<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antraege.gruene.de/bdk41/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>41. Bundesdelegiertenkonferenz Berlin: Anträge</title>
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                <title>41. Bundesdelegiertenkonferenz Berlin: Anträge</title>
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                        <title>WB-EW-01-050-2: Ergänze in WB-EW-01 nach Z. 50:</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Ergaenze_in_WB-EW-01_nach_Z__50-62787</link>
                        <author>KV Duisburg (beschlossen am: 13.06.2017)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden für langzeitgeduldete Menschen endlich eine sichere Perspektive schaffen. Dafür brauchen wir Bleiberechtsregelungen, die langjährig in Deutschland lebende, beispielsweise geduldeten Menschen eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ohne Einschränkungen ermöglichen und Schluss machen mit dem Phänomen der Kettenduldung.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Großteil der über 100.000 langjährig geduldeten Flüchtlinge lebt bereits länger als acht Jahre in Deutschland. Darunter mindestens 30.000 Kinder und Jugendliche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 29. Mai 2017 wurden die 14-jährige Bivsi Rana und ihre Familie nach Nepal abgeschoben – in ein Land, das die in Deutschland geborene Bivsi noch nie gesehen hat und dessen Sprache sie kaum spricht. Die Abschiebung hat zurecht bundesweit große Empörung ausgelöst. Es ist schwer zu verstehen, warum eine Schülerin mitten aus ihrem Leben gerissen wird, nur weil sie die vermeintlich falschen Papiere hat. Die Familie ist “perfekt integriert”, hat hier seit fast 20 Jahren gelebt und gearbeitet. Diese Abschiebung ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch das völlig falsche Signal in einem Land, das auf Einwanderung angewiesen ist! Bivsi Rana, Gymnasialschülerin aus Duisburg, ist ein stellvertretendes Beispiel von vielen. Geboren und aufgewachsen in Deutschland, spricht sie Deutsch als Muttersprache und hat keinerlei Bezug zu ihrer vermeintlichen Heimat Nepal, dem Herkunftsland ihrer Eltern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser und ähnliche Fälle sind symptomatisch dafür, dass die Große Koalition und hier insbesondere die SPD gescheitert ist, einem Großteil der Landzeitgeduldeten einen dauerhaften Aufenthaltsstatus einzuräumen. Wir brauchen endlich Bleiberechtsregelungen, die langjährig in Deutschland geduldeten Menschen eine Aufenthaltsperspektive bieten, Schluss machen mit dem Phänomen der Kettenduldung und einen Beitrag zur Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft leisten. Damit wollen wir zum einen Abschiebungen wie jene der Familie Rana verhindern und zum anderen neue Perspektiven für Langzeitgeduldete schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Denn viele Arbeitgeber*innen scheuen sich vor Einstellungen von Geduldeten ohne sicheren Aufenthaltstitel, so dass ganz allgemein die Existenzsicherung deutlich erschwert ist. Dieser „Teufelskreis“ muss endlich durchbrochen werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Begründung der Dringlichkeit: </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Abschiebung von Familie Rana fand nach der Änderungsantragsfrist statt. Die Reaktionen der Bevölkerung in Duisburg und darüber hinaus zeigen, dass die aktuelle Abschiebepraxis, „gut integrierte“ Familien abzuschieben, auf breites Unverständnis stößt. Grund genug, dass auch wir laut und deutlich dafür streiten, die aktuellen Bleiberechtsregelungen zu reformieren und uns klar Forderungen nach verschärften Abschiebungen entgegenstellen. Da der bisherige Programmentwurf sich zu diesen Fragen nicht klar äußert, eine Positionierung der Partei aber unablässig erscheint, ist die Behandlung geboten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Jun 2017 14:40:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>FH-GB-01-082: Verschieben des Unterkapitels &quot;Gewaltfrei Leben&quot; in das Kap. FH-SF-01</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Verschieben_des_Unterkapitels_Gewaltfrei_Leben_in_das_Kap__FH-SF-01-47636</link>
                        <author>KV Oldenburg-Land (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zeile 82 – 128:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Unterpunkt „Gewaltfrei leben“ sollte in das Kap. FH-SF-01 „Wir sorgen für Sicherheit“ verschoben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ergänzung:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Männer fühlen sich diskriminiert, wenn es um die Frage der Aufenthaltsbestimmung von gemeinsamen Kindern geht. Deshalb fordern wir, dass im Trennungsfall ein 50 : 50 Aufenthalt des gemeinsamen Kindes gesetzlich vorgesehen ist. (EX)(Ehe)partner können andere Regelungen im gemeinsamen Einverständnis treffen</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Jun 2017 13:59:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>WB-WH-01-092-4: Nach Zeile 92 im Kapitel WB-WH-01 soll eingefügt werden:</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Nach_Zeile_92_im_Kapitel_WB-WH-01_soll_eingefuegt_werden-3070</link>
                        <author>Katharina Dröge (KV Köln)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der amerikanische Präsident hat den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet. Als Antwort hierauf muss die Europäische Union und damit auch Deutschland nicht nur eine klima-, sondern auch eine handelspolitisch deutliche Ansage an die USA machen. Prämisse muss sein, dass es kein neues Handelsabkommen zwischen der EU und den USA oder einem anderen Land geben wird, ohne dass das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet wurde und der Vertrag der Einhaltung der Pariser Ziele dient. Was wir brauchen ist eine Kurswende in der Handelspolitik: Denn es ist nur dann realistisch, die Klimaziele zu erfüllen, wenn wir unsere Handelspolitik so ausgestalten, dass sie Ressourceneffizienz, hohe Umweltstandard und klimaverträgliche Mobilität und Energieerzeugung fördert und nicht behindert! Alle Versuche, die Verhandlungen über Abkommen wie TTIP ohne diese Grundsätze wiederzubeleben, wären ein Affront gegen das Weltklima und die Weltgemeinschaft.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung der Dringlichkeit: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>US Präsident Trump hat seinen Beschluss, das Pariser Klimaabkommen aufzukündigen, Anfang Juni verkündet. Es ist notwendig, im Wahlprogramm auf diese aktuelle und einschneidende Entwicklung zu reagieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 13 Jun 2017 08:37:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>UK-KS-01-016-2: Aktualisierung in UK-KS-01 WIR MACHEN DEUTSCHLAND ZUM VORREITER BEIM KLIMASCHUTZ</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Aktualisierung_in_UK-KS-01_WIR_MACHEN_DEUTSCHLAND_ZUM_VORREITER_BEIM_K-6383</link>
                        <author>Georg Kössler (Berlin-Neukölln KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Aktualisierung_in_UK-KS-01_WIR_MACHEN_DEUTSCHLAND_ZUM_VORREITER_BEIM_K-6383</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ersetze im Antrag UK-KS-01 in Zeile 16:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>&quot;Während Trump das Klimaabkommen in Frage stellt, wollen wir Deutschland und Europa wieder zum globalen Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen.&quot;</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während Trump aus dem Klimaabkommen aussteigt, wollen wir Deutschland und die EU erst recht wieder zum globalen Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Denn die Klimakrise wartet nicht, bis es sich die US-Regierung vielleicht irgendwann wieder anders überlegt. Dafür wollen wir noch stärker mit ambitionierten Staaten und auch US-Bundesstaaten wie Kalifornien zusammenarbeiten. Wenn die USA sich aus der finanziellen Unterstützung der am meisten vom Klimawandel betroffenen armen Staaten zurückziehen, dann muss die EU dafür sorgen, dass diese Lücke geschlossen wird. In der Handelspolitik müssen CO2-Minderungsziele eine Voraussetzung für neue Abkommen sein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>BEGRÜNDUNG DER DRINGLICHKEIT: Trump ist erst nach Antragsschluss aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten. Dazu müssen wir als Grüne uns verhalten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 09 Jun 2017 11:51:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S-02: Abschlusskapitel: &quot;Zukunft im Programm&quot; (ZP) (ehemals BTW-10-1 und 2)</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP_ehemals_BTW-10-1_und_2-6774</link>
                        <author>Marc Kersten (Köln KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP_ehemals_BTW-10-1_und_2-6774</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für all diese mutigen Ziele kämpfen wir mit Leidenschaft und werden im Falle der rechnerischen Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung versuchen, so viele wie möglich durchzusetzen. Zu regieren ist für uns aber kein Selbstzweck. Deshalb werden wir einem Koalitionsvertrag nur dann zustimmen, wenn er</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen klaren, realistischen und verbindlichen Plan zur Einhaltung der Ziele des Pariser Weltklimaschutzabkommens enthält und die Energie- sowie Mobilitätswende beschleunigt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltigkeit als ein Grundprinzip allen Regierungshandelns festschreibt, damit wir die Gesundheit von Menschen, Umwelt, Tieren und Ernährung auch für künftige Generationen sichern</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Rahmenbedingungen für eine ökologische Erneuerung unserer Wirtschaft setzt und damit die Schaffung vieler neuer zukunftssicherer Arbeitsplätze ermöglicht</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>durch Chancengleichheit für alle und eine fairere Verteilung unseres Wohlstands für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärkt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Krankheit, im Alter und bei Pflegebedürftigkeit armutsfest und menschenwürdig gestaltet, um den Menschen Abstiegsängste zu nehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine humane Flüchtlingspolitik ohne Obergrenzen umsetzt, die Fluchtursachen bekämpft, Integration beschleunigt und Geflüchtete im Einklang mit der Genfer Konvention behandelt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine generationengerechte Rente garantiert sowie ein modernes Einwanderungsgesetz einführt, damit wir verantwortungsvoll mit dem demografischen Wandel umgehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere liberale Gesellschaft auf Basis des Grundgesetzes schützt und fortschreibt, mit konsequenter Gleichstellung von Frauen, gegenseitiger Akzeptanz, Vielfalt der Lebensformen und einer Ehe für alle</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine menschenrechtsorientierte Außenpolitik nicht nur als Krisen- sondern Präventionsmanagement definiert und daher Entwicklungshilfe ausbaut, fairen Handel fördert, die Vereinten Nationen stärkt, auf Deeskalation statt Militäreinsätze setzt und Rüstungsexporte reduziert</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>uns als verlässlichen Partner in Europa positioniert und Reformen anstößt, um die EU handlungsfähiger, transparenter und solidarischer zu gestalten, mit klaren und durchsetzbaren demokratischen Standards</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sicherheit als Querschnittsaufgabe definiert und gewährleistet, im Straßenverkehr ebenso wie vor Terror, sexueller Belästigung und Rassismus, bei Medikamenten ebenso wie vor Krieg, Krankenhauskeimen und belasteten Nahrungsmitteln</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere Sicherheit nicht gegen unsere Freiheit ausspielt, sondern Bürgerrechte wahrt und neue Gesetze nur einführt wenn sie angemessen, erfolgversprechend und verfassungsgemäß sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Werte und Vorzüge der parlamentarischen Demokratie von Kindheit an stärker zu vermitteln hilft und für mehr Bürgerbeteiligung und ergänzende Elemente direkter Demokratie sorgt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mutig und zukunftsorientiert ist!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür bitten wir am 24. September um Ihre Unterstützung. Wie knapp es werden kann, haben wir beim BREXIT, der US-Präsidentschaftswahl und dem Referendum in der Türkei gesehen. Deshalb nutzen Sie Ihr demokratisches Recht zur Wahlteilnahme, um sich hinterher nicht ärgern zu müssen. Schenken Sie uns Ihre Stimme, damit wir Ihre Stimme sein können! Nur starke Grüne können sich für Sie stark machen!</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Dieser Antrag wird unterstützt vom Kreisverband Fürth-Stadt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So viel Mühe wie wir uns für einen guten Einstieg in unser Wahlprogramm gegeben haben (was uns mit der Präambel auch gelungen ist), so wenig Sorgfalt haben wir offensichtlich beim Abschluss walten lassen. Derzeit endet das Programm mit einem Schlüsselprojekt zu Selbständigen im Unterkapitel „Digitalisierung“. Wir entlassen die Leser*innen mit dem Satz „Die Künstlersozialkasse wollen wir erhalten und weiter stärken“ in Richtung Wahlurne. Kann es das wirklich sein? Nein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein würdiger Abschluss für unser Wahlprogramm sollte folgende Kriterien erfüllen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er bittet wie jede vernünftige Bewerbungsrede mit einer expliziten Bitte um die Stimme der Wähler*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er fasst pointiert zusammen, was wir zuvor auf über 100 Seiten an Forderungen aufgelistet haben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er macht deutlich was uns am Wichtigsten ist und wo wir rote Linien ziehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er ist nicht zu allgemein formuliert, aber auch nicht so konkret, dass er bei Verhandlungen unzumutbar einengt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Früher hieß das auch Essentials. Und die sind in einer Situation, wo wir keine klaren Koalitionsaussagen machen, um so wichtiger!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da ein 100- oder 150-Seiten-Programm von den allerwenigsten Wähler*innen gelesen wird, steht nach der BDK eh die Aufgabe an, daraus eine oder gar mehrere Kurzfassungen zu destillieren. Und wie das bei Zusammenfassungen so ist, kann am Ende dieses Prozesses Unzufriedenheit und Unfrieden entstehen, weil die Basis darauf dann keinerlei Einfluss mehr hatte. Demokratischer und transparenter wäre es deshalb, die BDK-Delegierten und damit die Partei in ihrer ganzen Breite - vom einfachen OV-Mitglied bis zur Spitzenkandidatin - an dieser Stelle gewichten und mitbestimmen zu lassen. Das läge auch im gemeinsamen Interesse einer einig auftretenden Partei im Wahlkampf! Denn da müssen wir zusammenhalten!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die 14 hier aufgeführten Punkte sind nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt und enthalten m.E. nichts, was nicht bereits im Programmentwurf steht. Natürlich kann sich das durch Beschlüsse der BDK ändern. Um diesem Antrag gerecht zu werden und ihn adäquat zu behandeln, wäre es sicher zielführend, mit Meinungsbildern zu arbeiten und noch Modifikationen am Ende der Programmdebatte zuzulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag hat den Anspruch die vier Parteigrundsätze abzubilden, auch in der Gewichtung: ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei. Aber auch die aktuellen Debatten unserer Zeit aufzugreifen. Er ist konsequent positiv formuliert, also wofür wir sind und nicht wogegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Natürlich wird jedem und jeder Delegierten irgendein Punkt fehlen. Und welche das nicht sein dürfen, das möge die BDK entscheiden. Es sollte aber allen klar sein: Wenn wir den Antrag gar nicht beschließen, dann hat das Programm keinen vernünftigen Abschluss und dann geben wir als Delegierte das Heft aus der Hand, mit welchen Prioritäten wir diesen Wahlkampf führen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 08 Jun 2017 16:08:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S-03: Wofür wir Verantwortung übernehmen wollen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wofuer_wir_Verantwortung_uebernehmen_wollen-30835</link>
