeere leiden nicht nur immens unter den Auswirkungen der Klimakrise. Gesunde<br>
Meere liefern gleichzeitig Sauerstoff, sie regulieren das Klima und sind ein wichtiger CO2-<br>
Speicher. Wir werden eine verbindliche Meeresstrategie erarbeiten und ein Aufbauprogramm für<br>
Seegraswiesen, Algenwälder, Salzwiesen und weitere marine sowie Küsten-Ökosysteme zur<br>
Verbesserung der natürlichen CO2-Speicherfähigkeit entwickeln. Eine Anrechnung von CO2-<br>
Speicherpotenzialen durch natürliche Kohlenstoffsenken auf die Minderungsziele lehnen wir<br>
ab. Der Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen als CO2-Senken sind zusätzliche und<br>
eigenständige Ziele im Klimaschutzgesetz. Mit natürlichem Klimaschutz stärken wir natürliche<br>
Kohlenstoffsenken und bekämpfen zugleich die Biodiversitätskrise und das Artenaussterben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern wollen wir die Verhandlungen bei der<br>
Weltnaturschutzkonferenz in Montreal im Dezember endlich erfolgreich abschließen. Es braucht<br>
einen neuen internationalen Rahmen zum Schutz unserer Natur und mehr finanzielle<br>
Unterstützung der Industrienationen für die Umsetzung im globalen Süden. Wir wollen<br>
international vorangehen und werden, wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, eine<br>
erhebliche Erhöhung der internationalen Biodiversitätsfinanzierung noch in diesem Jahr<br>
verkünden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr ökologische Landnutzung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Waldbrandgefahr vervielfacht sich im Zuge der Klimakrise durch anhaltende Trockenheit<br>
und verödete Forstlandschaften. Deshalb brauchen wir wieder mehr echte Wälder: als<br>
Wasserspeicher, Luftfilter, Bodenschützer und als wichtige Verbündete beim Klimaschutz. Wir<br>
brauchen eine klimaresiliente vielfältige Landwirtschaft, um auch in Krisenzeiten gute,<br>
gesunde und regionale Lebensmittel unter fairen Bedingungen für alle erzeugen zu können.<br>
Fair für das Klima, fair für Umwelt und Tiere, fair für die Verbraucher*innen – und fair für<br>
die Landwirt*innen. Denn eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung braucht Bäuerinnen und<br>
Bauern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts von immer häufigeren Dürren und Unwettern, Insektensterben und Artenverlust in<br>
der Agrarlandschaft sowie dem Höfesterben ist eine Agrarwende hin zu einer ökologischeren,<br>
tierfreundlichen und klimarobusten Landwirtschaft mit fairen Einkommen für die<br>
Landwirt*innen entscheidend. Gerade in diesem Jahr zeigt sich, dass schon jetzt viele<br>
Anbauregionen bei uns und in ganz Europa mit Trockenheit und Dürren zu kämpfen haben. Und es<br>
werden in den kommenden Jahren wohl immer mehr. Umso wichtiger, dass der Boden gesund ist –<br>
mit genügend Humus, um ausreichend Wasser zu speichern. Die ökologische Bewirtschaftung<br>
bietet die Chance, den Schutz der Biodiversität und des Klimas mit der Lebensmittelerzeugung<br>
gut zu verknüpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf mindestens 30 Prozent der Fläche erhöhen.<br>
Die Bundesregierung wird dazu eine Strategie auflegen, die Forschung, Betriebe und Absatz<br>
gleichermaßen fördert. Außerdem werden wir zusammen mit den Landwirt*innen eine nachhaltige,<br>
nasse Landwirtschaft für genutzte Moorböden entwickeln. Dazu fördert das<br>
Landwirtschaftsministerium beispielsweise extensive Weidewirtschaft und Paludikulturen –<br>
auch in Kombination mit erneuerbaren Energien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Agroforstsysteme, Agri-PV-Systeme, Mischkulturen, weite Fruchtfolgen mit Zwischenfrüchten,<br>
die Einarbeitung von Pflanzenresten und eine ganzjährige Bodenbedeckung machen den Ackerbau<br>
sowohl klimafreundlicher als auch robuster. Gleichzeitig können sie zu einem guten Einkommen<br>
für die Landwirt*innen beitragen. Die europäischen Agrarzahlungen sollen dazu auf die<br>
Honorierung dieser ganzheitlichen gesellschaftlichen Leistungen ausgerichtet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine weitere zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre ist der Umbau der landwirtschaftlichen<br>
Tierhaltung hin zu klima-, umwelt- und tiergerechten Haltungsformen. Um Landwirt*innen auf<br>
diesem Weg zu unterstützen, braucht es ein Paket aus verpflichtender<br>
Tierhaltungskennzeichnung, angepasstem Bau- und Genehmigungsrecht, klaren Regeln sowie<br>
tragfähiger Förderung. Entsprechende Gesetzesentwürfe des Landwirtschaftsministeriums liegen<br>
vor. Wenn wir landwirtschaftlichen Betrieben eine echte Perspektive geben wollen, müssen wir<br>
sie bei den Mehrkosten, die durch höhere Tierschutzstandards entstehen, unterstützen. Um<br>
Klima- und Umweltziele zu erreichen, müssen wir die Tierzahlen in Deutschland senken und sie<br>
stärker an die verfügbare Fläche für die Futtermittelproduktion binden, denn Futter von den<br>
eigenen Feldern ist klimafreundlich und Weidehaltung sorgt für besseren Tierschutz. Den<br>
durch die Landwirtschaft maßgeblich mitverursachten Ausstoß von Methan und Lachgas, der<br>
einen großen Anteil zur Erderhitzung beiträgt, wollen wir deutlich verringern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine zukunftsfeste Tierhaltung muss standortangepasst und unabhängig von Regenwald-Soja<br>
sein. Mit der Eiweißstrategie unterstützen wir diese Umstellung. Industrielle<br>
Massentierhaltung ist mit einer klimagerechten Zukunft nicht vereinbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimagerechtigkeit in Europa und weltweit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Inseln im Pazifik drohen, durch die Klimakrise unterzugehen. Die Dürre in Ostafrika<br>
verursacht Hunger und verschärft Armut. Frauen, marginalisierte Gruppen und Menschen, die in<br>
Armut leben, sind besonders von den Folgen wie Luftverschmutzung, mangelndem Zugang zu<br>
Trinkwasser und dem Schwinden von landwirtschaftlichem Boden betroffen. Die Länder, die am<br>
wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am meisten unter deren Folgen. Die<br>
Erderhitzung einzudämmen, ist daher nicht nur eine ökologische, sondern auch eine<br>
Gerechtigkeitsfrage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Fortschreiten der Klimakrise ist eine Gefahr für unsere Sicherheit und Freiheit. Durch<br>
die Klimaaußenpolitik muss es uns mit diplomatischen Mitteln gelingen, die globale<br>
Energiewende, nachhaltige Entwicklung und den Schutz unserer Biodiversität EU-weit und<br>
international voranzutreiben. Mit der Entwicklungspolitik unterstützen wir unsere<br>
Partner*innen weltweit beim langfristigen Umbau ganzer Sektoren und verfolgen eine<br>
transformative, globale Strukturpolitik; damit richten wir nationale und internationale<br>
Institutionen auf die Pariser Klimaziele und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der<br>
Agenda 2030 (SDGs) aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland und Europa müssen stärker mit gutem Beispiel vorrangehen und klimagerechten<br>
Wohlstand umsetzen. Konkret bedeutet das, dass die politischen Entscheidungen daran gemessen<br>
werden müssen, ob ihre Folgen mit der Einhaltung der planetaren Grenzen und den<br>
Nachhaltigkeitszielen vereinbar sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Europäische Green Deal eröffnet die Chance, die EU zum ersten klimaneutralen<br>
Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Die ambitionierte und schnelle Umsetzung des „Fit For<br>
