„Europa muss Hort der Aufklärung bleiben“ ist in vielerlei Hinsicht eine problematische Formulierung, gerade im Hinblick auf Europa als koloniales Projekt. Was meinen wir, wenn wir von Europa als einem Ort der Aufklärung sprechen? Welche Politikkonzepte und Ansätze verstecken sich dahinter? Und mal salopp gesagt, wer klärt hier wen über was auf?
Den raumgreifenden rechten Ideologien und autokratischen Entwicklungen, die bestehende Ungleichheiten verschärfen, elementare Menschenrechte aushebeln und die Anwendung von Gewalt als legitimes Mittel der Durchsetzung von Eigeninteressen erachten, setzen wir ein Gegenmodell der friedlichen internationalen und europäischen Kooperation entgegen, das im Sinne feministischer Außen- und Entwicklungspolitik diskriminierenden, marginalisierenden und ausbeuterischen Strukturen entschieden entgegentritt.
Uns ist die Darstellung von Feministischer Außen- und Entwicklungspolitik als wirksames Gegenmodell, das von Grünen und SPD Ministerinnen maßgeblich mit entwickelt und geprägt wurde, besonders wichtig. FAP und FEZ verfügen über konkrete Konzepte und Ansätze, die bereits in Leitlinien und -prinzipien ausdekliniert worden sind. Das ist ein klarerer und wirksamerer Ansatz, als Europa auf sehr allgemeine Weise als einen Ort der Aufklärung zu deklarieren.
Antrag: | Klar. Grün. Konstruktiv: Auf dem Weg in eine starke Opposition |
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Antragsteller*in: | BAG Globale Entwicklung (dort beschlossen am: 03.04.2025) |
Status: | Geprüft |
Eingereicht: | Gestern, 09:42 |