                        <author>Karl-W. Koch  (KV Vulkaneifel)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>Grüne Regierungsbeteiligung NUR bei erkennbar &quot;Grüner Handschrift&quot; im Koalitionsvertrag: Zehn-Punkte-Plan für grünes Regieren</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir leben in Zeiten großer Änderungen und Verwerfungen – auch und gerade in der weltweiten Politik. Bedroht ist vor allem die Fortentwicklung eines gemeinsamen Europas, welche uns immerhin die längste Friedenszeit der letzten Jahrhunderte gebracht hat. Aber wir treten für die Zukunft des vereinten Europas ein und wollen diese mit entwickeln und mit gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Große Koalition produziert Armut, wir wollen sie beenden. Der einfachste Weg der Umsetzung ist eine Regierungsbeteiligung, die wir anstreben – allerdings nicht um jeden Preis. Unsere Ziele müssen in einer möglichen Koalition in einer deutlich erkennbaren Größenordnung umsetzbar sein. Eine Regierungsbeteiligung um der Regierungsbeteiligung willen – ohne unsere eigenen Ziele mehrheitlich umsetzen zu können – wird es mit uns nicht geben! Werden uns in einer Regierungsbeteiligung zu viele Zugeständnisse abverlangt, werden unsere Stimmen nicht zu haben sein. Dann bleibt uns die Opposition, in der wir ebenfalls für unsere Vorstellungen kämpfen werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch auf diesem Weg manches erreichbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die nachfolgend aufgeführten Punkte haben dabei für uns Priorität, sie stellen aber nur einen Auszug aus dem Programm dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Klima schützen, Menschen retten, Lebensraum erhalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Klima zu schützen, ist – gerade NACH dem Ausstieg der USA – eine Menschheitsaufgabe. Alle aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass der Klimawandel bereits in den nächsten Jahrzehnten für Millionen von Menschen die Lebensgrundlage vernichten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele einhält – ohne Wenn und Aber. Spätestens im Jahr 2040 wollen wir nur noch saubere Energie in Deutschland haben. Wir beschleunigen die Energiewende, schaffen die Deckelung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ab, achten dabei auf einen fairen Übergang und nehmen die Menschen, deren Arbeitsplätze betroffen sein werden, mit. Wir führen einen wirksamen nationalen Mindestpreis für CO<sub>2</sub> und andere klimaschädliche Gase ein. Die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke schalten wir sofort ab, damit Deutschland das Klimaschutzziel 2020 noch erreichen kann. Bis 2025 wollen wir ganz aus der klimafeindlichen Kohlekraft aussteigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Frieden sichern, Fluchtursachen bekämpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland ist international ein verlässlicher Bündnispartner. Wir werden jedoch keiner Regierungsvereinbarung zustimmen, die – wie jetzt erneut von Trump gefordert - den Verteidigungsetat auf 2% der Wirtschaftsleistung (oder auch nur in dieser Größenordnung) und damit um 30 Milliarden Euro erhöht. Dieses Geld ist in der Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern, für Klimaschutz, Schaffung von Arbeitsplätzen, Stärkung der Landwirtschaft, friedensfördernde Maßnahmen, Bekämpfung von Krankheiten und Kindersterblichkeit und vieles mehr um Zehnerpotenzen wirkungsvoller angelegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch tragen wir seit langen Jahrzehnten mit Rüstungsexporten an Diktaturen und Krisenregionen zur Unsicherheit in der Welt bei. Deshalb beenden wir solche Exporte mit einem verbindlichen Rüstungsexportgesetz. Wir wollen nicht auf Kosten der Menschen in anderen Ländern Profite machen und Konflikte dort anheizen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stärken mit fairen Handelsabkommen ökologische und soziale Standards weltweit. Wir wollen die Überfischung vor den Küsten Afrikas und andernorts beenden, unter Schutz der kleinen Familienbetriebe. Wir werden solche Agrarsubventionen streichen, die andernorts Landflucht und Hunger befördern. Der Kampf gegen die Klimaerhitzung ist auch ein Kampf gegen Fluchtursachen. Die beste Flüchtlingspolitik ist diejenige, die Menschen davor bewahrt, ihre Heimat verlassen zu müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Europa zusammenführen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen das vereinte Europa stärken. Mit uns wird es eine klare Kurskorrektur in der deutschen Europapolitik geben, weg von der einseitigen Sparpolitik, hin zu mehr Solidarität mit den Menschen in den finanziell schwachen Ländern. Wir werden massiv in die ökologische Modernisierung und in die digitale Zukunft investieren und damit auch zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in anderen Ländern beitragen. Zudem müssen wir dringend die Transparenz der europäischen Politik und der daraus entstehenden Entscheidungen für Bürgerinnen und Bürger schaffen und den Parlamenten mehr Mitsprachemöglichkeiten in der Europapolitik sichern, um der Enttäuschung weiter Teile der Bevölkerung in Europa entgegen zu wirken. Wir fordern Investitionen in die soziale und ökologische Infrastruktur, z. B. zum Abbau der dramatischen Jugendarbeitslosigkeit. Überlebenswichtig für Europa ist die Zusammenarbeit mit Frankreich, weshalb wir die Reformvorschläge für Europa von Emanuel Macron konstruktiv aufgreifen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Soziale Sicherheit schaffen, Ungleichheit abbauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die soziale Ungleichheit in Deutschland verringern. Die Menschen bekommen immer weniger Unterstützung vom Staat. Viele soziale Leistungen sind gekürzt worden. Das Geld zum Leben wird weniger. Das gleiche gilt für die Rente. In vielen Städten werden die Mieten für Wohnungen immer teurer. Gleichzeitig werden die Reichen immer reicher: Zeit für Steuergerechtigkeit. Dabei müssen geringe Einkommen und die breite (Facharbeiter-) Mittelschicht auf der „Haben“-Seite bleiben, d.h. entlastet werden. Der Progressionsbauch (schleichende Steuererhöhung) der letzten Jahrzehnte wird auf ein vernünftiges Maß zurückgestutzt. Zur Finanzierung werden z.B. große Vermögen, große Erbschaften und sehr hohe Einkommen angemessen besteuert. Dass etliche große, reiche Firmen mit internationalen Verflechtungen wenig oder gar keine Steuern zahlen, werden wir ebenfalls angehen. Mit uns werden die Menschen, die darauf angewiesen sind, besser sozial abgesichert. Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum und stärken die Rechte derer, die sich bisher kaum gegen ihre Armut wehren können, vor allem wenn diese nicht selbstverschuldet ist. Die Hartz-IV-Sanktionen werden wir zu den Akten legen, sie sind uneffektiv und bevormunden erwachsene Menschen in unerträglichem Maß.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insgesamt wollen wir die Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, im Alter sowie bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit armutsfest und menschenwürdig gestalten, um den Menschen Abstiegsängste zu nehmen und das Sozialsystem zu einem gerechten und motivierenden Teilhabesystem zu entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das zu erreichen, bauen wir die sozialen Sicherungssysteme schrittweise zu einer solidarischen Bürgerversicherung für alle um und stabilisieren das Rentenniveau. Wir beenden die Zwei-Klassen-Medizin und beteiligen Arbeitgeber wieder paritätisch an den Kosten der Krankenversicherung. Und wir verbessern die soziale Absicherung von Selbstständigen. Wir gewährleisten das Recht auf Rückkehr in Vollzeit. Gleichwertige Arbeit muss endlich gleich bezahlt werden. Dass vor allem Frauen im Alter arm sind, akzeptieren wir ebenso wenig wie die unsichtbare Aufstiegsbarriere für qualifizierte Frauen. Quoten bleiben das wirksamste Mittel, ob im DAX-Vorstand oder an den Spitzen von Verwaltungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Atomausstieg vollenden, Atomwaffen weltweit abrüsten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn in Deutschland 2022 alle AKWs abgeschaltet werden, bleibt bis zum Atomausstieg auch hier viel zu tun. Die beiden Typ-Fukushima-Reaktoren in Gundremmingen müssen vorzeitig vom Netz, die Terrorgefahr muss für alle Atomanlagen ernst genommen und in wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Produktion des Rohstoffs für Dutzende anderer Länder, die damit im „Worst Case“ auch Zugang zu Atomwaffen haben, in Lingen und Gronau werden wir schnellstmöglich beenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden dafür eintreten, dass vollkommene atomare Abrüstung Wirklichkeit wird. Eine Bundesregierung mit grüner Beteiligung wird sich für den UN-Resolutionsentwurf zum Verbot von Atomwaffen einsetzen. Die letzten Atomwaffen in Büchel werden wir umgehend abgeben und damit auch die völkerrechtswidrige „Nukleare Teilhabe“ beenden. Den aufkeimenden Diskussionen um eine europäische Atommacht erteilen wir kompromisslos eine vollständige Absage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Integration zum Erfolg führen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen für eine humane Flüchtlingspolitik ein, gemeinsam mit den europäischen Partnern. Mit uns gibt weder eine Grundgesetzänderung für eine Obergrenze beim Asylrecht noch Asylrechtsverschärfungen und Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete. Wir lehnen das Konzept der sog. sicheren Herkunftsstaaten ab, weil für uns das Schicksal des einzelnen Menschen im Mittelpunkt steht. Anerkannte Flüchtlinge dürfen ihre Familien nachholen, denn auch das hilft ihnen, sich zu integrieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland ist heute schon faktisch eine Einwanderungsgesellschaft. Das ist auch nötig, um unser Sozialsystem dauerhaft zu stabilisieren und wirtschaftlich nicht abgehängt zu werden. Dabei ist selbstverständlich, dass Flüchtlinge und Einwander*innen, unsere neuen Mitbürger*innen, unsere Werte anerkennen und respektieren. Wir reformieren das Staatsbürgerschaftsrecht: Wer in Deutschland geboren wird, ist deutscher Staatsbürger. Wir stehen uneingeschränkt zum Doppelpass.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Familien stärken, Liebende heiraten lassen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen faire Chancen für alle. Wir investieren zusätzlich in gute Bildung, in bessere Kita-Qualität und schaffen intakte und gut ausgestattete Schulen. Wir beseitigen die Kinderarmut, verbessern die Familienförderung und machen sie mit 12 Milliarden Euro zusätzlich durch das Familienbudget gerechter. Insbesondere Frauen machen wir es so einfacher, Familie und Beruf besser zu vereinbaren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Ehe-für-alle auch in Deutschland ermöglichen. Wenn zwei Menschen sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen wollen, darf es rechtlich nicht behindert werden. Das sehen in Deutschland die meisten Menschen so: Sie wollen, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen. In 22 Ländern weltweit, davon 13 in Europa, können sich Schwule und Lesben das Ja-Wort geben. Das Eheverbot für Schwule und Lesben passt nicht zu unserem modernen Land Deutschland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>8. Mobilität neu definieren – ÖPNV stärken, E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verkehr ist – nicht nur bezogen auf Klimaabgase – eines der größten Zukunftsprobleme. Auch dieses Problem muss schnell und aktiv gelöst werden: Viele Fahrten lassen sich vermeiden, andere auf öffentliche nutzerfreundliche Verkehrsmittel und Massentransporte wie Güterzüge umlenken. Autos – wo noch nötig – lassen sich gemeinsam und mehrfach nutzen (Fahrgemeinschaften, Carpools, Car-Sharing etc.). Wo der Verkehr noch bleibt, ist er in Zukunft erneuerbar, effizient und digital. Die Entwicklung des „sauberen Autos“ hat Deutschland verschlafen, hier haben wir einen großen Nachholbedarf, auch gerade in Richtung universell nutzbarer Lademöglichkeiten und Bezahlsysteme für Elektroautos. Wir setzen den parteiübergreifenden Bundesratsbeschluss vom September 2016 um, ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zuzulassen. Bis dahin integrieren wir für Neuwagen ein CO2-abhängiges Bonus-Malus-System in die KFZ-Steuer mit jährlichem Anstieg für die umweltschädlichen Fahrzeuge. Wir beenden die Subventionen wie das Dienstwagenprivileg. Die Einführung der pauschal jeden treffenden PKW-Maut lehnen wir ab. Bei der Benzinsteuer kippen wir den nicht mehr zeitgemäßen Bonus für Diesel. Der Mehrertrag wird in die Subventionierung von Strom an Ladestationen investiert. Damit wird die Klima- und Atemluftbelastung gerechter nach gefahrenen Kilometern bezahlt und nicht pauschal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>9. Gefahren vorbeugen, Sicherheit stärken, Freiheit bewahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer frei leben will, muss sich sicher fühlen können. Terrorismus, auch mit islamistischem Hintergrund, ist eine der wesentlichen Bedrohungen unserer Zeit. Rechtsextreme Gewalt konnte sich in unserem Land viel zu lange ohne effektive Gegenwehr ausbreiten, auch weil sie zu oft von einer schweigenden Mehrheit geduldet und verharmlost wurde. Frauen können sich in der Öffentlichkeit nicht überall und immer sicher fühlen. Geflüchtete, Homo- und Transsexuelle, sogar Obdachlose werden bedroht oder angegriffen. Wir stehen für eine effektive Sicherheitspolitik, die Bedrohungen ernst nimmt, aber mit Augenmaß und unter Wahrung der Bürgerrechte reagiert. Wir sorgen dafür, dass die Polizei zur Erfüllung ihrer wachsenden Aufgaben gut ausgestattet ist, um effektiv schützen zu können. Wir stärken die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden. Aber wir setzen uns auch weiterhin verstärkt ein gegen Überwachungen mit pauschalen Verdächtigungen und massenhaftem Ausspähen aller Bürger*innen. Gezielte Einsätze von Videokameras im vielfrequentierten öffentlichem Raum mögen