55“-Pakets ist dafür essentiell. Wir unterstützen alle weiteren Maßnahmen, die dazu<br>
beitragen, diesen Prozess zu beschleunigen und damit die Klimaziele für Europa zu erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen gemeinsam mit der EU-Kommission den natürlichen Klimaschutz europaweit und<br>
weltweit voranbringen. Wir unterstützen die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur als<br>
zentrales Element zur Umsetzung der europäischen Biodiversitätsstrategie. Rechtsverbindliche<br>
Ziele zur Renaturierung von Meeren, Flüssen und Wäldern, von Ökosystemen in der Stadt und in<br>
der Agrarlandschaft sowie zum Schutz von Bestäubern sind ein Aufbruch für den Natur- und<br>
Klimaschutz in der EU.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Industriestaaten haben am meisten von der Ausbeutung der globalen Ressourcen profitiert<br>
und müssen deshalb ein verlässlicher Motor und Vorreiter im Kampf gegen die Klimakrise<br>
weltweit sein. Im Rahmen der G7-Präsidentschaft hat Deutschland erste Klima- und<br>
Entwicklungspartnerschaften etabliert, die wir mit weiteren Partnerländern schnell ausbauen<br>
und vorantreiben möchten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In wenigen Wochen wird die UN-Klimakonferenz COP 27 in Ägypten die massiven weltweiten<br>
Auswirkungen der Klimakrise beleuchten und um Maßnahmen zu deren Bekämpfung ringen. Es geht<br>
dabei um ein ambitioniertes Arbeitsprogramm, mit dem bis 2030 global ein mit dem 1,5-Grad-<br>
Ziel kompatibler Entwicklungspfad erreicht wird. An diesem Programm müssen auch die<br>
nationalen Klimaziele ausgerichtet sein. Wir erwarten eine Beschleunigung der weltweiten<br>
Energiewende sowie einen regelmäßigen politischen Austausch über die Umsetzung der<br>
Maßnahmen, über Initiativen und die Erreichung der sektoralen Ziele als Ergebnis der<br>
Konferenz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ägypten gehört zu den repressivsten Staaten im Nahen und Mittleren Osten sowie in<br>
Nordafrika. Zur Förderung von Klimaschutz braucht es eine starke, politisch aktive und vom<br>
Staat unabhängig agierende Zivilgesellschaft. Es ist deshalb unabdingbar, dass Ägypten als<br>
Ausrichter der COP den eigenen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sowie der Presse<br>
dauerhaft die Freiheit gibt, auf Defizite im Klimaschutz aufmerksam machen zu können.<br>
Ansonsten droht die COP, zum Greenwashing der Staatsführung zu werden – und zu einem<br>
Instrument, um von der katastrophalen Menschenrechtsbilanz einschließlich der tausenden<br>
politischen Gefangenen abzulenken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Rahmen der internationalen Klimapolitik muss Deutschland ein ambitioniertes,<br>
solidarisches und verlässliches Partnerland sein und seiner Verantwortung für den eigenen,<br>
für den globalen Klimaschutz und für die Anpassung an die Klimakrise gerecht werden. Dabei<br>
werden wir klimapolitische Maßnahmen im Sinne des postkolonialen Ansatzes gemeinsam mit<br>
unseren Partner*innen entwickeln, eng mit multilateralen Partner*innen abstimmen und bei der<br>
Umsetzung die Länderrechte der indigenen Bevölkerung stets achten. Das ist auch unser<br>
Anspruch für das Auftreten Deutschlands bei der diesjährigen COP 27 in Ägypten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Folgen der Klimakrise schlagen in den ärmsten Staaten der Welt ganz besonders dramatisch<br>
zu. Wir müssen deshalb die Klimaanpassung beschleunigen. Darum braucht es bei Schäden und<br>
Verlusten jetzt deutlich stärkere und verbindliche Unterstützung durch die Industrieländer.<br>
Dazu haben sich die G7 Ende Mai 2022 erstmals bekannt. Ein richtiger Schritt voran, dem aber<br>
noch viele folgen müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss gerade angesichts der multiplen Krisen, die die Umsetzung von<br>
Klimaprojekten in vielen Weltregionen gefährden, seinen Beitrag zur kollektiven<br>
Verdopplungszusage der Anpassungsfinanzierung leisten. Ergänzend wollen wir die<br>
Rahmenbedingungen für privates Kapital verbessern, wenn dieses in echten Klimaschutz und<br>
konsequente Klimaanpassung investiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Programmen der Entwicklungspolitik wie auch der Internationalen Klimaschutzinitiative<br>
der Bundesregierung leisten wir ganz konkrete Unterstützung für mehr Klimaschutz und<br>
Klimaanpassung. Gemeinsam wollen wir als G7 vorangehen, um aus der Kohle auszusteigen und<br>
die Emissionen im Energiesektor, im Verkehr und der Industrie so schnell wie möglich zu<br>
reduzieren. Es geht darum, gemeinsam eine Welle höherer Klimaambitionen zu erzeugen und<br>
andere Staaten mitzunehmen. Gleichzeitig brauchen wir einen Schub für mehr<br>
Klimagerechtigkeit und klare Fortschritte bei der Klimafinanzierung sowie ein Umlenken<br>
globaler Finanzströme im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimagerechtigkeit heißt aktuell vor allem, alles daran zu setzen, die große Maßnahmenlücke<br>
zwischen Klimazielen und politischem Handeln auf internationaler Ebene zu schließen.<br>
Insbesondere betrifft dies den zugesagten deutschen Beitrag von jährlich 6 Milliarden Euro<br>
für die Klimafinanzierung in Ländern des globalen Südens bis 2025. Das bedeutet auch, die<br>
Länder des globalen Südens in den Bereichen Energiesicherheit, Klimaanpassung,<br>
Verkehrspolitik, Landwirtschaft und nachhaltiger Wirtschaft zu unterstützen. Zur UN-<br>
Klimakonferenz COP 27 im November muss die Bundesregierung dazu eine verlässliche Zusage<br>
leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch den russischen Angriffskrieg ist weltweit eine neue Dynamik entstanden, denn auch dem<br>
Letzten ist nun der Zusammenhang zwischen Klima, Energie, Sicherheit, Ernährung, Freiheit<br>
und Frieden klargeworden. Viele Staaten setzen auf den Ausbau von erneuerbaren Energien.<br>
Aber es gibt auch Kräfte, die den Moment des Krieges nutzen, um unter dem Vorwand der<br>
Energiesicherheit Öl, Gas und fossile Infrastrukturen dauerhaft zu festigen und auszubauen.<br>
Umso wichtiger ist es, dass wir alle Kanäle nutzen, um die Weichen für mehr Klimaschutz und<br>
für mehr Tempo bei der globalen Energiewende zu stellen. Die Verbrechen an der<br>
Menschlichkeit durch das russische Regime dürfen nicht als Deckmantel für neue langfristige<br>
fossile Abhängigkeiten dienen. Denn das würde nicht nur dem Aggressor in die Hände spielen,<br>
sondern auch die internationalen Klimaschutzmaßnahmen ad absurdum führen. Die einfache<br>
Logik, dass im Zweifel fossile Energieträger eine sichere Versorgung bereitstellen, ist<br>
widerlegt. Die neue Rolle der erneuerbaren Energien als Garanten für eine starke<br>
Selbstversorgung, Sicherheit und Freiheit gilt es, international zu festigen und die<br>
Hinwendung zu klimaneutraler Versorgung in anderen Ländern durch strukturelle, finanzielle<br>
und technische Unterstützungsangebote zu stärken.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 06 Sep 2022 11:35:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BFR-FS-12: Wertegeleitet, multilateral, handlungsfähig: grüne Friedens- und Sicherheitspolitik in der Zeitenwende</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626</link>
                        <author>Bundesvorstand (beschlossen am: 02.09.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/fs-12-wertegeleitet-multilateral-handlungsfahig-grune-friedens-un-17626</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der russische Angriff auf die Ukraine ab dem 24. Februar 2022 markiert einen historischen<br>
