<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antraege.gruene.de/2obfr25/feedall" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>2. Ordentlicher Bundesfrauenrat 2025: Alles</title>
            <link>https://antraege.gruene.de/2obfr25/feedall</link>
            <description></description>
            <image>
                <url>https://antraege.gruene.dehttps://antraege.gruene.de/img/logo_gruene-2015.png</url>
                <title>2. Ordentlicher Bundesfrauenrat 2025: Alles</title>
                <link>https://antraege.gruene.de/2obfr25/feedall</link>
            </image><item>
                        <title>G-01: Häusliche Gewalt in familiengerichtlichen Verfahren sichtbar machen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2obfr25/hausliche-gewalt-in-familiengerichtlichen-verfahren-sichtbar-machen-44465</link>
                        <author>Ulle Schauws (KV Krefeld)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2obfr25/hausliche-gewalt-in-familiengerichtlichen-verfahren-sichtbar-machen-44465</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesfrauenrat von Bündnis 90/Die Grünen fordert die Grüne Bundestagsfraktion auf, sich weiter für gesetzliche Reformen im Sorge- und Umgangsrecht einzusetzen und den Druck auf die Regierung zu erhöhen. Bei der Erarbeitung parlamentarischer Initiativen sollen folgende Punkte berücksichtigt werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Sensibilisierung und Qualifizierung verbessern und ausweiten, z.B. durch </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verpflichtende Sensibilisierung und Qualifizierung aller beteiligter Professionen; (Richter*innen, Verfahrensbeistände, Jugendamt, Polizei, Beratungsstellen etc.).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufnahme des Themas häusliche Gewalt in Aus- und Weiterbildung sowie in qualitativ und quantitativ ausreichende Fortbildungsprogramme.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Ausgestaltung von Gerichtsverfahren anzupassen und dabei die Einführung folgender Maßnahmen zu prüfen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einführung eines Wahlgerichtsstands im Rahmen des § 152 FamFG (vgl. § 211 Nr. 1 FamFG), um Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort des gewaltbetroffenen Elternteils und des Kindes zu vermeiden;</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Getrennte Anhörungen von Eltern und Kindern, um Sicherheit und kindgerechte Beteiligung sicherzustellen (vgl. Leitlinien des Europarats zur kindgerechten Justiz);</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einführung einer verpflichtenden standardisierten Gefährdungsanalyse (z. B. nach anerkannten Risikoinstrumenten), bevor über Umgang oder Sorge entschieden wird;</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verpflichtende Prüfung, ob Kontakte zwischen Kind und gewaltausübendem Elternteil überhaupt zulässig sind („Umkehrvermutung“ bei häuslicher Gewalt).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Ausgestaltung des Umgangsrecht zu reformieren und dabei sicherzustellen, dass </strong><strong>Umgang nur gewährt werden darf, wenn Sicherheit für Kind und gewaltbetroffenen Elternteil gewährleistet</strong><strong>ist.</strong> Dazu gehört:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Entwicklung sicherer Übergabemodelle, z. B. an neutralen Orten oder durch begleitete Umgangskontakte mit speziell dafür qualifizierten Fachkräften;</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Als Voraussetzungen für den Umgang in Fällen häuslicher Gewalt eine Gewaltverzichtserklärung, die Verantwortungsübernahme und die verpflichtende Teilnahme an einem fachspezifischen Beratungsangebot und/oder einem sozialen Trainingskurs durch den gewaltausübenden Elternteil einzuführen; (prüfen)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Umfassendere Qualifizierung der Umgangsbegleitung / Umgangspflegschaften durch verbindliche Standards für Qualifizierung in Bezug auf häusliche Gewalt und Kinderschutz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken, z.B. durch </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>-die Einrichtung verbindlicher interdisziplinärer Fallkonferenzen, um Informationen zwischen Justiz, Jugendämtern, Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen besser abzustimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Forschung und Datengrundlage verbessern, z.B. durch </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- den Aufbau einer belastbaren Datenbasis durch regelmäßige Statistiken und wissenschaftliche Erhebungen zur familiengerichtlichen Praxis im Kontext häuslicher Gewalt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Häusliche Gewalt in familiengerichtlichen Verfahren reformieren, im Sinne der Istanbul Konvention konsequent berücksichtigen und getrenntlebende Frauen mit Kindern endlich umfassender vor Gewalt schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Trennungen im Kontext