In den letzten Jahren gab es auf den Bundesdelegiertenkonferenzen eine wahre Flut an Anträgen und Änderungsanträgen inhaltlicher Art. Die hohe Zahl der Anträge zeigt deutlich den hohen Bedarf zur inhaltlichen Diskussion seitens der Gremien, Verbände und Mitglieder unserer Partei. Es zeigte sich aber auch, dass der große Bedarf für einen inhaltlichen Austausch selbst durch eine viertägige Bundesdelegiertenkonferenz nicht mehr abzudecken war. Vielmehr frustrierten überlange Tagesordnungen, Rankings bei Anträgen und andere Lösungsversuche Gremien und Mitglieder gleichermaßen. Im Falle z.B. der Bundesarbeitsgemeinschaften, aber auch bei Kreisverbänden etc., wurde viel Arbeit in die inhaltliche Erarbeitung und textliche Arbeit an den Anträgen investiert. Eine Nichtbehandlung der Anträge verbrennt in einem solchen Fall unnütz Arbeitskapazitäten und läßt die Antragsteller*innen frustriert und ohne Ergebnis für die inhaltlichen Fragen zurück. Ein Teil der Debatten könnte erkennbar sinnvoller in anderen internen Debattenräumen der Partei erfolgen. Das Format von nur wenigen Reden und Gegenreden zu Anträgen, die behandelt werden, genügt oft nicht, um komplexere Sachverhalte wirklich zu diskutieren. Interne Debattenräume können in Zeiten von Regierungsbeteiligungen außerdem ein Weg sein, sowohl dem rauer gewordenen öffentlichen Diskurs als auch dem internen Diskussionsbedürfnis Rechnung zu tragen.
Antrag: | Klar. Grün. Konstruktiv: Auf dem Weg in eine starke Opposition |
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Antragsteller*in: | BAG-Sprecher*innen-Rat (dort beschlossen am: 02.04.2025) |
Status: | Geprüft |
Eingereicht: | Gestern, 14:34 |