Einschnitt für unsere Friedensordnung in Europa. Vladimir Putin zeigt uns mit diesem<br>
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in aller Deutlichkeit, welche Ziele er verfolgt: Er führt<br>
sein imperialistisches Machtstreben fort und will den Integrationsprozess in Europa<br>
zurückdrehen. Die freie, demokratische Lebensweise in unseren offenen Gesellschaften sieht<br>
er als Bedrohung der eigenen Machtbasis. Die auf dem Selbstbestimmungsrecht beruhende<br>
regelbasierte internationale Ordnung hat er aufgekündigt. Als Demokrat*innen verteidigen die<br>
Ukrainer*innen in diesem Krieg daher nicht nur ihr eigenes Territorium, sondern die Freiheit<br>
aller, die in Frieden und Freiheit, in Würde und einer multilateralen, auf<br>
Gleichberechtigung und dem Völkerrecht fußenden internationalen Ordnung leben wollen. Wir<br>
stehen in voller Solidarität an der Seite dieser mutigen Menschen und der Ukraine. Wir<br>
unterstützen sie entschlossen gegen die Aggression Russlands, die sich auch gegen uns selbst<br>
und unsere Art zu leben richtet. Ein Erfolg Putins wäre eine globale Ermutigung für das<br>
Recht des Stärkeren und ein Zurückdrängen der Stärke des Rechts.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Herausforderung, die Russland für uns bedeutet, nimmt das geeinte Europa an und leitet<br>
dringend notwendige Kurskorrekturen in der eigenen Politik ein. Die Europäische Union und<br>
ihre Mitgliedstaaten haben schnell, geschlossen und mit Klarheit auf die Aggression des<br>
Kremls reagiert. Wir haben Sanktionen erlassen und den Ausstieg aus russischen Fossilen<br>
beschleunigt. Wir leisten humanitäre Hilfe und stellen die unbürokratische Aufnahme von<br>
Geflüchteten sicher. Wir liefern Waffen und bilden ukrainische Soldat*innen aus. Wir haben<br>
die eigenen militärischen Kapazitäten gestärkt und den Schutz der Mitgliedsstaaten an den<br>
östlichen Grenzen gesteigert. Wir haben einstimmig für einen EU-Kandidatenstatus der Ukraine<br>
und Moldau gestimmt – und unterstützen die Aufnahme Finnlands und Schwedens in die NATO.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der russische Angriffskrieg in der Ukraine führt uns vor Augen, wie fatal es ist, wenn wir<br>
uns von Autokraten und außenpolitisch aggressiven Akteuren abhängig machen. Und wir stellen<br>
fest, wie existentiell eine ausreichende zivile und militärische Wehrhaftigkeit ist. Deshalb<br>
liefern wir Waffen an die Ukraine und wollen das auch weiterhin verstärkt tun, wo nötig auch<br>
aus den Beständen der Bundeswehr und der Industrie. Zur Wehrhaftigkeit gehört auch unsere<br>
Mitgliedschaft in der NATO. Mit ihrer Beistandsverpflichtung garantiert sie als<br>
multilaterales Verteidigungsbündnis unverzichtbaren Schutz für die gemeinsame Sicherheit<br>
Europas und unserer Verbündeten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig werden wir von unseren tiefsten Überzeugungen als Friedenspartei nicht<br>
abrücken. Auch wenn militärische Mittel aktuell zur Verteidigung des Friedens und zur<br>
Solidarität mit den Menschen in der Ukraine unausweichlich sind, stehen wir im Sinne einer<br>
feministischen Außenpolitik langfristig für die Prinzipien von Abrüstung und<br>
Demilitarisierung sowie den Vorrang des Zivilen ein. Feministischer Außenpolitik liegt die<br>
Überzeugung zugrunde, dass Geschlechtergerechtigkeit und gleichberechtigte Teilhabe<br>
Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden und Sicherheit in der Welt sind. Unsere Bemühungen<br>
zur Stärkung von Initiativen zur atomaren Abrüstung und zur Rüstungskontrolle müssen wir<br>
gerade in diesen stürmischen Zeiten erhöhen. In unserem Streben nach einer Welt ohne<br>
Atomwaffen werden wir nicht nachlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erschütterungen durch den russischen Angriff sind global und vergrößern vielerorts das<br>
Leid von Millionen unschuldiger Menschen. Putins Aggression hat über einen drastischen<br>
Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise zu einer beispiellosen Ernährungs- und<br>
Versorgungskrise weltweit, insbesondere jedoch in den Staaten des Globalen Südens geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schätzt die Zahl der Menschen, die wegen<br>
fehlender Nahrungsmittel in Lebensgefahr oder Existenznot geraten, in diesem Jahr auf 323<br>
Millionen. Davon sind 47 Millionen Menschen allein durch Russlands Krieg in der Ukraine<br>
hinzugekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Entwicklung verschlimmert die soziale und wirtschaftliche Situation gerade in den<br>
Staaten, die bereits durch die Klimakrise mit großen Versorgungskrisen zu kämpfen haben, und<br>
erhöht das Risiko interner Konflikte. Diesem perfiden Versuch Putins, die Weltgemeinschaft<br>
zu spalten, müssen wir mit verstärkter Kooperation zwischen den Demokratien und mehr<br>
multilateralem Engagement bei der Bewältigung der globalen Krisen entschieden entgegentreten<br>
– insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Energie, Ernährung und Konfliktbearbeitung.<br>
Denn die weltweite Sicherheit hängt nicht vom simplen „für oder gegen“ Russland und China<br>
ab, sondern von der Frage, wer das Völkerrecht und damit die Gleichberechtigung aller<br>
Staaten als Grundlage für die internationale Friedensordnung akzeptiert, respektiert und<br>
verteidigt; und welche Staaten stattdessen auf eine Politik des Großmachtstrebens setzen.<br>
Als Grüne treten wir entschlossen für die in der Charta der Vereinten Nationen verankerten<br>
Prinzipien des internationalen Rechts ein. Wir werden es nicht zulassen, dass Freiheit durch<br>
Unterdrückung, Demokratie durch Diktatur und Würde durch Erniedrigung ersetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Erhalt der internationalen Friedensordnung kann nach dem Angriff Russlands auf die<br>
Ukraine nur dann gelingen, wenn wir uns klar auf die Prinzipien einer wertegeleiteten<br>
Außenpolitik sowie eines breiten, modernen Sicherheitsbegriffs verständigen – und auch<br>
danach handeln. Dieser Sicherheitsbegriff muss das Digitale zum Schutz unserer Demokratie<br>
vor Destabilisierungsversuchen von Staaten wie Russland umfassen. Und er muss die<br>
menschliche Sicherheit im Mittelpunkt haben. Grüne Friedenspolitik heißt, sich genau dieser<br>
Prinzipien immer wieder zu vergewissern, sie im Angesicht der Bedrohung der globalen<br>
Friedensordnung zu schärfen und sich in der Regierung für ihre Umsetzung einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für menschliche Sicherheit und eine feministische Außenpolitik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser umfassender Sicherheitsbegriff bietet ein effektives Instrument zur Prävention und<br>
Bearbeitung von Konflikten und Krisen sowie zur Überwindung struktureller Gewalt. Wir denken<br>
dabei Sicherheit vom Menschen aus, der mit seiner Würde und Freiheit im Zentrum unserer<br>
Politik steht. Hierbei holen wir in Deutschland lange Versäumtes nach und nehmen auch<br>
vergleichsweise neue sicherheitspolitische Bedrohungen sehr entschlossen in den Blick. Die<br>
Stärkung der Menschenrechte, die Prävention von Krisen und das gewaltfreie Handeln im Umgang<br>
mit Konflikten stehen immer im Zentrum unserer Außen- und Sicherheitspolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein zentraler Bestandteil unseres Verständnisses von Sicherheit ist auch eine feministische<br>