sinnvoll und unterstützenswert sein, aber das grundlose Schleifen der Datenschutzrechte lehnen wir ab. Wir stärken das Prinzip der Prävention als integraler Bestandteil der inneren Sicherheit. Dazu gehört auch, das Waffenrecht zu verschärfen. Ebenso werden wir unser Augenmerk verstärkt auf die organisierte Kriminalität wie beim Schmuggel, beim Menschenhandel und bei dem Betrug mit gefälschten Medikamenten richten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>10. Landwirtschaft nachhaltig machen - den Naturschutz stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer mehr Menschen wünschen sich eine Landwirtschaft, die unser Grundwasser und unsere Böden schützt, die den Reichtum unserer Tier- und Pflanzenwelt erhält, anstatt Bienen- und Vogelsterben zu verursachen. Mit uns wird Deutschland auf eine nachhaltige Landwirtschaft umsteigen – ohne Ackergifte, Gentechnik und Hormon-Massenverabreichung. Die Verbreitung der tödlichen Krankenhauskeime hat auch hier eine ihrer Ursachen. Wir wollen alle Subventionen und Ausnahmen für die Massentierhaltung streichen. Stattdessen setzen wir uns ein für ein neues Tierschutzrecht, um die industrielle Massentierhaltung über die nächsten zwanzig Jahre durch artgerechte Tierhaltung zu ersetzen. Wir helfen mit europäischen Steuermilliarden den Bäuerinnen und Bauern, die Umweltschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit zu ihrer Maxime beim Wirtschaften machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser verbindliches Angebot</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Vorhaben beschreiben nicht alle unsere Anliegen – aber unsere wichtigsten. Ihre Durchsetzbarkeit ist der Maßstab für eine mögliche Regierungsbeteiligung. Damit wissen Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, was unsere gemeinsame Aufgabe sein wird, die auch Sie mitgestalten können – und was nicht – wenn Sie die Grünen wählen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist unerlässlich, den Stillstand und die Unentschlossenheit der sichtlich von Partikularinteressen gesteuerten Großen Koalition abzulösen. Deshalb sind wir bereit, nach der Wahl mit allen Parteien außer der AfD zu prüfen, ob wir die wesentlichen Kernpunkte unserer Vorhaben umsetzen können. Mitregieren können und werden wir, wenn das Wahlergebnis es ermöglicht, wenn die Richtung stimmt und wir unsere Kernvorhaben umsetzen können. Das entspricht unserem Verständnis von Demokratie und Verantwortung. Je stärker die Grünen im nächsten Deutschen Bundestag und in einer Bundesregierung sind, umso mehr Gewicht werden wir haben, um diese Ziele durchzusetzen. Wenn die Gemeinsamkeiten nicht reichen, dann geht es nicht. Sollte es erfolgreiche Koalitionsverhandlungen geben, werden wir das Ergebnis unseren Mitgliedern in einer ergebnisoffenen Urabstimmung zur Prüfung vorlegen. Falls eine erkennbare Mehrheit unserer Ziele erreicht und uns keiner unserer feststehenden Grundsätze verweigert wird, werden die Grünen einer Regierungsbeteiligung zustimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was wir anstreben, ist eine zeitgemäße, ökologische, eine vielfältige und gerechte lebenswerte, dem Frieden und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesversammlung (BDK), das oberstes Organ von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em><strong>Begründung der Dringlichkeit:</strong></em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ergibt sich aus der Einreichung und Anerkennung der Dringlichkeit des S-01</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der 10-Punkte-Plan macht Sinn, wenn die wichtigsten programmatischen Forderungen der grünen Beschlusslage dargelegt werden. Die bisher formulierten 10 Punkte sind ein Minimalkonsens und anschlussfähig nach allen Seiten, enthalten jedoch nicht den Kern der grünen Beschlusslage. Wenn die BDK die 10 wichtigsten Punkte verabschieden und eine Öffentlichkeitswirkung davon ausgehen soll, müssen diese klare Kante und Botschaften für den Wahlkampf enthalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Grundprinzip unserer Partei lautet: „die Basis ist Boss“ und diese entscheidet auf der BDK. Auch um für eine gute Klimapolitik zu kämpfen und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens einzuhalten, brauchen wir klare Beschlüsse. Bei der Verkehrspolitik wird nicht mehr einseitig auf den Individualverkehr und E-Autos gesetzt, stattdessen nehmen wir die Verkehrswende in den Blick. Der Atomausstieg ist ein Grünes Ur-Thema, sein Fehlen wird – gerade in der aktuellen Entwicklung – von den Wähler*innen nicht verstanden und noch weniger akzeptiert werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 08 Jun 2017 11:56:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T-01-NEU: Vorschlag zur Tagesordnung</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Vorschlag_zur_Tagesordnung-35942</link>
                        <author>Bundesvorstand (beschlossen am: 06.06.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Vorschlag_zur_Tagesordnung-35942</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Freitag, 16.6.2017</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beginn: 16 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Tagesordnung und Formalia</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Politische Rede</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Wahlprogramm – Präambel</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Wahlprogramm - Globalanträge</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Wahlprogramm – Umwelt im Kopf</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Verschiedenes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Samstag, 17.6.2017</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beginn: 9.30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 Wahlprogramm – Umwelt im Kopf - Fortsetzung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Wahlprogramm – Welt im Blick</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 9 Wahlprogramm – Freiheit im Herzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 10 Wahlprogramm – Gerechtigkeit im Sinn</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sonntag, 18.6.2017</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beginn: 9.30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 11 Wahlprogramm – Gerechtigkeit im Sinn - Fortsetzung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 12 Wahlprogramm- Schlusskapitel</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 13 Schlussabstimmung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende: 14 Uhr</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 07 Jun 2017 13:04:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>WB-EZ-01-055-4: Europakapitel WB-EZ-01 nach Zeile 55 einfügen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Europakapitel_WB-EZ-01_nach_Zeile_55-42293</link>
                        <author>BAG Wirtschaft und Finanzen (beschlossen am: 01.06.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Europakapitel_WB-EZ-01_nach_Zeile_55-42293</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das gilt ebenso für die deutsche Bundesregierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Dabei </em><em>geht es nicht darum, die Geldbörse zu zücken und unseren „teuren Freunden“ Schulden zu erlassen oder andere Geschenke zu machen. Frankreich, Italien und andere Krisenländer benötigen nicht unsere „Hilfe“. Sie benötigen aber eine andere Politik in Deutschland</em><em>. </em><em>Anstatt Fehler nur bei anderen zu suchen, müssen wir anerkennen, dass wir mit unserer übertriebenen Lohnzurückhaltung und unseren zu geringen Investitionen ganz Europa destabilisieren. Wenn wir jetzt dafür sorgen, dass die Löhne bei uns wieder ansteigen, geht es nicht nur auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland besser, sondern ganz Europa. Und wenn wir in unsere Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser und Internet investieren, anstatt manisch auf die schwarze Null fixiert zu sein und unseriöse Steuersenkungen zu versprechen, geht es nicht nur uns und unseren Kindern besser, sondern auch Europa.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir wollen die Chance der neuen europafreundlichen Regierung in Frankreich nutzen, um beherzte Reformen der Eurozone voranzutreiben. Wir wollen wieder </em><em>mehr Demokratie und Transparenz in Europa. Europa steht für Freiheit, Gerechtigkeit, den respektvollen Umgang mit der Umwelt und, ganz besonders wichtig, sozialen Zusammenhalt. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir wollen dafür sorgen, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik wieder normalisieren kann, weil sie nicht mehr auf sich allein gestellt ist, um große Finanz- und Konjunkturkrisen in Europa zu bewältigen. Dafür wollen wir sogenannte automatische Stabilisatoren in Europa einführen und die Möglichkeit bei schweren Konjunkturkrisen antizyklisch agieren zu können. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Wir wollen ebenfalls die Chance für ökologischen Fortschritt nutzen, da die neue Regierung in Frankreich die Bepreisung von CO<sub>2</sub> ganz selbstverständlich und mit einem konkreten Preis (von 100€ pro Tonne CO<sub>2</sub>) in ihrem Programm stehen hat.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir glauben ...</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung der Dringlichkeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Emmanuel Macron wurde erst nach der Frist für Änderungsanträge zum französischen Präsidenten gewählt. Konservative Politiker*innen haben umgehend versucht, das europäische Programm Macrons zu diskreditieren. Die politische Diskussion in Deutschland wird sich in den nächsten Monaten eingehend mit den Vorschlägen Macrons auseinandersetzen. Unser Wahlprogramm sollte dazu Stellung beziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deshalb braucht das Wahlprogramm eine Aktualisierung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 02 Jun 2017 09:05:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S-01: Wofür wir Verantwortung übernehmen wollen - Zehn-Punkte-Plan für Grünes Regieren</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wofuer-wir-Verantwortung-uebernehmen-wollen-17447</link>
                        <author>Katrin Göring-Eckardt (KV Gotha)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wofuer-wir-Verantwortung-uebernehmen-wollen-17447</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir leben in Zeiten, in denen sich vieles ändert. Bedrohliches wie auch Positives. Veränderung wird von manchen erhofft, von anderen befürchtet. Wir sind überzeugt, dass unser Land in einem vereinten Europa das Beste noch vor sich hat – wenn wir jetzt beherzt anpacken. Wir wollen dafür Verantwortung übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es braucht Mut zu Veränderungen, um unser Land voranzubringen. Herausforderungen löst nicht, wer bloß über Erfolge von gestern redet und sich darauf ausruht. Wir wollen Fortschritt erkämpfen. Mit vielen Verbündeten. Auch für diejenigen, die noch nicht an ihm teilhaben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb wollen wir regieren. Dafür brauchen wir Partner. Diese Partnerschaft muss darauf gründen, dass sich heute vieles ändern muss, damit wir alle auch morgen gut leben können. Wer mit uns koalieren will, der muss bereit sein, bei diesen Vorhaben entschieden mit voranzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Klimaschutz voranbringen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Klima zu schützen, ist eine Menschheitsaufgabe. Wir wollen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele einhält – ohne Wenn und Aber. Spätestens im Jahr 2050 wollen wir nur noch saubere Energie in Deutschland haben. Wir beschleunigen die Energiewende, schaffen die Deckelung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ab und achten dabei auf einen fairen Übergang. Wir führen einen nationalen Mindestpreis für Klimaverschmutzung ein. Die Stromsteuer schaffen wir ab und führen im Gegenzug eine aufkommensneutrale CO2-Bepreisung ein. Wir steigen aus der klimafeindlichen Kohle aus. Die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke schalten wir sofort ab, damit Deutschland das Klimaschutzziel 2020 noch erreichen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine erfolgreiche Wirtschaft ist in Zukunft erneuerbar, effizient und digital – auch in der Mobilität. Das saubere Auto soll auch in Deutschland entwickelt und gebaut werden. Deutschland hat dafür weltweit die besten Ingenieurinnen und Ingenieure. Aber es braucht einen ehrgeizigen politischen Rahmen und damit Planbarkeit. Wir beenden die Ära des fossilen Verbrennungsmotors mit klaren ökologischen Leitplanken. Wir schaffen die steuerlichen, fiskalischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die emissionsfreie Mobilität der Zukunft. Wir beenden die Subventionen für Spritfresser wie beim Dienstwagenprivileg. Wir kurbeln die E-Mobilität an, indem wir für Neuwagen ein Bonus-Malus-System in die KFZ-Steuer integrieren, von dem profitiert, wer weniger CO2 ausstößt. Das befördert Innovation und sichert mit deutscher Hightech Arbeitsplätze und Wertschöpfung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Landwirtschaft nachhaltig machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer mehr Menschen wollen gesunde Lebensmittel, die im Einklang mit der Natur hergestellt werden. Sie wünschen sich eine Landwirtschaft, die unser Grundwasser und unsere Böden schützt, die den Reichtum unserer Tier- und Pflanzenwelt erhält, anstatt Bienen- und Vogelsterben zu verursachen. Mit uns wird Deutschland auf eine nachhaltige Landwirtschaft umsteigen – ohne Ackergifte und Gentechnik. Die industrielle Massentierhaltung ersetzen wir über die nächsten zwanzig Jahre durch artgerechte Tierhaltung. Wir setzen höhere Tierschutzstandards per Gesetz durch und führen eine Haltungskennzeichnung beim Fleisch ein. Wir schichten die europäischen Steuermilliarden so um, dass Umweltschutz und Tierwohl zu neuen Einkommensmöglichkeiten für Landwirte werden, denn die neue Landwirtschaft gibt es nur mit den Bäuerinnen und Bauern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Europa zusammenführen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen das vereinte Europa stärken. Denn ohne ein vereintes Europa wird es für uns alle weder Frieden noch Wohlstand noch Sicherheit in der globalisierten Welt geben. Mit uns wird es eine klare Kurskorrektur in der deutschen Europapolitik geben. Denn es braucht Partnerschaft mit Respekt auf Augenhöhe und mehr Solidarität und Nachhaltigkeit statt einseitiger Sparpolitik. Wir werden massiv in die ökologische Modernisierung und die digitale Zukunft unseres Kontinents investieren und so auch zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in vielen Ländern beitragen – statt zwei Prozent der Wirtschaftsleistung und damit allein in Deutschland 30 Milliarden Euro mehr in Verteidigung zu stecken. Wir wollen mehr Transparenz für Bürgerinnen und Bürger und mehr Entscheidungsrechte für die Parlamente in der Europapolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Familien stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass das Aufstiegsversprechen für alle gleichermaßen gilt. Dazu braucht es faire