von Partnerschaftsgewalt, insbesondere wenn Kinder betroffen sind, bergen erhebliche Risiken für alle Beteiligten. Nicht selten eskaliert die Gewalt in den Streitigkeiten um Sorge- und Umgangsrecht von Seiten des gewalttätigen (Ex-)Partners / (Ex-)Ehemanns erneut und setzt sich auch nach der Trennung fort. In Verfahren zum Sorge- und Umgangsrecht wird häusliche Gewalt bislang sehr oft nicht ausreichend berücksichtigt. Es wird zwischen der Paarbeziehungsebene (wo Gewalt vorkam) und der Elternebene (wo der Kontakt zum Kind weiter ermöglicht werden soll) getrennt. Es wird oft davon ausgegangen, dass die gemeinsame elterliche Sorge und der Umgang mit beiden Elternteilen grundsätzlich kindeswohldienlich sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Annahme verkennt, dass häusliche Gewalt kein gewöhnlicher Trennungskonflikt ist. Vielmehr stellt sie einen massiven Risikofaktor für die Sicherheit und das Wohlergehen von Kindern und des gewaltbetroffenen Elternteils dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der Praxis zeigen sich mehrere Problemlagen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Eskalationsrisiko: </strong>Besonders gefahrvoll sind die Situationen, in denen es um die Übergabe von Kindern geht. Hier kommt es oft zu Bedrohungen, Einschüchterungen oder erneuten Übergriffen oder es droht dazu zu kommen. Auch wenn z.B. Umgangspflegschaften (begleitende Personen) eingesetzt werden, kann das Risiko bestehen bleiben, da diese häufig nicht über die notwendige Qualifizierung und Kenntnisse zu den Dynamiken häuslicher Gewalt verfügen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Gefährdung durch Verfahrensabläufe:</strong> Gemeinsame Anhörungen der getrennten Paare oder verpflichtende Einigungen führen für die von der massiven häuslichen Gewalt Betroffene häufig zu unzumutbaren Belastungen oder Retraumatisierungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Widerspruch zum Gewaltschutzgesetz:</strong> Umgangs- oder Sorgeregelungen können Schutzanordnungen aus dem Gewaltschutzgesetz faktisch entwerten, indem Kontaktverbote unterlaufen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Kindeswohlgefährdung:</strong> Gewalt in der Partnerschaft bedeutet auch Gewalt gegen Kinder. Studien belegen, dass bereits das Miterleben häuslicher Gewalt eine erhebliche Belastung darstellt und als Kindeswohlgefährdung einzuschätzen ist. Dennoch werden Kinder in Verfahren oft nicht ausreichend angehört oder unterstützt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Fehlende Datengrundlage:</strong> Es fehlen belastbare Statistiken und repräsentative Erhebungen über die familiengerichtliche Praxis im Umgang mit Fällen häuslicher Gewalt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die <strong>Istanbul-Konvention</strong> unterstreicht den Reformbedarf. Sie fordert, dass häusliche Gewalt in sorgerechtlichen Entscheidungen berücksichtigt wird (Art. 31 IK) und dass Schutz und Unterstützung von Kindern als Zeug*innen häuslicher Gewalt gewährleistet sind (Art. 26 IK). Zudem verbietet Art. 48 IK verpflichtende alternative Streitbeilegungsverfahren wie Mediation in Fällen häuslicher Gewalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir setzen uns dafür ein, dass das Sorge- und Umgangsrecht so ausgestaltet wird, dass es dem Wohlergehen aller Betroffenen dient. Dazu gehören:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li><strong>Schutz und Unterstützung</strong> des gewaltbetroffenen Elternteils,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li><strong>Kinderschutz und Kindeswohl</strong> der betroffenen Kinder und Jugendlichen,</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="3"><li><strong>Verantwortungsübernahme</strong> und Konsequenzen für den gewaltausübenden Elternteil.</li></ol></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:28:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T0-01: Vorschlag zur Tagesordnung</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/2obfr25/vorschlag-zur-tagesordnung-45568</link>
                        <author>Präsidium des Bundesfrauenrates (dort beschlossen am: 04.09.2025)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/2obfr25/vorschlag-zur-tagesordnung-45568</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Freitag, 26. September 2025</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beginn ca. 17 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Beginn und Formalia</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Thema Gewalt gegen Frauen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Bericht aus der Satzungskommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Bericht aus der AG Ombudsstrukturen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Verschiedenes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Besuch der Bundesfrauenkonferenz 2025</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 09:51:16 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>