Außenpolitik. Sie steht für die Umsetzung der Menschenrechte aller, die Gleichberechtigung<br>
der Geschlechter, die Überwindung struktureller Ungleichstellung marginalisierter Gruppen –<br>
beispielsweise von Indigenen, von Rassismus Betroffenen oder LSBTIQ* –, für die gerechte<br>
Verteilung von Macht und Ressourcen sowie ein Leben in Würde und Selbstbestimmung aller.<br>
Zahlreiche Forschungen belegen einen starken Zusammenhang zwischen Geschlechtergerechtigkeit<br>
und Frieden. Die Überwindung der vorherrschenden strukturellen Gewalt gegen Frauen und<br>
marginalisierte Gruppen ist Voraussetzung für nachhaltigen Frieden und umfassende<br>
menschliche Sicherheit. Unsere Außenpolitik und alle Politikfelder müssen daher in<br>
Kooperation mit feministischen Akteur*innen ausnahmslos und institutionell verankert<br>
intersektional-feministisch ausgerichtet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Handeln darf Konflikte nicht befördern oder anderen Staaten in ihrer nachhaltigen<br>
Entwicklung schaden. Deshalb setzen wir uns für die Entwicklung von ressortübergreifenden<br>
Mechanismen ein, durch die politische Vorhaben mit deutlichem Außenbezug vor deren Umsetzung<br>
auf ihre präventionsfördernde und krisenverschärfende Wirkung hin überprüft werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mittel für zivile friedensfördernde Maßnahmen – beispielsweise im Rahmen der zivilen<br>
Krisenprävention, partnerschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe oder<br>
zivilgesellschaftlicher Kooperationen wie Austauschprogrammen und dekolonialen Initiativen –<br>
müssen gerade angesichts der aktuellen Weltlage umfassend und adäquat aufgestockt werden.<br>
Dies gilt auch für Frühwarnsysteme für Konflikte und gestärkte Analysefähigkeit. Durch<br>
solche zivile Maßnahmen können strukturelle Marginalisierungen, Konflikte und damit<br>
menschliches Leid in ihrer Intensität langfristig reduziert oder gar verhindert werden. Dies<br>
führt zu nachhaltiger Stabilisierung und einer Verbesserung der Menschenrechtslage in den<br>
betroffenen Staaten und Regionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In akuten Konflikten und Notsituationen müssen wir schließlich versuchen, durch rasche<br>
humanitäre Hilfe die dringendsten Sicherheitsbedürfnisse der Betroffenen zu erfüllen. Das<br>
Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine sowie die zügige und umfangreiche Bereitstellung<br>
von humanitärer Hilfe in der Ukraine selbst sind dafür gute Beispiele. Das System der<br>
humanitären Hilfe ist aktuell jedoch finanziell und institutionell überfordert. Wir setzen<br>
uns international für eine Reform und bessere Finanzierung des humanitären Systems ein. Auch<br>
bei der Eindämmung der von Russland massiv verschärften Ernährungskrise hilft die<br>
Bundesregierung mit umfangreichen akuten Nahrungsmittelhilfen, der Bekämpfung von Dürren<br>
oder der Unterstützung ukrainischer Getreideexporte durch den Aufbau alternativer<br>
Transportwege. Dabei ist es wichtig, dass wir die weltweite Ernährungskrise mit Klimaschutz<br>
und Biodiversität zusammen denken. Langfristig können wir die Ernährung der Weltbevölkerung<br>
nur sichern, wenn wir entschlossen gegen die Klimakrise und den Biodiversitätsverlust<br>
vorgehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die größte Herausforderung für die menschliche Sicherheit in unserer Zeit ist und bleibt die<br>
Klimakrise. Sie bedroht das Leben von Millionen von Menschen sowie Frieden und Stabilität<br>
weltweit. Globaler Klimaschutz verhindert daher nicht nur Konflikte mit all ihren negativen<br>
Folgen. Fossile Energieträger, die uns in die Klimakatastrophe führen, setzen uns im<br>
Umkehrschluss auch in Abhängigkeit von autokratischen und imperialistischen Akteur*innen,<br>
wodurch unsere wirtschaftlichen und politischen Handlungsspielräume massiv eingeschränkt<br>
werden. Klimaschutzpolitik ist Friedens- und Sicherheitspolitik. Deshalb müssen wir die<br>
Transformation hin zur Klimaneutralität noch verbindlicher und energischer vorantreiben – in<br>
Deutschland und weltweit. Auch wenn uns der russische Angriff auf die Ukraine dazu nötigt,<br>
neben dem nun noch schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien vorrübergehend vermehrt auf<br>
fossile Energieträger zurückzugreifen, ist klar, dass dies nur dazu dienen kann, die Zeit zu<br>
überbrücken, bis wir die Abhängigkeit von russischem Gas beendet haben. Der 1,5-Grad-Pfad<br>
ist und bleibt Richtschnur unseres Handelns.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Starke Abhängigkeiten beim Import von Rohstoffen und Bauteilen, aber auch das blinde<br>
Vertrauen auf vermeintlich störungsfreie Lieferketten gefährden unsere ökonomische<br>
Sicherheit und damit auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schreiben kollektive Sicherheit groß; gerade unsere Bündnisse und Partnerschaften haben<br>
uns in den letzten Jahren den historisch einzigartigen Frieden in Europa gebracht. Dazu<br>
gehört die Bündnis- und Europafähigkeit der Streitkräfte. Als Partei haben wir in unserer<br>
Geschichte gelernt, dass in einzelnen Fällen die Unterlassung militärischen Beistands zu<br>
weit größerem Leid führen kann. Die Anwendung militärischer Gewalt bleibt Ultima Ratio.<br>
Militär bringt niemals die Lösung, aber es schafft manchmal Zeitfenster, in denen Konflikte<br>
im Rahmen einer regelbasierten Weltordnung politisch gelöst werden können. Im Sinne der<br>
menschlichen Schutzverantwortung der Vereinten Nationen verpflichten wir uns, Menschen vor<br>
schwersten Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Dabei wenden wir eine Kombination aus<br>
Maßnahmen zur Krisenprävention, Krisenreaktion und Krisennachsorge bzw. Wiederaufbau an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts unseres umfassenden Sicherheitsbegriffs reicht ein Sondervermögen für die<br>
Bundeswehr allein nicht aus. Wir setzen uns daher weiterhin für den Ausbau der Kapazitäten<br>
für zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung, Diplomatie und humanitäre Hilfe, die<br>
Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik sowie für Stabilisierung und<br>
Entwicklungszusammenarbeit ein. Das Sondervermögen für die Bundeswehr schafft jedoch<br>
notwendige Finanzspielräume, die es dringend braucht, damit die Bundeswehr ihren Beitrag zur<br>
Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO besser und unter neuen Vorzeichen auch<br>
schneller leisten kann, ohne dass die Mittel im Haushalt für den notwendigen ökologisch-<br>
sozialen Umbau unserer Gesellschaft fehlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur notwendigen Stärkung der Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit gehören auch Maßnahmen zur<br>
Cybersicherheit, die Ertüchtigung von Partnerstaaten und der Zivilschutz. Eine ausreichende<br>
Bereitstellung von entsprechenden Mitteln aus dem Bundeshaushalt ist hierfür von großer<br>
Wichtigkeit. Besonders gilt es, die nachhaltige Stärkung der Resilienz unserer Gesellschaft<br>
in den Blick zu nehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zurecht wurde in den vergangenen Jahren immer wieder eindringlich auf die Notwendigkeit<br>
hingewiesen, als Rechtsstaat und wehrhafte Demokratie insbesondere dem aggressiven Agieren<br>
Russlands im Digitalen entschlossen zu begegnen. Hier sind große Defizite entstanden, die<br>
nun angegangen werden müssen. Dies betrifft insbesondere die Bekämpfung von Russlands<br>