Chancen für alle. Wir investieren zusätzlich in gute Bildung, in bessere Kita-Qualität und intakte und gut ausgestattete Schulen – statt mit der Gießkanne Geld auszugeben. Wir bekämpfen Kinderarmut. Wir verbessern die Familienförderung und machen sie mit 12 Milliarden Euro zusätzlich mit dem Familienbudget gerechter. Damit eröffnen wir endlich allen Kindern gute Chancen für ihr Leben - egal wie sie heißen, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind. Insbesondere Frauen machen wir es so einfacher, Familie und Beruf besser zu vereinbaren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Soziale Sicherheit schaffen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt stehen wir vor einem großen Umbruch. Wir wollen dafür sorgen, dass der Sozialstaat sein Versprechen auf Sicherheit auch in Zukunft noch einlösen kann. Und wir wollen soziale Ungleichheit in Deutschland verringern. Deshalb bauen wir die sozialen Sicherungssysteme schrittweise zu einer solidarischen Bürgerversicherung für alle um. Wir stabilisieren das Rentenniveau. Wir beenden die Zwei-Klassen-Medizin und beteiligen Arbeitgeber wieder paritätisch an den Kosten. Und wir verbessern die soziale Absicherung von Selbstständigen. Wir gewährleisten das Recht auf Rückkehr in Vollzeit. Gleichwertige Arbeit soll endlich gleich bezahlt werden – egal, ob sie von Frauen oder Männern geleistet wird. Dass vor allem Frauen im Alter arm sind, akzeptieren wir ebenso wenig wie die gläserne Decke, an die Frauen immer noch stoßen. Quoten bleiben das wirksamste Mittel, ob im DAX-Vorstand oder an den Spitzen von Verwaltungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Integration zum Erfolg führen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer anpackt für unsere gemeinsame Heimat, gehört dazu. Wer hier glücklich werden will, muss unser Grundgesetz und seine Grundwerte anerkennen. In unserem gemeinsamen Land gilt das für alle, egal ob sie aus Dresden oder aus Damaskus kommen. Wir beurteilen Menschen nicht danach, wo sie herkommen, sondern wohin sie im Leben wollen. Wir legen künftig in unserer Einwanderungsgesellschaft mehr Wert auf Erziehung zur Demokratie für alle Kinder und Jugendlichen. Wir reformieren das Staatsbürgerschaftsrecht: Wer in Deutschland geboren wird, ist deutscher Staatsbürger. Anerkannte Flüchtlinge dürfen ihre Familien nachholen, denn auch das hilft ihnen, sich zu integrieren. Wir stehen für eine humane und zudem gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik ein. Mit uns gibt es keine Grundgesetzänderung für eine Obergrenze beim Asylrecht. Weitere Asylrechtsverschärfungen und Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete lehnen wir ab. Das sind wir unserer Geschichte und unseren Werten schuldig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>8. Liebende heiraten lassen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Ehe für alle auch in Deutschland ermöglichen. Wenn zwei Menschen sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen wollen, dann verdient das Respekt. Das sehen in Deutschland die meisten Menschen so: Sie wollen, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen. In 22 Länder weltweit, davon 13 in Europa, können sich Schwule und Lesben das Ja-Wort geben. Warum soll in Deutschland nicht möglich sein, was vielerorts geltendes Recht ist? Das Eheverbot für Schwule und Lesben passt nicht zu unserem modernen Land Deutschland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>9. Freiheit sichern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer frei leben will, muss sich sicher fühlen können. Islamistischer Terrorismus ist eine der größten Bedrohungen unserer Zeit. Rechtsextreme Gewalt und Terror konnten sich in unserem Land viel zu lange ohne effektive Gegenwehr ausbreiten. Frauen können sich in der Öffentlichkeit nicht überall und immer sicher fühlen. Geflüchtete, Homosexuelle, sogar Obdachlose werden bedroht oder angegriffen. Vielen Menschen macht zurecht die hohe Zahl der Einbrüche Angst. Wir stehen für eine effektive Sicherheitspolitik. Eine Sicherheitspolitik, die Bedrohungen ernst nimmt, aber mit Augenmaß und unter Wahrung der Bürgerrechte reagiert. Wir sorgen dafür, dass die Polizei zur Erfüllung ihrer wachsenden Aufgaben gut ausgestattet ist, um effektiv schützen zu können. Wir stärken die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden. Wir setzen auf gezielte Überwachung statt massenhaftem Ausspähen aller Bürgerinnen und Bürger. Wir stärken das Prinzip der Prävention als integraler Bestandteil der inneren Sicherheit. Dazu gehört auch, das Waffenrecht zu verschärfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>10. Fluchtursachen bekämpfen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland ist international ein verlässlicher Bündnispartner. Doch wir tragen derzeit mit Rüstungsexporten an Diktaturen und Krisenregionen zur Unsicherheit in der Welt bei. Deshalb beenden wir solche Exporte mit einem verbindlichen Rüstungsexportgesetz. Wir wollen nicht auf Kosten der Menschen in anderen Ländern Profite machen und Konflikte dort anheizen. Deshalb stärken wir mit fairen Handelsabkommen ökologische und soziale Standards weltweit. Wir wollen die Überfischung vor den Küsten Afrikas beenden und solche Agrarsubventionen streichen, die andernorts Landflucht und Hunger befördern. Der Kampf gegen die Klimaerhitzung ist auch ein Kampf gegen Fluchtursachen. Die beste Flüchtlingspolitik ist diejenige, die Menschen davor bewahrt, ihre Heimat verlassen zu müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser verbindliches Angebot</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Vorhaben beschreiben nicht alle unsere Anliegen – aber die wichtigsten. Sie sind unser Maßstab für eine Regierungsbeteiligung. Sie sind unser verbindliches Angebot an Sie, die Bürgerinnen und Bürger. Wenn Sie die Grünen wählen, bekommen Sie dafür vollen Einsatz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Stillstand und die Unentschlossenheit ablösen, die die Große Koalition bietet. Deshalb sind wir bereit, nach der Wahl mit allen Parteien außer der AfD zu sprechen, ob wir unsere Vorhaben umsetzen können. Das entspricht unserem Verständnis von Demokratie und Verantwortung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben bereits einmal sieben Jahre lang in einer Koalition mit der SPD unsere Republik erfolgreich regiert und nach vorne gebracht. Daran würden wir gerne wieder anknüpfen. Doch über mögliche Mehrheiten entscheiden Sie als Wählerinnen und Wähler. Je stärker die Grünen im nächsten Deutschen Bundestag und einer Bundesregierung sind, umso mehr Gewicht haben wir auch, um diese Ziele durchzusetzen. Regieren können und werden wir, wenn die Richtung stimmt und unsere Kernvorhaben umgesetzt werden können. Das ist für uns Anforderung, um verantwortungsvoll mit Ihrer Stimme umzugehen. Wenn die Gemeinsamkeiten nicht reichen, dann geht es nicht. Sollte es erfolgreiche Koalitionsverhandlungen geben, werden wir das Ergebnis unseren Mitgliedern in einer Urabstimmung vorlegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen eine moderne und ökologische, eine vielfältige und gerechte Gesellschaft. Wer mit uns regieren will, muss sich mit auf den Weg dorthin machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zukunft wird aus Mut gemacht!</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung der Dringlichkeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Ergebnisse der drei Landtagswahlen dieses Frühjahrs machen eine Konkretisierung unserer politischen Vorhaben für das Bundestagswahlprogramm die Bundestagswahl erforderlich. Dieser Wahlkampf findet in einer Zeit starker Veränderungen des Parteiensystems und daher ohne absehbare Koalitionsmodelle statt. Deshalb brauchen wir Grüne eine starke inhaltliche Verbindlichkeit und Fokussierung in der Auseinandersetzung mit den anderen Parteien. Diese Fokussierung sollte Teil des Wahlprogramms sein und daher von der BDK getragen werden.<br>
Da die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen erst nach Antragsschluss stattfanden, reichen wir diesen Antrag als Dringlichkeitsantrag ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Dieser Antrag soll als Schlusskapitel in das Wahlprogramm aufgenommen werden.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bundesvorstand, der Vorstand der Bundestagsfraktion, der Parteirat und das Treffen der Landesvorsitzenden mit dem Bundesvorstand unterstützen geschlossen den Zehn-Punkte-Plan für Grünes Regieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 31 May 2017 05:50:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>WB-EZ-01-034-4: Einfügung des folgenden Abschnitts im Antrag WB-EZ-01 nach Zeile 34</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Einfuegung_des_folgenden_Abschnitts_im_Antrag_WB-EZ-01_nach_Zeile_34-27254</link>
                        <author>Jan Philipp Albrecht (Wolfenbüttel KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Einfuegung_des_folgenden_Abschnitts_im_Antrag_WB-EZ-01_nach_Zeile_34-27254</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem neuen französischen Präsidenten gibt es die große Chance, neue Bewegung in die europäische Politik zu bringen. Diese müssen wir nutzen, denn es geht um nichts weniger als um die Zukunft Europas. Der französische Präsident fordert zu Recht mehr europäische Investitionen und eine bessere Koordination der Wirtschafts- und Währungspolitik in der Europäischen Union. Eine Regierung mit grüner Beteiligung wird diesen Impuls aufgreifen und gemeinsam mit Macron umsetzen, statt wie die bisherige Bundesregierung alle Ideen für europäische wirtschaftspolitische Initiativen abzublocken oder auf die lange Bank zu schieben. Dabei ist für uns zentral, dass der deutsch-französische Motor die gesamte EU im Blick behält und weder die kleineren noch osteuropäischen EU-Partner vor den Kopf stößt. Eine verstärkte Zusammenarbeit – auch zwischen den Ländern der Eurogruppe – muss so gestaltet sein, dass sie den anderen EU-Mitgliedstaaten jederzeit erlaubt, die entsprechenden Integrationsschritte mitzugehen. Ein Vorangehen bestimmter Mitgliedstaaten muss zudem immer im Rahmen des Gemeinschaftsrechts und damit unter voller Beteiligung des Europäischen Parlaments stattfinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns dafür ein, im EU-Haushalt einen Zukunftsfonds einzurichten, der mittels öffentlicher Investitionen die öko-soziale Modernisierung der europäischen Wirtschaft vorantreibt und darüber hinaus Mitgliedstaaten in Notsituationen unterstützt sowie Wirtschaftskrisen bekämpft. Am Zukunftsfonds sollen sich alle EU-Staaten beteiligen dürfen, die im Gegenzug stärkere Maßnahmen gegen aggressive Steuervermeidung und Steuerhinterziehung ergreifen. Eine Maßnahme für diese Finanzierung ist für uns ein europäischer Mindestsatz bei der Unternehmensbesteuerung. Der EU-Investitionsfonds (EFSI) soll aufgestockt werden, auch Deutschland soll endlich einzahlen. Auch einen Risiko-Kapitalfonds für innovative europäische Start-ups halten wir für richtig. Außerdem muss sich die nächste Bundesregierung bereit erklären, mehr in den EU-Haushalt einzuzahlen. Kein anderes Land profitiert vom Binnenmarkt und vom Euro so sehr wie Deutschland. Es wird Zeit, davon etwas zurückzugeben. Außerdem wollen wir die demokratische Kontrolle der Euro-Politik durch das Europäische Parlament stärken. Dafür sollte ein Euro-Ausschuss im Europäischen Parlament eingerichtet werden, der starke Informationsrechte erhält und EU-Kommission und Eurogruppe stärker als bisher kontrolliert. Wichtige Entscheidungen soll dieser Ausschuss mit Abgeordneten der nationalen Parlamente diskutieren. Um die Rückbindung der Euro-Gruppe zum Europäischen Parlament zu stärken, schlagen wir vor, den EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung als nächsten Präsidenten der Eurogruppe zu wählen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung der Dringlichkeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Emmanuel Macron wurde erst nach der Frist für Änderungsanträge zum französischen Präsidenten gewählt. Deshalb braucht das Wahlprogramm eine Aktualisierung. Zudem wird es in der Diskussion nun um die entscheidende Frage gehen, wie der deutsch-französische Motor die europäische Zukunftsagenda gestalten wird.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 May 2017 14:43:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>WB-EZ-01-031-3: Wahlen in Frankreich </title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wahlen_in_Frankreich_-58842</link>
                        <author>Frithjof Schmidt (Bochum KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wahlen_in_Frankreich_-58842</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beantragen die Einfügung des folgenden Abschnitts im Antrag WB-EZ-01 nach Zeile 30:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit seiner Botschaft von Zuversicht und Hoffnung und seinem klaren Ja zu Europa ist es Emmanuel Macron gelungen, die nationalistische, fremdenfeindliche und anti-europäische Politik von Marine LePen zu verhindern. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich so viele Französinnen und Franzosen für Europa und für eine offene Gesellschaft entschieden haben. Es kommt nun auf eine gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Frankreich und Deutschland an, für ein starkes sozial-ökologisches Europa zu kämpfen. Macron fordert zurecht ein Ende der Austeritätspolitik und eine große europäische Investitionsoffensive. Deutschland muss hier den bisherigen Kurs von Merkel, Schäuble und Gabriel endlich ändern und Macrons Initiative unterstützen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eilbedürftigkeit: Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Frankreich stand erst nach Frist für Änderungsanträge fest.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 11 May 2017 08:58:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-10-2: (ist jetzt Antrag S-02) Abschlusskapitel: &quot;Zukunft im Programm&quot; (ZP)</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP-54050</link>
