| Veranstaltung: | 52. Bundesdelegiertenkonferenz Berlin |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | V TOP 10 - Verschiedenes (1/2) |
| Antragsteller*in: | Sabine Hebbelmann (KV Odenwald-Kraichgau) und 102 weitere Antragsteller*innen (Frauenanteil: 50%) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 08.10.2026, 11:06 |
V-23: Gegen Instrumentalisierung Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus annehmen
Antragstext
Aus der Geschichte der Menschheitsverbrechen des Faschismus und der gelungenen
Befreiung ergibt sich der Auftrag an uns alle, Antisemitismus und andere
rassistische Ideologien der Ungleichheit entschieden zu bekämpfen.
Die Instrumentalisierung des Begriffs Antisemitismus zur Diffamierung
politischer Gegner mittels haltloser Vorwürfe schadet dem Kampf gegen
Antisemitismus. Spätestens seit dem Wahlsieg der Partei Die Linke in Berlin
nimmt diese Praxis groteske Züge an. Ein irreführender Antisemitismusbegriff
wird für parteipolitische Vorteilnahme und die Unterdrückung sozialer und
emanzipatorischer Bewegungen missbraucht.
Um stattdessen sowohl gegen tatsächlichen Antisemitismus als auch für Frieden
für die Menschen in Palästina und Israel zu wirken, machen wir uns die
Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus (JDA) verbindlich zu eigen.
Einfache Sprache
Die Geschichte zeigt uns:
Wir müssen Antisemitismus und anderen Rassismus bekämpfen.
Denn alle Menschen sind gleich.
Antisemitismus nicht missbrauchen
Manche Menschen benutzen Antisemitismus falsch.
Sie sagen falsche Dinge, um andere schlecht zu machen.
Das schadet dem Kampf gegen Antisemitismus.
Seit der Wahl der Partei Die Linke in Berlin passiert das oft.
Antisemitismus wird falsch erklärt.
Das nutzen manche Parteien für sich.
Unsere Haltung zum Antisemitismus
Wir wollen echten Antisemitismus bekämpfen.
Wir wollen Frieden für Menschen in Palästina und Israel.
Wir folgen der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus.
Diese Erklärung hilft uns, Antisemitismus richtig zu verstehen.
Begründung
Entgegen der IHRA stellten Forschende mit der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus (JDA) klar, dass faktenbasierte Kritik an Israel als Staat und Unterstützung der palästinensischen Forderungen nach Gerechtigkeit und Gewährung ihrer im Völkerrecht verankerten Rechte nicht antisemitisch sind.