Unterstützung extremistischer Kräfte in demokratischen Staaten sowie von bewusst lancierter<br>
Desinformation mit dem Ziel, demokratische Gesellschaften zu spalten. Auch die Abwehr<br>
weitreichender IT-Angriffe auf Einzelpersonen, Unternehmen und demokratische Institutionen<br>
gehört dazu. Es braucht deshalb jetzt eine konsequente Um- und Durchsetzung des Digital<br>
Services Act.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die zahlreichen, im Koalitionsvertrag verankerten Projekte zur Stärkung von Resilienz gilt<br>
es, schnellstmöglich umzusetzen. Dazu gehört unser Einsatz für unabhängige, gut<br>
ausgestattete Aufsichtsbehörden sowie für die stärkere Verzahnung der verschiedenen zivilen<br>
Akteur*innen aus den Bereichen IT-Sicherheit (u.a. das Bundesamt für Sicherheit in der<br>
Informationstechnik, BSI) und Zivilschutz (u.a. das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, BBK).<br>
Das große gesellschaftliche Knowhow in diesem Bereich sollte dabei sehr viel stärker als<br>
bisher eingebunden werden, bspw. durch die Schaffung eines beim Technischen Hilfswerk (THW)<br>
angesiedelten „Cyberhilfswerks“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Freier und offener Software sowie einer von monopolartigen Strukturen unabhängigen<br>
Verwaltung kommt eine immens wichtige Bedeutung zu. Einrichtungen wie das Zentrum für<br>
Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) müssen weiter gestärkt werden.<br>
Insgesamt müssen wir bei der IT-Sicherheit von einem rein reaktiven Vorgehen wegkommen, das<br>
erst greift, wenn Angriffe erfolgreich waren und diejenigen noch bestraft, die Opfer wurden.<br>
Stattdessen müssen wir proaktiv in die Härtung digitaler Infrastrukturen investieren und<br>
hierbei beste IT-Sicherheitstechnik zum Standard machen. Diejenigen, die von sich aus in<br>
gute IT-Sicherheit investieren wollen, müssen staatlicherseits sehr viel stärker als bisher<br>
auch finanziell unterstützt werden, zum Beispiel durch vereinfachte Abschreibungsmodalitäten<br>
oder Steuererleichterungen. Schließlich ist es geboten, den staatlichen Handel mit<br>
Sicherheitslücken schnellstmöglich zu beenden. Denn werden solche Lücken nicht konsequent<br>
innerhalb eines rechtsstaatlichen Verfahrens geschlossen, stehen sie immer auch kriminellen<br>
Dritten und den Geheimdiensten nicht befreundeter Staaten offen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur wenn wir Sicherheit in dieser Breite denken, können wir es erfolgreich mit den enormen<br>
friedens- und sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit aufnehmen. Dieses breite<br>
Verständnis von Sicherheit sollte sich auch in der Nationalen Sicherheitsstrategie der<br>
Bundesregierung widerspiegeln, mit der sie die konzeptionellen Voraussetzungen für eine<br>
Sicherheitspolitik der Zukunft schaffen möchte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Friedensversprechen der Europäischen Union erneuern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Union ist unsere Garantie für Frieden – ihr Versprechen wollen wir erneuern.<br>
Sie hat als Raum der Sicherheit und Freiheit, der Demokratie und des Rechts weiterhin eine<br>
große Strahlkraft. Sie ist Leitstern für Demokrat*innen in der Westbalkanregion, in der<br>
Ukraine, in Moldau, in der Türkei, in Georgien, Belarus und für viele Menschen in anderen<br>
Ländern. Sie bleibt Hoffnungsträgerin für die Zusammenarbeit und Partnerschaften mit den<br>
Zivilgesellschaften, die sich überall auf der Welt für Menschenrechte einsetzen und sich ein<br>
Leben frei von Unterdrückung, Korruption und Willkür wünschen. Eine starke und<br>
handlungsfähige EU ist unser zentraler und unverzichtbarer Referenzrahmen für die<br>
Verteidigung unseres internationalen Zusammenlebens, für den Schutz von Menschen weltweit,<br>
aber auch für die vielen globalen Konflikte und Krisen, deren Bewältigung unser Ziel sein<br>
muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen den neuen EU-Beitrittskandidatenstatus für die Ukraine und die Republik Moldau<br>
sowie die Beitrittsperspektive für Georgien. Wir wollen diese Staaten, genau wie die<br>
verbleibenden Länder des Westbalkans, mit neuem Engagement auf ihrem Weg in die EU<br>
unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Union reagiert und agiert in der Krise gemeinsam und mit Stärke. Wir sehen<br>
jedoch auch, dass wir jetzt keine Zeit verlieren dürfen, diese Stärke weiter auszubauen, um<br>
die Souveränität der EU voranzubringen und die auf den Prinzipien der UN-Charta basierende<br>
internationale Ordnung zu verteidigen. Die EU ist nun gefordert, ihr Friedensversprechen zu<br>
erneuern – und die Demokratie und den Frieden in ihrer direkten Nachbarschaft entschieden zu<br>
verteidigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen im gesellschaftspolitischen und systemischen Wettbewerb mit den autokratischen,<br>
demokratieverachtenden und das Recht des Stärkeren verherrlichenden Regimen unserer Zeit.<br>
Angesichts dieser Herausforderungen brauchen wir eine handlungsfähigere EU. Deshalb gehört<br>
die Intensivierung der geplanten EU-Erweiterungen verbunden mit institutionellen Reformen zu<br>
den jetzt anstehenden Aufgaben. Damit können wir angesichts des fortschreitenden Krieges<br>
gewährleisten, dass unsere Sicherheit ebenso gewahrt bleibt wie die politische und<br>
wirtschaftliche Stabilität der EU. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf diese<br>
Faktoren müssen wir im Blick haben. Auch deshalb müssen wir die negativen sozialen und<br>
wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges für die Menschen in Deutschland und der EU<br>
bestmöglich abfedern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die durch breite Bürgerbeteiligung erzielten Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas<br>
liefern für die Reform der EU wichtige Anstöße, die wir weiterverfolgen wollen:<br>
Energieunabhängigkeit, mehr Investitionen in engagierten Klimaschutz, eine bessere IT-<br>
Sicherheit und erhöhte Resilienz unserer Gesellschaften, strategische Souveränität,<br>
Mehrheitsentscheidungen in der Außen- und Sicherheitspolitik, mehr integrierte gemeinsame<br>
Streitkräfte zur Selbstverteidigung, ein Initiativrecht für das EU-Parlament sowie der<br>
Schutz und Ausbau von Rechtsstaatlichkeit – all das sind konstruktive Vorschläge für eine<br>
handlungsfähigere und strategisch souveränere EU. Sie gilt es nun, ernsthaft zu prüfen,<br>
weiterzuentwickeln und entschlossen voranzubringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Tür für eine Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union muss für alle Staaten mit<br>
Beitrittsperspektive offen bleiben. Hebel der EU für tiefgreifende Reformen in den<br>
Kandidatenländern dürfen nicht aus der Hand gegeben werden. Und auch die bewährten<br>
Institutionen der Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa stehen nicht zur Disposition:<br>
Vielmehr gilt es für die EU, auch vor dem Hintergrund des künftigen Jubiläums der Konferenz<br>
für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Geist und Wort der Schlussakte von Helsinki und<br>
der Charta von Paris zu bekräftigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU ist nach außen vor allem dann glaubwürdig, wenn sie die Integrität unserer Werte und<br>
Normen auch nach innen schützt. Wir wollen die europäische Rechtsstaatlichkeit etwa durch<br>
eine Rechtsstaatskommission oder eine Europäische Staatsanwaltschaft stärken und den<br>