                        <author>KV Fürth-Stadt (beschlossen am: 27.04.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP-54050</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für all diese mutigen Ziele kämpfen wir mit Leidenschaft und werden im Falle der rechnerischen Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung versuchen, so viele wie möglich durchzusetzen. Zu regieren ist für uns aber kein Selbstzweck. Deshalb werden wir einem Koalitionsvertrag nur dann zustimmen, wenn er</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen klaren, realistischen und verbindlichen Plan zur Einhaltung der Ziele des Pariser Weltklimaschutzabkommens enthält und die Energie- sowie Mobilitätswende beschleunigt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltigkeit als ein Grundprinzip allen Regierungshandelns festschreibt, für auch in Zukunft gesunde Menschen, Tiere Umwelt und Ernährung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Rahmenbedingungen für eine ökologische Erneuerung unserer Wirtschaft setzt und damit die Schaffung vieler neuer zukunftssicherer Arbeitsplätze ermöglicht</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>durch Chancengleichheit für alle und eine fairere Verteilung unseres Wohlstands für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärkt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Krankheit, im Alter und bei Pflegebedürftigkeit armutsfest und menschenwürdig gestaltet, um den Menschen Abstiegsängste zu nehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine humane Flüchtlingspolitik ohne Obergrenzen umsetzt, die Fluchtursachen bekämpft, Integration beschleunigt und Geflüchtete im Einklang mit der Genfer Konvention behandelt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine generationengerechte Rente garantiert sowie ein modernes Einwanderungsgesetz einführt, damit wir verantwortungsvoll mit dem demografischen Wandel umgehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere liberale Gesellschaft auf Basis des Grundgesetzes schützt und fortschreibt, mit konsequenter Gleichstellung von Frauen, gegenseitiger Toleranz, Vielfalt der Lebensformen und einer Ehe für alle</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine menschenrechtsorientierte Außenpolitik nicht nur als Krisen- sondern Präventionsmanagement definiert und daher Entwicklungshilfe ausbaut, fairen Handel fördert, internationale Institutionen stärkt, auf Deeskalation statt Militäreinsätze setzt und Rüstungsexporte reduziert</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>uns als verlässlichen Partner in Europa positioniert und Reformen anstößt, um die EU handlungsfähiger, transparenter und solidarischer zu gestalten, mit klaren und durchsetzbaren demokratischen Standards</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sicherheit als Querschnittsaufgabe definiert und gewährleistet, im Straßenverkehr ebenso wie vor Terror, sexueller Belästigung und Rassismus, bei Medikamenten ebenso wie vor Krieg, Krankenhauskeimen und vergiftetem Essen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere Sicherheit nicht gegen unsere Freiheit ausspielt, sondern Bürgerrechte wahrt und neue Gesetze nur einführt wenn sie angemessen, erfolgversprechend und verfassungsgemäß sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Werte und Vorzüge der parlamentarischen Demokratie von Kindheit an stärker zu vermitteln hilft und für mehr Bürgerbeteiligung und ergänzende Elemente direkter Demokratie sorgt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mutig und zukunftsorientiert ist!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür bitten wir am 24. September um Ihre Unterstützung. Wie knapp es werden kann, haben wir beim BREXIT, der US-Präsidentschaftswahl und dem Referendum in der Türkei gesehen. Deshalb nutzen Sie Ihr demokratisches Recht zur Wahlteilnahme, um sich hinterher nicht ärgern zu müssen. Schenken Sie uns Ihre Stimme, damit wir Ihre Stimme sein können! Nur starke Grüne können sich für Sie stark machen!</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So viel Mühe wie wir uns für einen guten Einstieg in unser Wahlprogramm gemacht haben (was uns mit der Präambel auch gelungen ist), so wenig Sorgfalt haben wir offensichtlich beim Abschluss walten lassen. Derzeit endet das Programm mit einem Schlüsselprojekt zu Selbständigen im Gemischtwarenunterkapitel „Digitalisierung“. Wir entlassen die Leser*innen mit dem Satz „Die Künstlersozialkasse wollen wir erhalten und weiter stärken“ in Richtung Wahlurne. Kann es das sein? Nein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein würdiger Abschluss für unser Wahlprogramm sollte folgende Kriterien erfüllen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>er bittet wie jede vernünftige Bewerbungsrede mit einer expliziten Bitte um die Stimme</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>er fasst pointiert zusammen, was wir zuvor auf über 100 Seiten an Forderungen aufgelistet haben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>er macht deutlich was uns am Wichtigsten ist und wo wir rote Linien ziehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>er ist nicht zu allgemein formuliert, aber auch nicht so konkret, dass er bei Verhandlungen unzumutbar einengt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Früher hieß das auch Essentials. Und die sind in einer Situation, wo wir keine klaren Koalitionsaussagen machen, umso wichtiger!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da ein 100- oder 150-Seiten-Programm von den allerwenigsten Wähler*innen gelesen wird, steht nach der BDK eh die Aufgabe an, daraus eine oder gar mehrere Kurzfassungen zu destillieren. Und wie das bei Zusammenfassungen so ist, kann am Ende dieses Prozesses Unzufriedenheit und Unfrieden entstehen, weil die Basis darauf dann keinerlei Einfluss mehr hat. Fairer und transparenter wäre es deshalb, die BDK-Delegierten an dieser Stelle gewichten und mitbestimmen zu lassen, auch im gemeinsamen Interesse einer einig auftretenden Partei im Wahlkampf!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die 14 hier aufgeführten Punkte sind nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt und enthalten u.E. nichts was nicht bereits im Programmentwurf steht. Natürlich kann sich das durch Beschlüsse der BDK ändern. Um diesem Antrag gerecht zu werden und ihn adäquat zu behandeln, wäre sicher zielführend, mit Meinungsbildern zu arbeiten und noch Modifikationen am Ende der Programmdebatte zuzulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag hat den Anspruch die vier Parteigrundsätze abzubilden, auch in der Gewichtung. Ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei. Aber auch die aktuellen Debatten unserer Zeit aufzugreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Natürlich wird jedem und jeder Delegierten irgendein Punkt fehlen. Und welche das nicht sein sollten, das möge die BDK in ihrer unendlichen Weisheit beschließen. Es muss aber klar sein: Wenn wir den Antrag gar nicht beschließen, dann hat das Programm keinen vernünftigen Abschluss und dann geben wir als Delegierte das Heft aus der Hand, mit welchen Prioritäten wir diesen Wahlkampf führen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 May 2017 15:47:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>FH-SF-02: Wir sorgen für Sicherheit und erhalten die Freiheit</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wir_sorgen_fuer_Sicherheit_und_erhalten_die_Freiheit-18543</link>
                        <author>Landesvorstand Hessen (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wir_sorgen_fuer_Sicherheit_und_erhalten_die_Freiheit-18543</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte gehen alle an. Sie zu schützen ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Voraussetzungen für ein freies, selbstbestimmtes Leben zu schaffen, ist das Ziel der Sicherheitspolitik von Bündnis 90/Die Grünen. Wir wollen auch künftig selbst entscheiden, wohin unsere Gesellschaft sich entwickelt, wen wir lieben, wie wir uns kleiden, welche Wege wir für unser eigenes Leben wählen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das deutsche Grundgesetz gibt allen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Rechte. Es schließt Diskriminierung wegen Geschlecht, sexueller Orientierung, Abstammung, Sprache, Herkunft, Glauben, religiöser oder politischer Anschauungen oder Behinderung aus und garantiert die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Bürgerinnen und Bürger kontrollieren über Öffentlichkeit und Parlamente das staatliche Handeln. Dadurch entsteht die wichtigste Ressource jeder Sicherheitspolitik: Das Vertrauen und die praktische Unterstützung der Bevölkerung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In demokratisch verfassten Gesellschaften geht es nicht mehr darum, den Staat vor seinen Bürgern zu schützen. Aufgabe der Sicherheitsinstitutionen ist es vielmehr, die Rechte der Bürgerinnen und Bürger zu verteidigen und neue wie alte Gefahren für Freiheit und Sicherheit wirksam zu bekämpfen. Die Garantie der Menschenrechte ist dabei der Maßstab, an dem wir unsere Politik messen. Wir Grüne setzen uns deshalb für gut ausgestattete, ausgebildete und geführte sowie demokratisch verantwortete Institutionen von Polizei, Justiz und Nachrichtendiensten ein. Diese müssen nicht nur wirksam und vorausschauend handeln, sondern auch lernen, das eigene Handeln in Frage zu stellen, Fehler zu korrigieren und erfolgreiche Strategien weiter zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der schreckliche Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz hat sich gegen unsere Freiheit und unsere demokratische Selbstbestimmung gerichtet. Die islamistischen Ideologen werden damit keinen Erfolg haben. Dasselbe gilt für rassistische und antidemokratische Organisationen, die sich gegen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wenden. Wir fordern eine konsequente Aufklärung aller terroristischen Taten und deren effektive Prävention. Zugleich wenden wir uns im politischen Kampf gegen diejenigen Kräfte, die sich innerhalb des parlamentarischen Systems die unsere demokratische Ordnung angreifen und menschenfeindlichen Ideologien den Boden bereiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erfolgreiche Sicherheitspolitik ist eine Politik, die für Freiheit kämpft. Sie ist kein Monopol angeblicher „Sicherheitsexperten“, die aus jedem Ereignis in der Welt eine Verschärfung irgendeines Paragraphen zu folgern in der Lage sind. Viele vermeintliche Sicherheitsdebatten beschäftigen Öffentlichkeit und Bevölkerung mit Scheinproblemen (ein Beispiel ist die Erklärung von Staaten zu „sicheren Herkunftsstaaten“), während vorhandene rechtliche Regelungen wie im Fall Anis Amri „übersehen“ und die Verantwortung zwischen schlecht koordinierten Behörden hin und her verschoben wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gegen Effekthascherei: Weg von einer ideologischen und hin zu einer wirksamen Sicherheitspolitik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn populistische Ideologen das glauben machen wollen: Unsere Sicherheit wird nicht durch zu viel Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gefährdet. Deutschland verdankt sinkende Verbrechenszahlen nicht zuletzt den Erfolgen der Strafrechtsreformen der letzten Jahrzehnte. Wir stehen zu diesen Reformen - z. B. einem vernünftigen, menschenrechtskonformen Strafvollzug, einem erziehungsorientierten Jugendstrafrecht, einem modernen Sexualstrafrecht - die gegen den düsteren Teil der Traditionen der deutschen Justiz- und Sicherheitsbehörden erkämpft wurden. Attacken gegen wissenschaftliche Vernunft und praktisches Expertenwissen sind für uns nicht akzeptabel. Ideologische Scharfmacherei schafft nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Schärfere Strafen oder Einschränkungen des Jugendstrafrechtes verhindern keine Verbrechen. Gefängnisstrafen für Bagatelldelikte sind schon deshalb so weit als möglich zu vermeiden, weil alle Erfahrungen zeigen, dass das Gefängnis ein zentraler Ort von Radikalisierung und Professionalisierung politischer wie gewöhnlicher Krimineller und Terroristen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sicherheit in einem starken Rechtsstaat</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die gegenwärtige Regierung vermittelt das Bild eines hilflosen Staates, der von jedem Anschlag überrumpelt wird und der Kriminalität beständig hinterherhinkt. Dazu hat beigetragen, dass das seit zwölf Jahren CDU/CSU-geführte Bundesinnenministerium auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen immer die gleichen hilflosen Antworten gibt. Anstatt Fehler zu analysieren und abzustellen forciert es Gesetzesverschärfungen im Hauruckverfahren, deren Folgen nicht abgeschätzt werden. Im besten Fall sind sie sicherheitspolitische Placebos, im schlechtesten Fall stellen sie wichtige Grundsätze des Rechtsstaats in Frage.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen dagegen das Konzept der bürgernahen Sicherheit: Einer personell und materiell gut ausgestatteten, zielgerichtet arbeitenden Polizei und einer auf klaren rechtsstaatlichen Prinzipien beruhenden Arbeit der Nachrichtendienste sowie eines geregelten Informationsaustauschs der deutschen sowie der europäischen Sicherheitsbehörden. Damit sogenannte „Gefährdern“ wirksam, zuverlässig und bundeseinheitlich und nach klaren rechtsstaatlichen Regeln überwacht werden können ist eine eindeutige Definition des Begriffs Gefährder*in durch den Gesetzgeber erforderlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für mehr Sicherheit brauchen wir fachkundige und professionelle Polizeiarbeit sowie eine motivierte, vielfältige, personell und sachlich ihren Aufgaben angemessen ausgestattete Polizei. Dafür setzen sich unsere grünen Landesregierungen flächendeckend ein. Die Polizei muss auch als Arbeitgeber attraktiv und in der Gesellschaft anerkannt sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Einsparungen der vergangenen Jahre bei der Bundespolizei waren ein Fehler. Während die Kriminalität insgesamt sinkt, bereiten Deliktformen wie Wohnungseinbrüche vielen Menschen Sorge. Gegen solche, in manchen Fällen auch überregional vernetzte Kriminalität setzen wir zielgerichtete, länderübergreifende Polizeizusammenarbeit sowie auf verstärkte Prävention und Aufklärung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist eine Polizei, die an der Seite der Menschen für Sicherheit sorgt und zugleich für eine lebendige Demokratie eintritt. Auch deshalb setzen wir uns für unabhängige Polizeibeauftragte als Ansprechpartner für Beamt*innen wie Bürger*innen ein, so wie sie mehrere grün-mitregierte Länder bereits eingeführt haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ineffiziente Nebeneinander von Bundespolizei, Zollpolizei und Bundeskriminalamt wollen wir beenden. Weil Terror und internationale Kriminalität keine Grenzen kennen, müssen Sicherheitsbehörden international nach klaren rechtsstaatlichen Regeln, gemeinsamen Grundrechtsstandards und parlamentarisch kontrolliert zusammenarbeiten. Europa hat eine gemeinsame Verantwortung für ein europäisches Grenzregime, das den Schutz der Menschenrechte zur Grundlage hat, Rechtssicherheit garantiert sowie das Vertrauen in das Schengen-System stärkt. Den immer wieder geforderten Einsatz der Bundeswehr im Innern lehnen wir als gefährlichen Unsinn ab. Ein wirksames Mittel, um Terrorakte und Amoktaten zu verhindern, ist die Erschwerung des Zuganges zu Waffen. Es ist immer noch viel zu einfach, an illegale Schusswaffen und umgebaute Dekorationswaffen zu gelangen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Videoüberwachung oder Videobeobachtung kann an Orten mit hoher Kriminalitätsbelastung und gefährdeten öffentlichen Orten eine sinnvolle Maßnahme sein. Auch hier ist der Gesetzgeber gefragt, damit die Rahmenbedingungen für derartige Maßnahmen sowie die Möglichkeiten zu ihrer parlamentarischen Überprüfung rechtsstaatlich verbindlich geklärt werden. Zugleich weisen wir aber darauf hin, dass Kameratechnik keine Polizeistreifen ersetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gewaltmonopol des Rechtsstaates durchsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne stehen für gewaltfreie Formen des politischen Protestes und für das Gewaltmonopol des Rechtsstaates. Gewalttäter sind – gleich welche Begründung sie für ihre Handlungen vortragen – in den dafür vorgesehenen Verfahren zur Verantwortung zu ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zahl rechtsextremer