| Veranstaltung: | 52. Bundesdelegiertenkonferenz Berlin |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | V TOP 10 - Verschiedenes (1/2) |
| Antragsteller*in: | Vanessa Hüber (KV Karlsruhe) und 73 weitere Antragsteller*innen (Frauenanteil: 58%) |
| Status: | Antragsteller*innen sammeln (Berechtigung: Ausgewählte Gruppen) |
| Angelegt: | 28.09.2026, 10:38 |
Gesundheit schützen, Praxen und Kliniken entlasten, Wirtschaft stärken
Antragstext
Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigen Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und
verursachen zahlreiche Ausfalltage. Die aktuelle politische Debatte richtet den
Blick zu stark auf krankheitsbedingte Fehlzeiten und deren Kosten, statt darauf,
wie Erkrankungen verhindert und Menschen gesund erhalten werden können.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie weitreichend die gesundheitlichen Folgen
von Virusinfektionen aller Art sein können. Ihre langfristigen Folgen rücken
zunehmend in den Fokus der Forschung. Dabei entstehen fortlaufend neue
Erkenntnisse über Langzeitfolgen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit.
Wir verteidigen weiterhin das Recht, bei Krankheit geschützt zu Hause zu bleiben
und sich auszukurieren zu können, auch wenn es um die eigenen Kinder geht.
Niemand soll unter Druck geraten, krank zur Arbeit zu gehen und dadurch die
eigene oder die Gesundheit anderer zu gefährden.
Wir wollen aber auch nachhaltig entlasten: Menschen vor Erkrankungen schützen,
Arztpraxen von vermeidbaren Behandlungen entlasten, die leidliche Debatte über
zu hohe Krankentage beenden und die Wirtschaft durch gesunde Beschäftigte
stärken.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich deshalb dafür ein:
1. das Recht auf Genesung wie gehabt zu stärken: Erkrankungen vorzubeugen, das
Recht auf geschütztes Zuhausebleiben bei Krankheit zu verteidigen und Druck auf
Beschäftigte, krank zu arbeiten, entgegenzutreten.
2. gesund bleiben zu können: Verbindliche Standards und wirksame Maßnahmen für
gute Luftqualität und -reinheit in Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen und
Gesundheitseinrichtungen, Orte mit besonders vulnerablen Menschen, zu
verstetigen.
Einfache Sprache
Viele Menschen werden durch Atemwegs-Erkrankungen krank. Sie können dann oft
nicht arbeiten. Dadurch fallen viele Arbeits-Tage aus.
In der Politik wird viel darüber gesprochen, dass Menschen zu oft krank sind und
welche Kosten dadurch entstehen.Wir finden: Es muss mehr darum gehen,
Krankheiten zu verhindern. Menschen sollen gesund bleiben können.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Virus-Infektionen können Menschen auch lange
krank machen. Die Forschung untersucht diese langfristigen Folgen. Dabei gibt es
immer mehr neue Erkenntnisse.
Wir setzen uns trotzdem dafür ein: Wer krank ist, soll zu Hause bleiben und sich
erholen können. Das gilt auch, wenn die eigenen Kinder krank sind. Niemand soll
gezwungen werden, krank zur Arbeit zu gehen. Wer krank arbeitet, gefährdet die
eigene Gesundheit und kann andere Menschen anstecken.
Wir wollen Menschen aber auch vor Krankheiten schützen. Dadurch sollen Arzt-
Praxen und Kliniken entlastet werden. Es soll weniger vermeidbare Behandlungen
geben. Wir wollen die Diskussion darüber beenden, dass Menschen angeblich zu oft
krank sind. Gesunde Menschen sind auch gut für die Wirtschaft.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich deshalb dafür ein:
1. Das Recht auf Erholung bei Krankheit zu stärken. Krankheiten sollen
verhindert werden. Menschen sollen bei Krankheit geschützt zu Hause bleiben und
sich erholen können. Niemand soll unter Druck gesetzt werden, krank zur Arbeit
zu gehen.
2. Für gute und saubere Luft zu sorgen. In Schulen, Kitas, Pflege-Einrichtungen
und Einrichtungen des Gesundheitswesens soll es verbindliche Regeln für gute
Luft geben. Es soll wirksame Maßnahmen geben, damit die Luft sauber bleibt und
Menschen besser vor Ansteckungen geschützt werden. Das ist besonders wichtig an
Orten, an denen Menschen leben oder betreut werden, die besonders gefährdet
sind.
Begründung
Atemwegsinfektionen belasten Beschäftigte, Familien (va Frauen) und Gesamtwirtschaft. Gute Prävention und saubere Innenraumluft schützen die Gesundheit, verhindern unnötige Erkrankungen und entlasten Praxen und Kliniken. Aber, wer krank ist, muss sich ohne Druck auskurieren können - auch Kinder!