Anwendungsbereich der EU-Grundrechtecharta auf nationales Recht ausweiten, damit alle EU-<br>
Bürger*innen die gleichen einklagbaren Grundrechte erhalten. Der Abbau von Grundrechten und<br>
-freiheiten darf weder belohnt noch ignoriert werden. Wir begrüßen daher die überfällige<br>
Aktivierung des Konditionalitätenmechanismus als eines der Instrumente zum Schutz der<br>
europäischen Rechtsstaatlichkeit, das konsequent angewendet werden muss. Effektive<br>
Instrumente zum Schutz der Grundprinzipien der EU sind heute – neben institutionellen<br>
Reformen – umso wichtiger, als dass der russische Angriffskrieg das entschiedene Vorgehen<br>
gegen Rechtsstaats- und Demokratiedefizite einiger EU-Länder erschweren könnte, wenn<br>
einstimmige sicherheitspolitische Entscheidungen der EU-Mitgliedsstaaten notwendig sind.<br>
Deshalb gilt es, den Moment zu nutzen, und mutig und entschlossen die Handlungsfähigkeit der<br>
EU auszubauen – zur Not auch, indem im Rahmen der Verstärkten Zusammenarbeit einzelne<br>
Staaten gemeinsam vorangehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Glaubwürdigkeit der EU gehört auch ein menschenrechtskonformer Umgang mit Geflüchteten<br>
an den EU-Außengrenzen. Wir treten weiterhin für eine europäisch getragene und staatlich<br>
koordinierte Seenotrettung ein. Einer Zusammenarbeit mit in Menschenrechtsverletzungen<br>
involvierten Akteur*innen in der europäischen Nachbarschaft sowie der Kriminalisierung von<br>
Seenotretter*innen stellen wir uns entgegen. Pushbacks nationaler Grenzpolizeien oder ihre<br>
Unterstützung bzw. Duldung durch die europäische Grenzschutzbehörde Frontex darf es in der<br>
EU nicht geben. Verstöße müssen lückenlos und transparent aufgeklärt sowie konsequent<br>
geahndet werden. Mit Blick auf die in der EU ankommenden Menschen treten wir im Sinne einer<br>
fairen Verantwortungsteilung für eine Weiterentwicklung des Malta-Mechanismus ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der unbürokratische Umgang mit den ukrainischen Geflüchteten in der EU ist beispielhaft und<br>
zeigt, dass es auch anders gehen kann. Massenlager und humanitäre Notlagen an den<br>
Außengrenzen konnten trotz der hohen Zahl an Geflüchteten verhindert werden. Die in dieser<br>
Notsituation angewendeten Lösungsansätze müssen für die zukünftige EU-Migrationspolitik eine<br>
Blaupause sein. So überwinden wir endlich die Ungleichbehandlung von Schutzsuchenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für Kooperation und Multilateralismus auch in Zeiten des Konflikts</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Globale Zusammenarbeit ist angesichts globaler Herausforderungen so notwendig wie nie.<br>
Gleichzeitig wird Kooperation im Angesicht multipler Krisen schwieriger; die Welt droht an<br>
globaler Governance zu verlieren. Wir müssen deshalb bestehende Kooperationsansätze<br>
europäisch denken, stärken und weiterentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die NATO ist gerade in dieser neuen Zeit eine unverzichtbare Akteurin für unsere Sicherheit.<br>
Das Zusammenrücken angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine darf jedoch<br>
nicht über Spannungen innerhalb des Bündnisses hinwegtäuschen. Es gilt, den demokratischen<br>
europäischen Pfeiler in der neuen, erweiterten NATO zu stärken. Die transatlantische<br>
Partnerschaft mit den USA bleibt dabei zentraler Stützpfeiler. Doch diese Stärke hängt auch<br>
von der weiteren innenpolitischen Entwicklung der US-Demokratie ab. Auch sind die<br>
wiederholten völkerrechtswidrigen Interventionen der Türkei gegen die Kurd*innen in Syrien<br>
und im Irak wie auch der Abbau der eigenen Rechtsstaatlichkeit mit dem Anspruch der NATO als<br>
Wertebündnis nicht vereinbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Vereinten Nationen bleiben mit ihren Organisationen die Grundlage des Multilateralismus.<br>
Wir wollen sie weiter stärken und schützen. Die UN-Institutionen versorgen weltweit<br>
Millionen Geflüchtete. Sie stellen Bildungsmöglichkeiten, Nahrung und Gesundheitsleistungen<br>
zu Verfügung. Sie vermitteln in Kriegen und Konflikten. Und sie sind der Rahmen, in dem die<br>
wichtigsten multilateralen Abkommen verhandelt werden. Gleichzeitig sind sie schon lange<br>
reformbedürftig. Der Sicherheitsrat ist infolge des Missbrauchs des Vetorechts insbesondere<br>
durch Russland und China in vielen zentralen Fragen blockiert, was eine konstruktive<br>
Bearbeitung von Konflikten etwa in Libyen oder im Jemen, in Afghanistan oder Syrien<br>
erheblich erschwert – und zu teils schwerem menschlichem Leid führt. Als Antwort auf diese<br>
Blockade hat die UN-Generalversammlung mit der Verurteilung des russischen Angriffskrieges<br>
auf die Ukraine durch 141 Mitglieder gezeigt, wozu sie im Krisenfall durch Kooperation in<br>
der Lage ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen Reformideen und Mechanismen wie die in der Resolution 377 der UN-<br>
Generalversammlung „Uniting for Peace“ festgeschriebene Möglichkeit, im Fall einer Blockade<br>
Empfehlungen für Kollektivmaßnahmen an seine Mitglieder auszusprechen. Die Beschlüsse der<br>
Generalversammlung verleihen notwendigen Maßnahmen auch im Fall eines Vetos durch ein<br>
Sicherheitsratsmitglied Legitimation. Deutschland muss im EU-Rahmen ein Mittler und ein<br>
verlässlicher Geldgeber der Vereinten Nationen sein. Zudem muss es sich verstärkt an<br>
Blauhelm-Missionen der UN beteiligen. Auch in den Vereinten Nationen muss die gemeinsame<br>
europäische Stimme stärker werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU muss global als Friedensmacht Verantwortung übernehmen. Vor allem, wenn die Vereinten<br>
Nationen blockiert sind, muss sie für die Wahrung der Allgemeinen Menschenrechte, die UN-<br>
Konventionen sowie die Paris-Deklaration und die Agenda 2030 in möglichst transparenten und<br>
inklusiven internationalen Zusammenschlüssen agieren. Dazu zählen zum Beispiel die G-7 und<br>
G-20, die NATO, das transatlantische Bündnis und themenspezifische Allianzen. Die Bildung<br>
flexibler Koalitionen und Allianzen sollte aber auch in bestehende Partnerschaften und<br>
Kooperationsformate eingebettet sein (z.B. AU-EU-Partnerschaft, Allianz für<br>
Multilateralismus) und offen gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Autokraten entschieden begegnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von autokratischen Staaten und Bewegungen gehen weltweit Gefahren für Menschenrechte,<br>
Rechtsstaatlichkeit und Demokratie aus. Vor allem diejenigen, die auch imperialistische<br>
Bestrebungen verfolgen, missachten die Regeln der Kooperation und bedrohen die<br>
internationale Rechtsordnung. Zudem besteht bei solchen Akteur*innen ein hohes Risiko, dass<br>
sie durch ihr Agieren zwischenstaatliche Spannungen einschließlich Risiken für unsere eigene<br>
Sicherheit erzeugen sowie schwierige Hindernisse für die Bewältigung gemeinsamer globaler<br>
Aufgaben schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor diesem Hintergrund müssen wir die Kooperationen mit Demokratien weltweit stärken und uns<br>
besser vor Bedrohungen unserer offenen Gesellschaft und unserer Sicherheit wappnen. Es kann<br>
bei Regelbrecher*innen keine Rabatte geben. Und zu den Regeln gehören die universellen<br>
Menschenrechte, das Gewaltverbot der UN-Charta und die staatliche Souveränität. Das<br>
Paradigma „Wandel durch Handel“ ohne klare Bedingungen ist gescheitert. Unsere<br>
Wirtschaftsaußenpolitik muss kohärent zu unseren außenpolitischen Zielen und Leitlinien<br>
sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind gefragt, autokratischen Staaten gegenüber unterschiedliche Kooperationsangebote<br>
nach Themenfeldern anzubieten, diese regelmäßig auf ihre Auswirkungen auf menschliche<br>
Sicherheit zu evaluieren und bei Bedarf Konsequenzen zu ziehen. Der Klimaschutz als<br>
Menschheitsaufgabe verpflichtet zur größtmöglichen Kooperation weltweit. Aber auch dann<br>
müssen Menschenrechtsverstöße und sie begünstigende Faktoren angesprochen und auf ihre<br>
Beseitigung hingearbeitet werden. Sektoralen Abhängigkeiten müssen wir durch<br>
Diversifizierung entgegentreten, unsere Lieferketten aktiv resilienter, gerechter und<br>
europäischer aufstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Abhängigkeit von russischem Gas schränkt unsere heutigen Reaktionsmöglichkeiten auf<br>
diesen Krieg erheblich ein. Nord Stream 2 hätte nie gebaut werden dürfen. Denn das Projekt<br>
war nicht nur klima- und energiepolitisch, sondern auch europa- und geopolitisch falsch. Die<br>
heutige Lage belegt einmal mehr, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und alle<br>
Anstrengungen für mehr Klimaschutz eine zentrale Dimension von Sicherheitspolitik<br>
darstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das revisionistische Russland unter Vladimir Putin stellt eine Bedrohung der Sicherheit und<br>
Freiheit der Menschen in Europa dar. Wir suchen nicht die Konfrontation, sondern sind zu<br>
Kommunikation, gezielter Kooperation, zum Risikomanagement, zur Eskalationsvermeidung und<br>
Transparenz der Beziehungen bereit. Ein Partner wird Russland für uns aber nur in dem Maße<br>
sein können, wie es sich an internationales Recht hält. Unser Leitbild ist das gleiche Recht<br>
aller Staaten, wie es die UN-Charta vorsieht. Dabei treten wir für die Souveränität und<br>
territoriale Integrität aller Länder ein. Einer Ideologie, die auf das Recht des Stärkeren<br>
setzt, setzen wir die Herrschaft des Rechts entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Hegemonie-Ambitionen Chinas und seine aggressive Außenpolitik berühren unsere Werte und<br>
Interessen wie auch unsere Sicherheit. China negiert in vielen Bereichen die internationale<br>
Rechtsordnung. Die Niederschlagung der Demokratie-Bewegung in Hongkong, die aggressiven<br>
Drohungen gegen Taiwan, die schweren Menschenrechtsverbrechen gegen die Uigur*innen und die<br>
aggressive Expansionspolitik im südchinesischen Meer sind dafür exemplarisch. China versucht<br>
zudem immer öfter, seine wirtschaftliche Kraft zur Schaffung von Abhängigkeiten zu nutzen.<br>
Dem treten wir entschlossen entgegen. Dafür müssen wir auch national unsere Abhängigkeiten<br>
überprüfen und auf eine Strategie der wirtschaftlichen Diversifizierung setzen. Unter<br>
Berücksichtigung der systemischen Rivalität sind wir, wo möglich, zur Zusammenarbeit bereit<br>
und scheuen dabei nicht den Wettbewerb.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Russland und China weisen beide, trotz erheblicher Interessensunterschiede, eine gemeinsame<br>
autokratische Haltung auf, die die völkerrechtlich verbriefte Gleichberechtigung aller<br>
Staaten ablehnt. Auch vor diesem Hintergrund müssen wir verstärkt in unsere Partnerschaften<br>
investieren – gerade auch mit Ländern Afrikas, Lateinamerikas, der Karibik und im asiatisch-<br>
pazifischen Raum. Dazu zählt die Initiative Global Gateway der EU-Kommission. Einseitige<br>
wirtschaftliche Abhängigkeiten wollen wir durch gemeinsame europäische Resilienz-Politik<br>
überwinden. Gegen Autoritarismus bleiben Demokratieförderung, insbesondere Maßnahmen zur<br>
Ausweitung von Räumen für die Zivilgesellschaft, zur Bekämpfung von Korruption und<br>
Nepotismus sowie die konkrete Solidarität für Menschenrechtsverteidiger*innen notwendig.<br>
Eine demokratische Front für die Schaffung von Regularien, um autokratische Mächte auch in<br>
ihrer digitalen Kriegsführung in die Schranken zu weisen, ist Teil davon.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vorrang für Abrüstung und Rüstungskontrolle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Vorrang für Abrüstung und Rüstungskontrolle war, ist und bleibt das zentrale Merkmal von<br>
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als Friedenspartei. Dies gilt für alle Waffensysteme, ob nuklear,<br>
kleinkalibrig oder digital. Wir sehen die Gefahr regionaler und internationaler<br>
Aufrüstungsspiralen, die oft Eskalationsdynamiken und Unsicherheit befeuern. Daher wollen<br>
wir gerade in unsicheren Zeiten Rüstungskontrolle – auch für digitale Güter – stärken,<br>
Abrüstungsinitiativen wiederbeleben und, wo möglich, neue anstoßen. Die Stärkung des<br>
Vertrags zur Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) muss im Zentrum unserer Bemühungen<br>
bleiben. Der Atomwaffenverbotsvertrag, bei dem Deutschland einen Beobachterstatus innehat,<br>
stellt eine wichtige Ergänzung des NVV dar. Trotz der enormen Herausforderungen durch die<br>
aktuelle Lage müssen wir uns zudem für ein Nachfolgeabkommen zum New-START-Vertrag<br>
einsetzen. Das Ziel unserer Bemühungen bleibt eine atomwaffenfreie Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Grüne setzen wir uns seit langem für eine restriktive transparente und<br>
verantwortungsvolle Rüstungsexportpolitik ein. Für uns ist die Ausfuhr von Waffen kein<br>
Instrument der Industriepolitik. Die Regelungen zur Rüstungsexportkontrolle auf deutscher<br>
Ebene wollen wir mit einem Rüstungsexportkontrollgesetz stärken und uns auf EU-Ebene dafür<br>
einsetzen, ein verbindliches Regime zur europäischen Waffenexportkontrolle zu schaffen. Die<br>
von uns stets eingeforderte restriktive Rüstungsexportpolitik bleibt der Maßstab unseres<br>
Handelns. Das bedeutet, dass Exporte von Waffen an Diktaturen und<br>
Menschenrechtsverletzer*innen beendet werden müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter dieser Maßgabe bedeutet das Selbstverteidigungsrecht nach Art. 51 der UN-Charta für<br>
uns als Friedenspartei, dass Staaten, die bedroht oder angegriffen werden, auch mit der<br>
Lieferung von Waffen unterstützt werden können. Davon unberührt müssen Exporte von Waffen,<br>
die zur Verletzung von Menschenrechten, für politische Aggressionen und diktatorische<br>
Repressionen eingesetzt werden, unterbunden werden, denn sie gefährden die Sicherheit und<br>
den Frieden weltweit. Gleichzeitig muss ausgeschlossen werden, dass Rüstungsgüter, die wir<br>
heute liefern, in Zukunft in die falschen Hände geraten. Bei Exporten sollen darum strenge,<br>
verbindliche und differenzierte Endverbleibs- und Post-Shipment-Kontrollen gesetzlich fest-<br>
und vorgeschrieben werden. Dies gilt auch für digitale Überwachungstools, beispielsweise<br>
identifizierende Gesichtserkennungssoftware, die es autokratischen Regierungen ermöglichen,<br>
unliebsame Aktivist*innen, Menschenrechtsverteidiger*innen, Medienschaffende oder<br>
Minderheiten zu verfolgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das beschlossene Sondervermögen sinnvoll nutzen zu können, müssen das Beschaffungswesen<br>
reformiert und die Beschaffungsmaßnahmen beschleunigt werden. Das beschlossene<br>
Beschaffungsbeschleunigungsgesetz ist hierfür ein erster wichtiger Schritt. Weitere Schritte<br>
in Richtung vertiefter europäischer Zusammenarbeit müssen folgen. Vor diesem Hintergrund ist<br>
auch die Stärkung eines eigenständigen europäischen Rüstungssektors von Bedeutung. Dazu<br>