Straftaten hat in den letzten Jahren ein Rekordniveau erreicht. Es gibt inzwischen in Deutschland Regionen, in die Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe sich nicht mehr trauen – eine Schande für den Rechtsstaat. Deshalb ist es eine absolut vordringliche Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass sich alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Identität oder Religion frei und sicher bewegen können – egal ob in Berlin, Sachsen oder Baden-Württemberg. Sicherheitsbehörden und Justiz müssen so ausgestattet werden dass sie rechtsstaatliche Verhältnisse überall garantieren können, indem sie rassistische und andere extremistische Straftaten konsequent ahnden und Strategien für den Schutz von Minderheiten entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Schutz für Opfer rechter Gewalt verbessern. Wer Opfer von rassistischer Gewalt geworden ist, sollte nicht abgeschoben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zäsur beim Verfassungsschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Versagen gegenüber dem rechtsterroristischen NSU hat deutlich gemacht: Das Bundesamt für Verfassungsschutz war in der Vergangenheit häufig nicht in der Lage, angemessene Strategien gegen gefährliche Entwicklungen am rechten Rand zu entwickeln. Auch die zweifelhafte Rolle des Verfassungsschutzes beim Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz weist auf schlimme Fehleinschätzungen hin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen daher die Verfassungsschutzbehörden grundlegend reformieren Wir wollen das aktuelle Bundesamt für Verfassungsschutz durch ein personell und strukturell reformiertes Bundesamt zur Gefahren- und Spionageabwehr ersetzen, das mit nachrichtendienstlichen Mitteln klar abgegrenzt von polizeilichen Aufgaben arbeitet Die allgemeine Beobachtung demokratie- und menschenfeindlicher Bestrebungen soll ein unabhängiges Institut zum Schutz der Verfassung übernehmen, das ausschließlich öffentliche Quellen nutzt und auch das breite Wissen zivilgesellschaftlicher Institutionen für seine Analysen nutzt. Bisher sind Wissenschaft und engagierte Zivilgesellschaft regelmäßig besser informiert als das Bundesamt für Verfassungsschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Menschenrechtliches Engagement und Prävention stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereine, Initiativen und Kirchen engagieren sich seit Jahren für mehr Demokratie. Das wollen wir besser anerkennen und ihre finanzielle Ausstattung sicherstellen. Wo immer Bürgerinnen und Bürger sich gegen Nazis engagieren durch Bildungs- und Beratungsarbeit, durch Demos und friedliche Blockaden von Nazi-Aufmärschen oder in der antifaschistischen Einhornaktion, haben sie unsere volle Unterstützung und Solidarität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen alles unternehmen, damit junge Menschen erst gar nicht in menschenverachtende und Gewalt verherrlichende Ideologien abgleiten. Deshalb fordern wir die Förderung von Demokratie- und Medienkompetenz junger Menschen sowie eine Stärkung von Beratungsstellen, Jugendverbänden und aufsuchender Jugendarbeit. Dazu gehören auch Justizvollzugsanstalten, denn sie waren in der Vergangenheit ebenfalls Stationen der Radikalisierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Präventionsprogramme gegen Rechtsextremismus sowie gewaltbereiten Islamismus und Salafismus massiv ausbauen und Programme zur Deradikalisierung und für Aussteiger insbesondere aus der rechtsextremen und islamistischen Szene stärken. Dabei haben für uns die wirksamen zivilgesellschaftlichen Ansätze Vorrang. Moscheegemeinden und im Besonderen ihre Imame sind in der Verantwortung, ihren Beitrag zur Prävention und Verhinderung der Radikalisierung von Jugendlichen zu leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bund, Länder, Kommunen und zivilgesellschaftliche Institutionen sollen dabei gemeinsam in einem bundesweiten Präventionszentrum arbeiten. Dieses Zentrum soll sich nicht nur mit politisch motivierter, sondern auch mit anderen Formen der Kriminalität befassen und die erheblichen Potentiale von Präventionsprogrammen in diesem Bereich wirksam machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wer Grün wählt, stimmt für diese drei Projekte:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>_________________________________________________________________________________________</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechtsstaatliche Verhältnisse für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen es als absolut vordringliche Aufgabe der Politik an, dafür zu sorgen, dass sich alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Identität oder Religion frei und sicher bewegen können. Polizei und Justiz müssen dafür sorgen, dass rechtsstaatliche Verhältnisse wieder im gesamten Bundesgebiet gelten, indem sie rassistische und andere menschenrechtsfeindliche Straftaten konsequent ahnden und Strategien für den Schutz von Minderheiten entwickeln. Die personellen und organisatorischen Voraussetzungen hierfür müssen umgehend geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>_________________________________________________________________________________________</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Präventionsstrategien zu Schwerpunkt machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Initiativen, Vereine oder Kirche machen sich gegen Nazis und für eine weltoffene Demokratie stark. Zivilgesellschaftliche Institutionen, die durch Deradikalisierungsprogramme, Opferberatung oder Präventionsprojekte wichtige Arbeit gegen rassistisch oder islamistisch motivierte Gewalt leisten, verdienen staatliche und politische Unterstützung und Anerkennung. Wir Grüne wollen sie deshalb auch finanziell wirksam stärken.Wir wollen zugleich eine umfassende und wirkungsvolle Präventionsstrategie gegen gewaltbereiten Islamismus entwickeln und umsetzen. Präventionsstrategien bieten darüber hinaus erhebliche Potentiale für die allgemeine Kriminalitätsbekämpfung. Sie sollen durch ein bundesweites Präventionszentrum koordiniert werden und alle relevanten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure vernetzen. Dazu gehören: verschiedene Ressorts der Bundesregierung, die Sicherheitsbehörden, Länder und Kommunen sowie Jugendhilfe, Jugendverbände, Demokratieinitiativen, islamische Organisationen, Wissenschaft und Medien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>_________________________________________________________________________________________</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Polizei stärken, Sicherheitsbehörden reformieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für mehr Sicherheit braucht es einen rationalen Ansatz, grundlegende Reformen und mehr Ressourcen. Die Bundespolizei muss personell und technisch besser ausgestattet werden. Das ineffiziente Nebeneinander von Bundespolizei, Zollpolizei und Bundeskriminalamt wollen wir beenden. Die kriminalpolizeilichen Aufgaben des Bundes sollen beim Bundeskriminalamt konzentriert werden. Wir brauchen einen Neustart beim Verfassungsschutz. Statt des Bundesamtes für Verfassungsschutz in seiner ineffektiven aktuellen Form wollen wir ein personell und strukturell völlig neues Bundesamt zur Gefahren- und Spionageabwehr gründen, das klar abgegrenzt von polizeilichen Aufgaben arbeitet. Wir brauchen außerdem ein verschärftes Waffenrecht. Alle gefährlichen Waffen müssen lückenlos registriert und die Eignung und Zuverlässigkeit der Besitzer regelmäßig geprüft werden. Wir wollen eine europaweit einheitliche Kennzeichnung und gemeinsame Standards für die Deaktivierung von Feuerwaffen einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>_________________________________________________________________________________________</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Schwächen des alten Entwurfs: </strong>Der vorhandene Text handelt bereits in der dritten Zeile von dem, was die Feinde der Freiheit bzw. die politischen Gegner wollen. Er macht nicht die eigenen Ziele stark, sondern arbeitet sich an den Gegnern und Fehlern oder auch Mißerfolgen ab. Das ist unter Kommunikationsgesichtspunkten kontraproduktiv: Man stärkt bekanntlich auch dann die Argumentation des Gegners, wenn man sie kritisch referiert. Der gesamte Antragstext FH-SF-01 wirkt deshalb extrem defensiv. Zentrale grüne und liberale Forderungen tauchen nicht mehr auf, offenbar aus Angst vor populistischen Angriffen. Es gibt für eine derart übertrieben defensive Haltung weder sachliche noch politische Gründe. Vor zwei Jahren haben Bündnis 90/Die Grünen sich als Partei der Freiheit öffentlich präsentiert. Die ängstliche und in Teile widersprüchliche Darstellung des eigenen Staatsverständnisses „ex negativo“ reicht nicht aus, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Dem vorliegenden Entwurf gelingt deshalb nicht einmal im Ansatz, eine Programmatik für die glaubwürdige Übernahme von Sicherheitsverantwortung und die Führung von sicherheitsrelevanten Institutionen vorzulegen, wie es der Anspruch von Bündnis 90/Die Grünen sein muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung für die neue Textfassung (Zeilen auf den alten Entwurf bezogen): </strong>Der neue Text betont die Zentralität der Menschenrechte. Er geht von der Ebene der Werte und Ziele aus und kommt dann zu den Institutionen und ihrer politischen Gestaltung. Zentraler Begriff ist der des gesellschaftlichen Vertrauens in Verbindung mit der Forderung nach demokratischer Offenheit der Arbeit der Institutionen. Einzelne Argumentationen, etwa die Ablehnung von Gesetzesverschärfungen als Allheilmittel, werden übernommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeilen 31 neuer Absatz</strong>: Anscheinend aus Angst vor populistischen Angriffen verzichtet der vorliegende Text darauf, die Verwurzelung grüner Sicherheitspolitik in der Tradition einer modernen, freiheitlichen Justizpolitik auch nur zu erwähnen.Das ist politisch ein Fehler. Da unsere Haltung als bekannt vorausgesetzt werden kann, wirkt es opportunistisch und unglaubwürdig, wenn wir sie nicht offen benennen und aktiv für sie eintreten. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass liberale Justiz- und Strafvollzugssysteme bei der Verbrechensbekämpfung erfolgreicher sind als alle populistischen Strafphantasien. Damit sollten wir punkten. Auch wenn das bei der Bild-Zeitung nicht leicht sein wird, sind unsere Wählerinnen und Wähler klug genug, den Gedanken zu erfassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeilen 32-72:</strong> Die Forderungen zur Stärkung der Polizei bzw. zum Umbau der Sicherheitsinstitutionen werden in sprachlich modifizierter Form übernommen. Die Videoüberwachung, deren Ausweitung in vielen Fällen im Programm nicht abgelehnt wird, bedarf einer besseren rechtsstaatlichen Fundierung durch den Gesetzgeber. Im bisherigen Text fehlt dieser Hinweis.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die im alten Entwurf formulierte, radikal klingende (tasächlich aber ebenso selbstverständliche wie schwierig zu realisierende Forderung, „Gefährder“ lückenlos zu überwachen und „bei Bedarf festzusetzen“ wird durch die Forderung nach einer rechtsstaatsverträglichen Definition dieses Begriffs durch das Parlament ergänzt. Diese wäre Voraussetzung für wirksames bundeseinheitliches Handeln der Behörden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeilen 73-92:</strong> Der erste Satz Zeile 73 klingt wie eine Erfolgsmeldung des politischen Gegners, dem wachsender Einfluss bescheinigt wird und wurde deshalb gestrichen. Die nächsten Sätze wurden modifiziert übernommen. Die Formulierung „Keinen Fußbreit den Faschisten“ ist linker Agitprop aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie machte damals (angesichts des Staates der Weimarer Republik, dessen Vertreter insbesondere bei der Polizei, diese ablehnten, verständlich) die physische Auseinandersetzung auf der Straße zum entscheidenden Faktor bei der Bekämpfung rechtsradikaler Strömungen. Im Programm einer gewaltfreien Partei, die das Gewaltmonopol des Staates zur Grundlage ihrer Politik gemacht hat, hat eine solche Formulierung nichts verloren. Im Entwurfstext führt die historisierend-heroisierende „linke“ Selbstüberschätzung dazu, dass die Verpflichtung des Rechtsstaates und seiner Institutionen, Sicherheit für alle seine Bürger*innen zu garantieren, im Programm nicht formuliert wird. Der Skandal, dass viele Menschen anderer Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung sich nicht überall in Deutschland selbstverständlich angstfrei bewegen können, wird nicht einmal benannt. Dass Gewalt immer nur von rechten oder islamistischen Gruppen oder Individuen ausgeht, wie der Text nahelegt, trifft im Übrigen nicht zu – die nächste (politisch für die Wahl relevante) Gelegenheit, sich von dieser Tatsache zu überzeugen, wird der G-20-Gipfel in Hamburg bieten. Deshalb wird die Anerkennung des staatlichen Gewaltmonopols sowie eine prinzipielle Ablehnung von Gewalt im neuen Text betont. Entsprechend wird später das erste der drei Projekte neu formuliert: Die Aufgabe, die Freiheitsrechte aller in Deutschland tatsächlich durchzusetzen, ist eine Pflicht des Staates, zu der die Zivilgesellschaft in begrenztem Umfang beitragen kann – nicht umgekehrt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeilen 93-110: </strong>Dass Bundesamt für Verfassungsschutz „dauerhaft auf dem rechten Auge blind“ sei, ist offenbar nicht zu belegen. Die polemischen Formulierungen wurden deshalb abgeschwächt. Ein „personell und strukturell völlig neues Bundesamt“ gründen zu wollen, ist erkennbar überzogen und praktisch nicht realisierbar. Ob die Aufteilung in ein öffentliche Quellen und ein zweites, geheimdienstliche Quellen nutzendes Amt sinnvoll ist, sei dahin gestellt; die Forderung wurde trotzdem übernommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeilen 111-129:</strong> Im vorhanden Text wurden Wiederholungen korrigier und Formulierungen geändert. So wurde die geforderte „Bildungsoffensive in Kindertagesstätten und Schulen“ gestrichen (man muss der heute-show nicht noch die Arbeit erledigen).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeile 131-140:</strong> Das Projekt stellt ausdrücklich fest, dass es die Pflicht des Staates ist, die Menschenrechte aller zu schützen. Die in der alten Fassung enthaltene Forderung, zivilgesellschaftliche Institutionen für wichtige Arbeit – Opferberatung, Prävention etc. – zu fördern, wurde in die neuen Formulierung des 2. Projektes verschoben. Hingegen wird der Vorschlag für ein „Demokratiefördergesetz“ nicht übernommen. Ein solches Gesetz ist überflüssig und kontraproduktiv. Entweder die Demokratie überzeugt durch ihre Institutionen und die Personen, die sie vertreten – oder, wenn ihr das nicht gelingt, ist ihr durch eine Gesetz, das ein paar Millionen vom Staat auf die „Zivilgesellschaft“ umverteilt (die eigentlich ja dadurch definiert ist, dass sie staatsfern und staatsunabhängig handelt) auch nicht zu helfen. Ein solches Gesetz als Bundesgesetz ist in der Partei, soweit bekannt, nicht diskutiert worden. Die Gefahr ist groß, dass es zum Rohrkrepierer würde. Wer genau soll warum als „Demokrat“ gefördert werden? Sportvereine? Die CSU-Ortsgruppe irgendwo? Wo liegen die Grenzen für ei solches Vorhaben, wie soll es finanziell ausgestattet werden? Wie verhält sich ein solches Bundesgesetz zu den zahllosen Möglichkeiten auf Landes- und kommunaler Ebene, sinnvolle Arbeit vor Ort zielgenau zu fördern? Die Vermutung, die Grünen agierten hier als Lobbyorganisation, um ihre Klientel (die ebenso denkt wie sie selbst) zu finanzieren, würde jede Diskussion beherrschen. Der Satz: „Jeglichen staatlichen Generalverdacht und Druck gegen zivilgesellschaftliche Akteure, etwa anlasslose Überwachungen durch den Verfassungsschutz, lehnen wir ab“ am Ende dieses Absatzes wurde gestrichen. Er passt dort nicht hin (was hat er mit dem Thema des Absatzes bzw dem Projekt zu tun?). Im Übrigen ist „anlasslose“ Überwachung exakt die Aufgabe von Nachrichtendiensten, weil sie der Polizei nicht erlaubt ist. Wenn man es genau nimmt, wird durch diese Formulierung in einem Nebensatz die Abschaffung von Geheimdiensten gefordert. Dazu bedürfte es allerdings eines bewusst gefassten Beschlusses auf der Bundesversammlung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Zeile 141-150:</strong> Die Forderungen zum Thema Prävention und Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen, die im alten Text teilweise im 1. Projekt standen, werden in dieser Fassung zusammengeführt und um die Forderung nach Stärkung von Prävention auch im Bereich der allgemeinen Kriminalitätsbekämpfung ergänzt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 May 2017 15:06:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-10-1:  (ist jetzt Antrag S-02) Abschlusskapitel: &quot;Zukunft im Programm&quot; (ZP)</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP-53748</link>
