| Veranstaltung: | 1. Ordentlicher Diversitätsrat 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2. Anträge |
| Antragsteller*in: | Christa Möller-Metzger (KV Hamburg-Wandsbek) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 28.04.2026, 18:47 |
A2: Ageismus endlich zum Thema machen
Antragstext
Ältere Menschen sind so bunt und vielfältig wie nie zuvor. Trotzdem werden sie oft alle in
einen Topf geworfen und Vorurteile halten sich hartnäckig. Das fand auch die
Antidiskriminierungsstudie des Bundes heraus, viele Deutsche haben leider negative
Altersbilder: in ihren Augen sind die Alten nicht fit genug, unflexibel und gehören einfach
nicht mehr dazu. Solche Bilder beeinflussen aber nicht nur die Menschen, mit denen Ältere zu
tun haben, sondern auch die Älteren selbst. Das geht so weit, dass ältere Menschen mit einem
negativen Altersbild sieben Jahre weniger leben als andere. Wir müssen deshalb weg von
überholten, defizitorientierten Bildern und stattdessen die Potentiale des Alters erkennen.
Wir müssen sensibler werden und ungerechtfertigte Behandlung von Menschen aufgrund ihres
Lebensalters erkennen, anstatt Ageismus zu bagatellisieren.
Begründung
Zu jung, zu alt - mehr als 23 % der Menschen, die in den letzten Jahren Diskriminierung erlebt haben, berichten von Benachteiligung aufgrund ihres Alters. Frauen öfter als Männer, Ältere sind öfter betroffen als Jüngere. Das passiert zum Beispiel bei der Jobsuche, im Ehrenamt, in der Politik, bei Banken oder Versicherungen... Es werden unsinnige Altersgrenzen aufgestellt und ältere Menschen erhalten weniger Weiterbildungsangebote und werden selbst im Ehrenamt aufgrund ihres Alters aussortiert. Kommen dann noch Migrationshintergrund, die Zugehörigkeit zur LSBTIQ Community, Beeinträchtigungen oder ein sexistischer Blick auf Frauen hinzu, sind wir schnell bei intersektionaler Diskriminierung. Deshalb ist es so wichtig, dass wir wegkommen von defizitären Altersbildern, den Unterschied zwischem biologischem und kalendarischem Alter erkennen und endlich Ageismus zum Thema machen.
Unterstützer*innen
- Evelyn Thies (Grüne Alte Ersatzdelegierte)

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