gehört insbesondere die Konsolidierung der europäischen Rüstungsindustrie – und dass<br>
Beschaffungen europäisch gedacht werden sollten, denn nationale Alleingänge sorgen nicht nur<br>
für höhere Preise, sondern auch für eine geringe Kompatibilität und Interoperabilität<br>
zwischen den Streitkräften.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für eine gesicherte und gerechte Welternährung – eine Strukturpolitik gegen die globalen<br>
Krisen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die bereits bestehenden globalen Krisen noch<br>
weiter verschärft. Der Ausfall der Getreideexporte aus der Ukraine und Russland offenbart<br>
die Abhängigkeiten insbesondere der Länder des Globalen Südens von Nahrungsmittelimporten<br>
und verstärkt die Hungerkrise. Auch die Verschuldungskrise nimmt ihnen fiskalischen<br>
Spielraum, um angemessen auf die steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreise, auf die<br>
Auswirkungen der Klimakrise oder Pandemien reagieren zu können. Dringend nötige<br>
Investitionen in eine nachhaltige Entwicklung und Transformation – im Sinne der Ziele für<br>
nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (SDGs) und der Pariser Klimaziele – unter anderem<br>
für eine Agrar-, Energie- und Mobilitätswende bleiben somit auch wegen dieser Dynamiken aus.<br>
Um globale Gerechtigkeit voranzutreiben, wollen wir die Polykrisen unserer Zeit gemeinsam<br>
mit unseren Partner*innen effektiv bekämpfen, Ungleichheiten abbauen und resiliente sowie<br>
demokratische Strukturen und Zivilgesellschaften stärken. Entwicklungspolitik verstehen wir<br>
als eine gerechte und geostrategische Strukturpolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser koloniales Erbe mahnt uns, uns für das Aufbrechen globaler Machtstrukturen einzusetzen<br>
und eine dekoloniale Strukturpolitik umzusetzen. Wir wollen unter anderem<br>
Stimmrechtsreformen bei den Entwicklungsbanken anstoßen, um für ein gerechteres<br>
Stimmverhältnis zu sorgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wichtiger Schritt hin zur Ernährungssouveränität ist Verteilungsgerechtigkeit.<br>
Landwirtschaftliche Flächen sollen stärker für lokale Lebensmittelproduktionen und weniger<br>
für Treibstoffe, Futtermittel oder für den Verkauf vorgesehene Anbaufrüchte verwendet<br>
werden. Der Anbau sollte entsprechend der Nachfrage mehr auf lokale und regionale<br>
klimaresiliente Sorten gefördert und lokal vermarktet werden. Dies muss folgerichtig<br>
einhergehen mit einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs und des Fleischkonsums vor allem in<br>
den Ländern des Globalen Nordens. Die Rechte von Kleinbauern und<br>
-bäuerinnen wollen wir stärken. Dabei spielen insbesondere Landrechte – gerade auch für<br>
Frauen – eine essenzielle Rolle. Den Zugang zu freiem Saatgut und Möglichkeiten zur lokalen<br>
Vermarktung wollen wir fördern, zum Beispiel bei der Gründung von Produktions- und<br>
Absatzgenossenschaften. Nahrungsmittel- und Wasserspekulationen werden wir stärker<br>
regulieren. Durch diese Maßnahmen kann die Abhängigkeit von Staaten vom Getreideweltmarkt<br>
reduziert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Covid-19-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass resiliente Gesellschaften<br>
funktionierende soziale Sicherungssysteme brauchen. Wir wollen weltweit soziale<br>
Sicherungssysteme stärken und setzen uns dafür ein, dass ein Globaler Fonds für soziale<br>
Sicherung im Rahmen der UN-Initiative „Global Accelerator for Jobs and Social Protection“<br>
verankert wird, dessen Governance-Strukturen dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids,<br>
Tuberkulose und Malaria gleichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir erleben global eine dramatische Verschuldungskrise, die seit der Covid-19-Pandemie neue<br>
Ausmaße gerade in den Ländern des Globalen Südens erreicht hat. Das Schuldenmoratorium der<br>
G20 für die 77 ärmsten Länder hat einen wertvollen zeitlichen Spielraum geschaffen. Unser<br>
Ziel ist ein neuer internationaler Konsens zum Schuldenmanagement. Wir unterstützen eine<br>
Initiative für ein kodifiziertes internationales Staateninsolvenzverfahren, das öffentliche<br>
und private Gläubiger*innen miteinbezieht und Schuldenerleichterungen für besonders<br>
gefährdete Ländergruppen vorsieht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feministische Entwicklungszusammenarbeit ist Teil der feministischen Außenpolitik und<br>
bedeutet, den Bedürfnissen der global ausgegrenzten und vulnerabelsten Menschen endlich<br>
Aufmerksamkeit zu schenken. Wir setzen uns dafür ein, dass zivilgesellschaftliche und<br>
insbesondere Frauenrechtsorganisationen aus Ländern des Globalen Südens nach dem Vorbild des<br>
kanadischen „Equality Fund“ direkt gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In autokratischen Kontexten müssen wir uns schließlich bewusst sein, dass die Logik von<br>
Regimestabilisierung oft im Widerspruch zu den Zielen von gerechter und nachhaltiger<br>
Entwicklung steht. So werden finanzielle Ressourcen über Korruption und Nepotismus häufig<br>
nach Loyalitäten gegenüber einer autokratischen Staatsführung verteilt. Gerade in solchen<br>
Kontexten ist es daher besonders wichtig, sich nicht nur auf Projektebene, sondern auch in<br>
Regierungsverhandlungen für mehr Freiräume für die lokale Zivilgesellschaft, für unabhängige<br>
Medien und die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 06 Sep 2022 11:07:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T-01: Vorschlag der Tagesordnung</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2bfr22/vorschlag-der-tagesordnung-48072</link>
                        <author>Präsidium Bundesfrauenrat (beschlossen am: 26.08.2022)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2bfr22/vorschlag-der-tagesordnung-48072</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">Samstag</span></strong><br>
11.00 - 13.30 Uhr<br>
gemeinsame Teilnahme an der Kundgebung “Ich entscheide selbst”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>14:00 Beginn der Sitzung am Tagungsort</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Begrüßung und Formalia<br>
TOP 2 Regierungskommission zu reproduktiven Rechten<br>
Ulle Schauws, MdB, Leiterin der AG Familie, Senior*innen, Frauen<br>
N.N.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Bundesstiftung Gleichstellung stellt sich vor<br>
Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Die digitale Transformation - geschlechtergerecht gestalten<br>
Ergebnisse des 3. Gleichstellungsberichts<br>
Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Vorsitzende der Expert*innenkommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Verschiedenes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 19:00 Uhr<br>
gemeinsames Abendessen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sonntag</strong><br>
Beginn: 9:30 (Ankommen, Formalia)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Politische Rede<br>
Ricarda Lang, Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin<br>
Aussprache</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 Vorbereitung BDK<br>
Antragsberatung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Bericht zum Parteistrukturprozess<br>
Emily Büning, Politische Geschäftsführerin</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 13:30 Uhr</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 29 Aug 2022 14:05:38 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>