                        <author>Marc Kersten (Köln KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Abschlusskapitel_Zukunft_im_Programm_ZP-53748</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für all diese mutigen Ziele kämpfen wir mit Leidenschaft und werden im Falle der rechnerischen Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung versuchen, so viele wie möglich durchzusetzen. Zu regieren ist für uns aber kein Selbstzweck. Deshalb werden wir einem Koalitionsvertrag nur dann zustimmen, wenn er</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen klaren, realistischen und verbindlichen Plan zur Einhaltung der Ziele des Pariser Weltklimaschutzabkommens enthält und die Energie- sowie Mobilitätswende beschleunigt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltigkeit als ein Grundprinzip allen Regierungshandelns festschreibt, damit wir die Gesundheit von Menschen, Umwelt, Tieren und Ernährung auch für künftige Generationen sichern</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Rahmenbedingungen für eine ökologische Erneuerung unserer Wirtschaft setzt und damit die Schaffung vieler neuer zukunftssicherer Arbeitsplätze ermöglicht</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>durch Chancengleichheit für alle und eine fairere Verteilung unseres Wohlstands für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärkt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Krankheit, im Alter und bei Pflegebedürftigkeit armutsfest und menschenwürdig gestaltet, um den Menschen Abstiegsängste zu nehmen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine humane Flüchtlingspolitik ohne Obergrenzen umsetzt, die Fluchtursachen bekämpft, Integration beschleunigt und Geflüchtete im Einklang mit der Genfer Konvention behandelt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine generationengerechte Rente garantiert sowie ein modernes Einwanderungsgesetz einführt, damit wir verantwortungsvoll mit dem demografischen Wandel umgehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere liberale Gesellschaft auf Basis des Grundgesetzes schützt und fortschreibt, mit konsequenter Gleichstellung von Frauen, gegenseitiger Akzeptanz, Vielfalt der Lebensformen und einer Ehe für alle</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine menschenrechtsorientierte Außenpolitik nicht nur als Krisen- sondern Präventionsmanagement definiert und daher Entwicklungshilfe ausbaut, fairen Handel fördert, die Vereinten Nationen stärkt, auf Deeskalation statt Militäreinsätze setzt und Rüstungsexporte reduziert</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>uns als verlässlichen Partner in Europa positioniert und Reformen anstößt, um die EU handlungsfähiger, transparenter und solidarischer zu gestalten, mit klaren und durchsetzbaren demokratischen Standards</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sicherheit als Querschnittsaufgabe definiert und gewährleistet, im Straßenverkehr ebenso wie vor Terror, sexueller Belästigung und Rassismus, bei Medikamenten ebenso wie vor Krieg, Krankenhauskeimen und belasteten Nahrungsmitteln</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unsere Sicherheit nicht gegen unsere Freiheit ausspielt, sondern Bürgerrechte wahrt und neue Gesetze nur einführt wenn sie angemessen, erfolgversprechend und verfassungsgemäß sind</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Werte und Vorzüge der parlamentarischen Demokratie von Kindheit an stärker zu vermitteln hilft und für mehr Bürgerbeteiligung und ergänzende Elemente direkter Demokratie sorgt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mutig und zukunftsorientiert ist!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür bitten wir am 24. September um Ihre Unterstützung. Wie knapp es werden kann, haben wir beim BREXIT, der US-Präsidentschaftswahl und dem Referendum in der Türkei gesehen. Deshalb nutzen Sie Ihr demokratisches Recht zur Wahlteilnahme, um sich hinterher nicht ärgern zu müssen. Schenken Sie uns Ihre Stimme, damit wir Ihre Stimme sein können! Nur starke Grüne können sich für Sie stark machen!</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So viel Mühe wie wir uns für einen guten Einstieg in unser Wahlprogramm gegeben haben (was uns mit der Präambel auch gelungen ist), so wenig Sorgfalt haben wir offensichtlich beim Abschluss walten lassen. Derzeit endet das Programm mit einem Schlüsselprojekt zu Selbständigen im Unterkapitel „Digitalisierung“. Wir entlassen die Leser*innen mit dem Satz „Die Künstlersozialkasse wollen wir erhalten und weiter stärken“ in Richtung Wahlurne. Kann es das wirklich sein? Nein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein würdiger Abschluss für unser Wahlprogramm sollte folgende Kriterien erfüllen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er bittet wie jede vernünftige Bewerbungsrede mit einer expliziten Bitte um die Stimme der Wähler*innen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er fasst pointiert zusammen, was wir zuvor auf über 100 Seiten an Forderungen aufgelistet haben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er macht deutlich was uns am Wichtigsten ist und wo wir rote Linien ziehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- er ist nicht zu allgemein formuliert, aber auch nicht so konkret, dass er bei Verhandlungen unzumutbar einengt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Früher hieß das auch Essentials. Und die sind in einer Situation, wo wir keine klaren Koalitionsaussagen machen, um so wichtiger!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da ein 100- oder 150-Seiten-Programm von den allerwenigsten Wähler*innen gelesen wird, steht nach der BDK eh die Aufgabe an, daraus eine oder gar mehrere Kurzfassungen zu destillieren. Und wie das bei Zusammenfassungen so ist, kann am Ende dieses Prozesses Unzufriedenheit und Unfrieden entstehen, weil die Basis darauf dann keinerlei Einfluss mehr hatte. Demokratischer und transparenter wäre es deshalb, die BDK-Delegierten und damit die Partei in ihrer ganzen Breite - vom einfachen OV-Mitglied bis zur Spitzenkandidatin - an dieser Stelle gewichten und mitbestimmen zu lassen. Das läge auch im gemeinsamen Interesse einer einig auftretenden Partei im Wahlkampf! Denn da müssen wir zusammenhalten!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die 14 hier aufgeführten Punkte sind nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt und enthalten m.E. nichts, was nicht bereits im Programmentwurf steht. Natürlich kann sich das durch Beschlüsse der BDK ändern. Um diesem Antrag gerecht zu werden und ihn adäquat zu behandeln, wäre es sicher zielführend, mit Meinungsbildern zu arbeiten und noch Modifikationen am Ende der Programmdebatte zuzulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag hat den Anspruch die vier Parteigrundsätze abzubilden, auch in der Gewichtung: ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei. Aber auch die aktuellen Debatten unserer Zeit aufzugreifen. Er ist konsequent positiv formuliert, also wofür wir sind und nicht wogegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Natürlich wird jedem und jeder Delegierten irgendein Punkt fehlen. Und welche das nicht sein dürfen, das möge die BDK entscheiden. Es sollte aber allen klar sein: Wenn wir den Antrag gar nicht beschließen, dann hat das Programm keinen vernünftigen Abschluss und dann geben wir als Delegierte das Heft aus der Hand, mit welchen Prioritäten wir diesen Wahlkampf führen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 May 2017 14:55:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-11: Keine Obergrenze für Menschlichkeit</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Keine_Obergrenze_fuer_Menschlichkeit-48119</link>
                        <author>Oliver Glodzei (Lüneburg KV)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Keine_Obergrenze_fuer_Menschlichkeit-48119</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die GRÜNEN werden keinen Koalitionsvertrag eingehen, in dem eine Obergrenze für die Aufnahme von Menschen in Not festgelegt wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Leid kennt keine Obergrenze. Menschlichkeit darf daher auch keine kennen. </strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2017 17:43:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>UK-GL-02: Wir haben viel erreicht. Und  wollen noch mehr gute Lebensmittel</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wir_haben_viel_erreicht__Und_wollen_noch_mehr_gute_Lebensmittel-3126</link>
                        <author>Bodenseekreis KV (beschlossen am: 26.04.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Wir_haben_viel_erreicht__Und_wollen_noch_mehr_gute_Lebensmittel-3126</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben viel erreicht. Und wollen noch mehr gute Lebensmittel</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser Ziel: Gutes Essen aus einer intakten Landschaft, zu fairen Bedingungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist eine Landwirtschaft die ohne Gentechnik, mit deutlich weniger Chemie und einer artgerechten Tierhaltung gesundes Essen für alle erzeugt. Eine Landwirtschaft, die die Leistungen unserer Landwirtinnen und Landwirte würdigt und ihnen ein gutes Auskommen verschafft. Die unsere Versorgung mit gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln sichert. Die unserem Klima nützt, statt ihm zu schaden. Die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie. Eine Landwirtschaft, die die Würde unserer Mitgeschöpfe achtet und nicht Tiere durch Amputationen an die Industriehaltung anpasst. Und die für faire Entwicklungschancen sorgt, damit afrikanische Kleinbäuerinnen und Kleinbauer nicht mit hochsubventionierten europäischen Agrarfabriken konkurrieren müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser Weg: Mit der bäuerlichen Landwirtschaft Kulturlandschaft und Umwelt erhalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was wir als Natur kennen und schätzen, ist längst Kulturlandschaft, geprägt durch Jahrhunderte alte bäuerliche Traditionen. Heute müssen wir feststellen: Immer weniger Menschen wollen die Höfe übernehmen, selbst gut ausgebildete Kinder von Landwirten weichen der Hofübernahme aus. Aber ohne die Arbeit von Bäuerinnen und Bauern gibt es weder gute Lebensmittel noch eine lebens- und liebenswerte Kulturlandschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wissen, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen nur mit den Bauern lösen können, - oder gar nicht. Gemeinsam mit Ihnen muss es uns gelingen, höhere Preise für bessere Qualität beim Verbraucher durchzusetzen. Und wir müssen die Rahmenbedingungen so verändern, dass die hohen Qualitätsanforderungen, die wir an die Landwirte im Lande stellen, nicht durch niedrigere Qualitätsanforderungen von Importen unterlaufen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unsere Zwischenbilanz: Öko ist die neue Orientierung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Du bist, was Du isst. </strong>Landwirtschaft und Lebensmittel spielen im Alltag der Deutschen heute eine immer wichtigere Rolle. Wir können feststellen: Geiz ist bei Lebensmitteln nicht mehr geil. Immer mehr Menschen entdecken, wie wichtig gesunde und nachhaltig hergestellte Lebensmittel für ihr alltägliches Wohlbefinden sind. Und für viele Menschen bedeuten regional hergestellte Lebensmittel inzwischen Heimat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser Dank gehört vor allem den Ökobäuer*innen</strong>, die als Pioniere für bessere Lebensmittel erst verlacht, dann verleugnet wurden. Knapp 9 % aller Betriebe mit einem Flächenanteil von 6,4% in Deutschland (Stand 2015) sind inzwischen Öko-Betriebe. Sie produzieren nachhaltig gute Lebensmittel. Sie erhalten eine vielfältige Kulturlandschaft. Sie halten die Umweltbelastungen gering. Und sie haben auch ökonomisch gezeigt, dass sich Ökolandbau lohnen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Trend zur Qualität hat vor dem Lebensmitteleinzelhandel nicht Halt gemacht. Neben einem etablierten Biohandel haben </strong>starke Bio-Supermärkte und Bio-Sortimente im herkömmlichen Lebensmitteleinzelhandel den Ball aufgenommen und bieten ein wachsendes Angebot ökologisch und nachhaltig erzeugter Lebensmittel, - das von den Verbraucher*innen auch rege nachgefragt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zurecht haben die Bürger*innen Bündnis 90/DIE GRÜNEN ihr Vertrauen geschenkt. </strong>Mit der Berufung der ersten Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2001 haben die Grünen die Landwirtschaftspolitik neu ausgerichtet. In sieben Bundesländern, darunter den “Intensivhaltungsländern” Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, tragen grüne Minister*innen inzwischen die Verantwortung für die Landwirtschaftspolitik. Mit regionalen Förderprogrammen haben sie die nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft gefördert. Der Mut zur unideologischen, wenn notwendig, harten Debatte hat den grünen Landwirtschaftsminister*innen inzwischen große Anerkennung gebracht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Legehennen zeigen, wo es langgeht. </strong>Wir haben nicht nur in Öko gedacht. Mit der Legehennenverordnung haben wir 2002 die Weichen neu stellen. Fast 85% wurden damals in Käfigen gehalten, der Anteil ist 2016 auf 10,1% gesunken. Dank einer klaren Kennzeichnung, 3 für gesetzliche Vorgaben, 2 für Bodenhaltung, 1 für Freilandhaltung und 0 für Ökoanbau, weiß der Verbraucher, was er kauft. Das zahlt sich aus. 2016 entscheiden sich rund 63% für Eier aus Bodenhaltung, 17 % für Freilandhaltung und 10 Prozent für Öko-Eier.