| Veranstaltung: | 1. Ordentlicher Diversitätsrat 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2. Anträge |
| Antragsteller*in: | Marc Kersten (KV Köln) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 14.05.2026, 15:21 |
A6: Vielfalt in Versammlungen stärken
Antragstext
Der Bundesdiversitätsrat beschließt, auf der nächsten BDK folgenden Änderungsantrag zum
Bundesvielfaltsstatut zu stellen:
- Ergänzung eines Punktes (5) in § 2 Versammlungen:
(5) Auf Bundesebene und in allen Untergliederungen muss vor jeder Abstimmung (nicht
jedem Wahlgang innerhalb einer Abstimmung) über ein personengebundenes Votum, ein per
Wahl zu besetzendes Parteiamt oder eine Delegation/Ersatzdelegation folgende zentrale
Aussage dieses Statuts vorgelesen werden:
"Die Repräsentation von gesellschaftlich diskriminierten oder benachteiligten Gruppen
mindestens gemäß ihrem gesellschaftlichen Anteil auf der jeweiligen Ebene ist unser
Ziel (...) in Bezug auf das Geschlecht, eine rassistische, antisemitische oder
antiziganistische Zuschreibung, die Religion und Weltanschauung, eine Behinderung oder
Erkrankung, das Lebensalter, die Sprache, die sexuelle Orientierung oder
geschlechtliche Identität, den sozialen oder Bildungsstatus oder die Herkunft".
Soweit rechtlich zulässig wird dies auch für Kandidierenden-Aufstellungen (in
Wahlkreisen, auf Listen o.ä.) nach Parteien- und Wahlgesetzen analog angewandt.
Ansonsten wird die weitgehendste Umsetzung in diesem Sinne angestrebt.
Begründung
Die 2. Vielfaltsumfrage wird die subjektive Wahrnehmung vermutlich bestätigen: An der Unterrepräsentation von Menschen mit Behinderung und anderen im Vielfaltsstatut aufgeführten Gruppen hat sich in unserer Partei strukturell wenig geändert, trotz vorhandener Bemühungen.
Es braucht zusätzliche Umsetzungsschritte, die nicht nur beim notwendigen individuellen Empowerment ansetzen, sondern auch an den entscheidenden Punkten greifen, wo sich Repräsentation entscheidet: Bei Wahlen und Votenvergaben.
Solange es keine Vielfaltsquote gibt, kann der Hinweis auf das Vielfaltsstatut bereits eine gewisse Wirkung entfalten. Denn in unserer schnell wachsenden Partei gibt es viele (Neu-)Mitglieder, die dieses gar nicht kennen und nicht wissen, dass es konkrete Forderungen und Ziele vorgibt.
Etwas, was sinnvollerweise auch Thema von Neumitgliedertreffen sein sollte und bei Vorgesprächen zu Kandidaturen.
Lasst uns das Vielfaltsstatut mit Leben erfüllen und in die Breite der Partei tragen!
Unterstützer*innen
- Louisa Fries (BAG Behindertenpolitik)
- Christian Judith (BAG Behindertenpolitik)

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