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für eine bundes- und europaweite Agrarwende: Eine*n grüne*n Landwirtschaftsminister*in. </strong>Denn wichtige Fragen sind weiter ungelöst. Der Nitratgehalt im Grundwasser steigt weiter, die weltweite Verwendung von Glyphosat und anderen chemischen Wirkstoffen führt zu neuen Resistenzen, weiteren Artensterben. Massentierhaltung und weitere Intensivierung prägen noch immer das landwirtschaftspolitische Denken. In Brüssel werden mit den Verhandlungen über eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2020 der europäischen Union wichtige Entscheidungen getroffen. Und viele Hungersnöte in Afrika haben mit den Agrar-Exporten aus der Europäischen Union zu tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das wollen wir mit unserer Landwirtschaftspolitik in der nächsten Legislaturperiode erreichen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Pakt für faire Tierhaltung umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Pakt für faire Tierhaltung hat die grüne Bundestagsfraktion ein Konzept für eine bessere Tierhaltung vorgelegt. Wir wollen damit erreichen, dass es den Tieren nachhaltig besser geht, die Umwelt geschont wird, dass sich tiergerechte Haltung für Bäuerinnen und Bauern lohnt und dass Tierschutz für alle beim Einkaufen gut erkennbar und bezahlbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine klare, vierstufige Kennzeichnung für Fleisch und verarbeitete Produkte aus der Tierhaltung nach dem Prinzip der Eierkennzeichnung gibt dem Verbraucher die Chance, sich für Qualität zu entscheiden, - und schafft für Landwirte berechenbare Märkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ergänzend dazu definieren wir gesetzliche Haltungsbedingungen, die den Bedürfnissen der Tiere angemessen sind. Wir fördern die Züchtung gesunder und robuster Nutztierrassen und fördern Investitionen in Ställe und Tierhaltung, um bessere Haltungsstandards zu erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit entfachen wir einen Qualitätswettbewerb, der sich für Bäuerinnen und Bauern und Verbraucher auszahlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Naturverträgliche Landwirtschaft zum “Best Practice”-Modell machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wissen: Die Veränderung von Verbraucherverhalten und eine Umstellung der bäuerlichen Produktionsweise ist ein Prozess, der sich über viele Jahre hinziehen wird und die Anstrengungen von Landwirten, Verbrauchern und Politik bedarf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen 12 Jahren haben die grünen Landwirtschaftsminister bessere Bedingungen in ihren Bundesländern schaffen können. Jetzt ist es an der Zeit, diese Entwicklung auf Bundesebene, und über eine grüne Verantwortung in der Landwirtschaftspolitik auf Bundesebene, auch europäisch umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die europäische Agrarpolitik umbauen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Heute erhalten rund 20% der Agrarbetriebe, zumeist industrielle Großbetriebe, 80% der 6 Mrd. € EU-Agrarsubventionen, die in Deutschland ausgeschüttet werden. Unsere Ziele sind klar: Wir wollen eine europäische Agrarpolitik, die die Leistung der Landwirt*innen für gute Lebensmittel und für eine vielfältige und ökologisch vielfältige Kulturlandschaft honoriert. Wir wollen politischen Rahmenbedingungen für eine Landwirtschaft, die die unterschiedliche Beschaffenheit der Anbauflächen berücksichtigt, den Erhalt der ländlichen Räume ebenso ermöglicht wie eine ökonomisch und ökologisch ertragreiche bäuerliche Landwirtschaft. In der kommenden Legislaturperiode werden die Spielregeln für EU-Agrarpolitik neu ausgehandelt. Deswegen wollen wir in Regierungsverantwortung erreichen, dass in Europa künftig Qualität statt Quantität gefördert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir orientieren uns dabei an dem Papier “Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik”, die die Verbände aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik, Verbraucherschutz und Tierschutz vorgelegt haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Alternativen zum Pestizideinsatz entwickeln, den Einsatz von Pestiziden reduzieren und Genfood verhindern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel für die kommende Legislaturperiode:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir legen ein Programm auf, das den Pestizideinsatz eindämmt. Wir stärken die Forschung für den nicht chemischen Pflanzenschutz, zum Beispiel durch robuste Sorten, vielseitige Fruchtfolgen und die Förderung von Nützlingen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gen-Food braucht kein Mensch, Biopatentierung lehnen wir ab. Wir halten an unserem Standpunkt fest: Pflanzen aus den Laboren der Agrarindustrie haben auf unseren Äckern in Deutschland und Europa nichts verloren. Dabei ist es egal, ob sie mit Verfahren der „alten“ oder der „neuen“ Gentechnik geschaffen wurden. Wir werden ein Gentechnikgesetz auflegen, das unsere Äcker und unsere Teller garantiert gentechnikfrei macht. Und wir setzen uns dafür ein, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher dank einer umfassenden Kennzeichnung auch erkennen können, wenn ihr Fleisch, ihre Milch oder ihre Eier mit Hilfe von Gen-Futtermittel produziert wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Durch bessere und stufenförmige Kennzeichnungen unterschiedliche Qualitäten für Verbraucher*innen sichtbar machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Politik kann Rahmenbedingungen setzen und Anreize geben. Entscheiden müssen die Verbraucher. Wir Grünen wollen, dass die Verbraucher*innen mit dem Einkaufswagen tagtäglich entscheiden können. Dazu wollen wir unterschiedliche Qualitäten von Lebensmitteln sichtbar machen. Darum werden wir als nächstes eine eindeutige Kennzeichnung von Fleisch einführen, die deutlich macht, wie die Tiere gehalten wurden - vier eindeutig wahrnehmbare Qualitätsstufen, so wie bei der Kennzeichnung von Eiern: 3 für gesetzliche Standards, 2 für verbesserte Stallhaltung, 1 für Freilaufställe und 0 für Fleisch aus ökologisch geführten Betrieben. Und wir führen die Kennzeichnung auch für verarbeitete Produkte ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Alternativen zu Tierversuchen fördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Staatsziel Tierschutz, das wir nach langem Kampf erreicht haben, muss endlich mit Leben gefüllt werden. Deshalb wollen wir das Tierschutzgesetz gründlich überarbeiten. Für mehr Tierschutz gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens, den die Bundesregierung bisher ignoriert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit einem breiten Forschungsprogramm zu Tierversuchen wollen wir die Grundlagen dafür legen, dass künftig darauf verzichtet werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wer Grün wählt, stimmt für diese drei Projekte:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Pakt für faire Tierhaltung umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen klare Kennzeichnung von Fleisch und verarbeiteten tierischen Produkten (Ei, Wurst etc.) durch. Wir wollen unseren “Pakt für faire Tierhaltung” in dieser Legislaturperiode umsetzen. Tiere brauchen mehr Platz für Auslauf, Rückzug und zum Ausleben arteigener Verhaltensweisen. Das Tierwohl muss künftig wieder in den Mittelpunkt und wir beenden den Missbrauch von Antibiotika. Lebendtransporte begrenzen wir auf ein Minimum. Gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern wollen wir den Strukturwandel zu einer Landwirtschaft schaffen, die besser mit Tieren umgehen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Rahmenbedingungen für eine naturverträgliche Landwirtschaft in der EU verbessern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Rahmenbedingungen für bessere Lebensmittel in einer besseren Umwelt europaweit verbessern. Dafür werden wir uns bei den Verhandlungen über die Spielregeln für EU-Agrarpolitik einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden ein bundesweites Sikkationsverbot für Glyphosat durchsetzen <a href="#_ftn1">[1]</a>und wollen das auch für ganz Europa erreichen. Wir werden naturverträgliche landwirtschaftliche Produktionsmethoden fördern. Wir werden klare Rahmenbedingungen schaffen, die Planungssicherheit für Landwirtschaft und Handel geben. Unseren Pakt für Tierhaltung werden wir zum Modell für Europa machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Alternativen zu Tierversuchen fördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jedes Jahr werden Millionen Tiere in Tierversuchen regelrecht verbraucht. Dabei sind Mensch und Tier so verschieden, dass auf diesem Wege gewonnene Erkenntnisse nur bedingt auf den Menschen übertragbar sind. Nützliche Substanzen kommen nicht zur Anwendung, wenn sie im Tierversuch versagt haben. Tierversuche sind daher ein ethisches Problem, und auch ein wissenschaftliches. Wir wollen das Tierschutzrecht stärken und zügig Alternativen zu Tierversuchen, wie zum Beispiel Organchips, bei denen der menschliche Organismus im Kleinstmaßstab simuliert wird, voranbringen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grünen haben in der Landwirtschaftspolitik bereits viel erreicht. Das sollten wir in unserem Antrag sichtbar machen. Eine bessere, weil nachhaltige Landwirtschaftspolitik bedarf der Einbeziehung der Verbraucher als Nachfrager hochwertiger Lebensmittel. Und der bäuerlichen Landwirtschaft, die diese Lebensmittel, ob konventionell oder ökologisch anbauen. Die Sprache und die Haltung des Antrags sollte zeigen, dass sich unsere Politik an die gesamte bäuerliche Landwirtschaft richtet und ihnen ein Angebot machen will. Das leistet der ursprüngliche Textentwurf nicht.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2017 07:45:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-04-03: Geschlechtergerechte Sprache</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Geschlechtergerechte_Sprache-44361</link>
                        <author>BAGen Lesben- und Schwulenpolitik (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Geschlechtergerechte_Sprache-44361</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Generalantrag zur Verwendung des Genderstars gemäß BDK-Beschluss Halle zur Anwendung im kompletten Bundestagswahlprogramm von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Anwendung des Gender Star gemäß Beschlusslage BDK 07.09.2015 Halle:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>&quot;BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verwenden geschlechtergerechte Sprache, weil Sprache durch ihren großen Einfluss auf unser Denken und unsere Wahrnehmung die Gesellschaft mit formt. Wer nur von „Ärzten“, „Anwälten“ und „Experten“ spricht, fördert indirekt die Vorstellung, nur Männer seien gemeint. Das kann in Perzeptionsstudien nachgewiesen werden. Mit einer solchen Sprachwahl wird entsprechend auch das Denken über Geschlechter nachhaltig bestimmt. Um beide Geschlechter gleichberechtigt in der Sprache sichtbar zu machen, reden wir beispielsweise von Ärztinnen und Ärzten.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Um sicherzustellen, dass alle Menschen gleichermaßen genannt und dadurch mitgedacht werden, wird in unseren Beschlüssen ab jetzt der Gender-Star benutzt. Transsexuelle, transgender und intersexuelle Personen werden so nicht mehr unsichtbar gemacht und diskriminiert. Durch den Gender-Star werden somit Menschen mit einbezogen, die sich nicht in ein binäres System der Geschlechter einordnen können oder wollen und es wird (Selbst-)Definitionen Raum gegeben.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wie wir geschlechtergerecht formulieren, könnt ihr diesem Leitfaden entnehmen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wir gendern, indem wir</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>im Regelfall den Gender-Star verwenden (Bürger*innen, Student*innen…)</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>die weibliche Form explizit mit nennen (Bürgerinnen und Bürger, Studentinnen und Studenten…)</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>oder versuchen, dies durch Partizipien im Plural zu vermeiden („Studierende“,…)</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Wir gendern grundsätzlich in allen Wörtern, jedoch nicht zweimal in einem Wort (Verbraucherschützer*innen statt Verbraucher*innenschützer*innen)</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Wir gendern nur, wenn es um Personen geht: Investorstaatsklagen statt Investor*innenstaatsklagen&quot;</strong></p></li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2017 07:21:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-08: Verschieben von FH-BW-01 &quot;Wir sorgen für bezahlbare Wohnungen und lebenswerte Kommunen&quot; in das Kapitel &quot;Gerechtigkeit im Sinn&quot;</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Verschieben_von_FHFH-BW-01_Wir_sorgen_fuer_bezahlbare_Wohnungen_und_le-59458</link>
                        <author>Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg KV (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Verschieben_von_FHFH-BW-01_Wir_sorgen_fuer_bezahlbare_Wohnungen_und_le-59458</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verschiebe Unterkapitel &quot;FH-BW-01 Wir sorgen für bezahlbare Wohnungen und lebenswerte Kommunen&quot; in das Kapitel &quot;Gerechtigkeit im Sinn&quot; (neu: GS-BW-01)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2017 07:18:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-09: Einfügen von Vergleichszahlen</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Einfuegen_von_Vergleichszahlen-12579</link>
                        <author>KV Brandenburg an der Havel (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Einfuegen_von_Vergleichszahlen-12579</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Den im Bundeswahlprogramm genannten „Zielzahlen“ werden aktuelle Vergleichszahlen gegenüber gestellt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Programm werden wiederholt „Zielzahlen“ zu unterschiedlichen Themen genannt. z. B. sollen die Ausgaben für die Entwicklungshilfe 0,7 % des BIP (WB-FM-01 Zeile 129) betragen. Aus dem Text ergibt sich jedoch nicht, wie hoch aktuell der Anteil vom BIP ist. Ähnlich verhält es sich im Themenblock GS-DG-01 Zeile 150 und 45 oder auch GS-KS-01 Zeile 31.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 03 May 2017 21:29:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW-07: Ersetze “Entwicklungshilfe” durch “Entwicklungszusammenarbeit” im gesamten Programmentwurf</title>
                        <link>https://antraege.gruene.de/bdk41/Ersetze_Entwicklungshilfe_durch_Entwicklungszusammenarbeit_im_gesa-17966</link>
                        <author>BAG Globale Entwicklung (beschlossen am: 02.05.2017)</author>
                        <guid>https://antraege.gruene.de/bdk41/Ersetze_Entwicklungshilfe_durch_Entwicklungszusammenarbeit_im_gesa-17966</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ersetze “Entwicklungshilfe” durch “Entwicklungszusammenarbeit” im gesamten Programmentwurf</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 03 May 2017 18:12:00 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>